Ägypten nach Mursis Entmachtung
Ein Land versinkt im Chaos/Gewaltausschreitungen

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Ägypten

09.04.2017
Nach den beiden verheerenden Anschlägen auf Kirchen von koptischen Christen hat Präsident Al-Sisi den Ausnahmezustand für sein Land ausgerufen. Dies ermöglicht Polizei und Sicherheitskräften Festnahmen ohne Haftbefehl und Hausdurchsuchungen ohne richterliche Anordnung sowie nächtliche Ausgangssperren. Zudem sollen wichtige Gebäude des Landes von der Armee geschützt werden.

Selbstmordattentäter hatten Anschläge auf zwei koptische Kirchen im Norden des Landes verübt. Allein am Sonntag waren bei den schwersten Terrorangriffen auf die christliche Minderheit in Ägypten seit Jahren mehr als 40 Menschen getötet und 110 verletzt worden.


12.12.2016
Offenbar hat sich ein 22-jähriger Selbstmordattentäter in einer
koptischen Kirche in Kairo in die Luft gesprengt. Das ägyptische Gesundheitsministerium korrigierte die Zahl der Todesopfer auf 24.


24.05.2016
Anschlag auf Passagierflugzeug am 21. Mai?

Mittlerweile, d.h. drei Tages später gilt es als relativ sicher, dass das Passagierflugzeug der Egypt-Air-Flug MS804 aufgrund einer Explosion an Bord vor der Insel Karpathos abgestürzt ist. Bei dem Unglück waren 66 Menschen ums Leben gekommen, darunter 30 mit ägyptischem Pass und 15 Personen mit französicher Identität.


April 2016
Offenbar ist Ägypten tief besorgt darüber, dass IS Milizen im Sinai auf dem Vormarsch sind. Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi soll in einem Schreiben an Präsident Barack Obama die USA um eine schnelle militärische Intervention in Ägypten gebeten haben. Eine Antwort aus den USA soll jedoch bisher ausgeblieben sein. Dem Anschein nach wird die Sinai-Halbinsel gerade zum primären Stützpunkt des IS im Nahen Osten.



Ägypten

Zusammenfassungen interessanter Artikel
der (Tagesschau):



Chronologie der Ereignisse (Teil 3 )

Ägypten verschärft Anti-Terrorgesetze (02.07.2015)
Nach dem Mordanschlag auf den ägyptischen Generalstaatsanwalt Barakat am 29.06. hat die Regierung von Präsident al Sisi neue Anti-Terrorgesetze angekündigt. Diese sehen härtere Strafen für diejenigen vor, die einer terroristischen Gruppierung angehören, Terrorakte verüben oder Gewalt anwenden.

Kämpfer des IS haben auf der Sinai Halbinsel einen schrecklichen Terroranschlag auf ägyptische Sicherheitskräfte verübt. Die Regierung betont aber, die Situation auf der Sinai Halbinsel mittlerweile wieder unter Kontrolle zu haben. In den Medien wurden grausame Bilder der getöteten IS-Kämpfer gezeigt, die der Abschreckung dienen sollen.
Nach der Tötung von neun Muslimbrüdern Mittwoch Abend in Kairo durch die Polizei hat die Muslimbruderschaft ernste Konsequenzen angekündigt und ihre Anhänger zur Revolte aufgerufen.

Der ägyptische Politologe Waheed Abdel Mageed vom Al-Ahram Zentrum für strategische Studien in Kairo sieht den neuen Anti-Terrorgesetzen mit einer gewissen Skepsis entgegen. Statt die Anti-Terrorgesetze zu verschärfen, hält er es für wichtiger und sinnvoller die Defizite im Ausbildungssystem, in der Kulturpolitik, in der Wirtschafts- und Sozialpolitik schnellstmöglich zu beheben, denn genau diese Defizite sieht der Politologe als idealer Nährboden für Terroristen.


Mursi zum Tode verurteilt (16.05.2015)
Ein Gericht in Ägypten hat den islamistischen Ex-Präsidenten Mursi zum Tode verurteilt.
Gegen weitere mehr als 100 Angeklagte wurden ebenfalls das Todesurteil ausgesprochen. Der ehemalige ägyptische Präsident Mohammed Mursi soll nun wegen Landesverrats zum Tod verurteilt worden. Die ägyptische Justiz wirft ihm Weitergabe von Staatsgeheimnissen vor. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan übte scharfe Kritik an der Entscheidung. Zugleich warf er dem Westen vor, gleichgültig zu sein. Bereits am 21. April 2015 war Mursi wegen seiner Mitverantwortung am Tod unzähliger Demonstranten im Jahr 2012 zu 20 Jahren Haft verurteilt worden.

Rückblick:
Mursi war nach dem Sturz von Machthaber Mubarak im Februar 2011 als erster demokratisch gewählter Präsident Ägyptens gewählt worden. Im Juli 2013 wurde er allerdings vom ägyptischen Militär entmachtet. Nach seiner Absetzung kam der heutige Staatschef Abdel Fattah al Sisi an die Macht. Seitdem sind mehr als 1400 Mursi-Anhänger getötet und mehr als 15.000 weitere inhaftiert worden. Die Schnellverfahren mit denen gleich Hunderte Islamisten zum Tode verurteilt wurden, lösten internationale Proteste aus.


20 Jahre Haft für Mursi (21.04.2015)
Der ehemalige ägyptische Präsident Mohammed Mursi ist schuldig gesprochen worden, im Dezember 2012 die Festnahme und Folterung von Demonstranten veranlasst zu haben.
Ein Gericht in Kairo hat nun den früheren Präsidenten Mohammed Mursi zu 20 Jahren Haft verurteilt. Viele Beobachter hatten bereits mit einem Todesurteil für Präsident Mursi gerechnet, denn ihm war der Tod von zwei Demonstranten und eines Journalisten vor dem Präsidentenpalast 2012 zur Last gelegt worden. Von diesem Vorwurf wurde der Ex-Präsident jedoch überraschend freigesprochen.

Mursi sind allerdings noch weitere Verfahren anhängig. So wird ihm zudem Spionage für feindliche Mächte und der Ausbruch aus dem Gefängnis während der Revolte gegen seinen Vorgänger Husni Mubarak im Jahr 2011 vorgeworfen. Auch 14 weitere Spitzenfunktionäre aus der inzwischen verbotenen Muslimbruderschaft haben in dem selben Verfahren Haftstrafen zwischen 10 und 20 Jahren erhalten. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Mursi wurde im Jahr 2013 nach Massenprotesten gegen seine Regierung von der Armee gestürzt.


Ägypten stuft Hamas als Terrororganisation ein (28.02.2015)
Ein ägyptisches Gericht hat die radikalislamische Hamas als Terrororganisation eingestuft. Das Gericht wirft der Hamas vor, in mehrere Anschläge in Ägypten verwickelt gewesen zu sein, unter anderem auf der Sinai-Halbinsel. Vor einem Monat hatte dasselbe Gericht bereits den militärischen Flügel der Hamas, die Al-Kassam-Brigaden, zur Terrororganisation erklärt. Die Hamas reagierte empört und schockiert und denkt nun laut darüber nach, ob sie noch länger Ägypten als Vermittler im Konflikt mit Israel akzeptieren soll.

Die im palästinensischen Gazastreifen herrschende Hamas gilt als ein Ableger der Muslim-bruderschaft, welche mittlerweile in Ägypten ebenso als Terrororganisation gilt. Nach dem Sturz des gewählten Präsidenten Mohammed Mursi durch das ägyptische Militär und dem kurz darauf folgenden Machtwechsel im Juli 2013 kamen mehr als 1400 Unterstützer Mursis gewaltsam ums Leben. Die Justiz verhängte Hunderte Todesurteile.

Jetzt werfen die ägyptischen Behörden der Hamas vor, sie sei für einen Anschlag auf Sicherheitskräfte auf der Halbinsel Sinai mit verantwortlich, bei dem im Oktober 33 Menschen getötet wurden.


Ägypten reißt halb Rafah ab (05.02.2015)
Die Stadt Rafah liegt an der ägyptisch-israelischen Grenze. Die eine Hälfte gehört zum Gazastreifen, die andere liegt in Ägypten. Wegen der zahlreichen Anschläge auf dem Sinai möchte Ägypten zu radikalen Methoden greifen. Beabsichtigt ist, die halbe Stadt einzu-
ebnen. Ägypten plant auf seiner Seite der Grenze eine Pufferzone zu schaffen mit dem Ziel, den Schmuggel und die Anschläge von Militanten auf ägyptischem Gebiet, dem Sinai, zu verhindern. Die Armee hat lange Zeit den Schmuggel durch Hunderte Tunnel entlang der Grenze toleriert. Dank der Tunnel war auch die Versorgung der 1,8 Millionen Palästinenser in Zeiten einer offiziellen Blockade möglich. Derzeit riegelt Ägypten gemeinsam mit Israel den Gazastreifen weitgehend ab. Für die Eskalation auf dem Sinai und die jetztige Entscheidung macht Ägypten zum Teil die in Gaza dominierende Hamas-Organisation verantwortlich. Der ägyptische Gouverneur für den Nord-Sinai hat nun angekündigt, den gesamten ägyptischen Teil der Stadt Rafah abreißen zu wollen. Experten gehen davon aus, dass die Pufferzone auf ägyptischer Seite bis zu fünf Kilometer breit werden könnte. ein Lösung für die verbliebenen Bewohner und deren Angehörige auf palästinensischer Seite gibt es nicht. Daher denken viele darüber nach ins europäische Ausland zu fliehen.


Koordinierte Attacken auf dem Sinai (30.01.2015)
Bei einem koordinierten Angriff von Islamisten auf mehrere Einrichtungen von Polizei und Armee sind mindestens 30 Menschen getötet worden. Im Norden des Sinai wurde eine Militärkaserne, ein Polizeiclub und mehrere Kontrollposten angegriffen. Die Extremisten setzten Mörsergranaten ein und zündeten Autobomben und andere Sprengsätze ein. Zu den Attentaten bekannte sich nun die Gruppe "Provinz Sinai", früher unter dem Namen "Ansar Beit al-Makdis" bekannt. Erst im November 2014 schwor die Terrormiliz dem selbsternannten Kalifen des selbsternannten "Islamischen Staats" ihre Treue.


Ausnahmezustand im Sinai (25.10.2014)
Nach zwei Anschlägen auf das Militär mit mindestens 30 Toten, hat Ägypten nun über einen Teil der nördlichen Sinai-Halbinsel für drei Monate den Ausnahmezustand verhängt. Nach Medienberichten war zunächst eine Autobombe an einem Kontrollpunkt explodiert. Stunden später hätten Extremisten dann das Feuer eröffnet. Insgesamt wurden mindestens 30 Soldaten getötet und 29 verletzt. Zu den Angriffen hat sich die islamistische Terrorgruppe Ansar Beit al Makdis bekannt, die Al Kaida nahesteht. Seit Jahren geht das ägyptische Militär auf der Sinai Halbinsel gegen islamistische Milizen und Schmugglerbanden vor, die sich nach den arabischen Aufständen und nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Husni Mubarak 2011 dort breitgemacht haben.


683 Mursi-Anhänger zum Tode verurteilt (28.04.2014)
Ein Gericht in der oberägyptischen Stadt Minia hat in dem wohl größten Massenprozess in der Geschichte Ägyptens 683 Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi zum Tode verurteilt. Unter den Verurteilten ist auch das Oberhaupt der Muslimbruderschaft, Mohammed Badie. Die Todesurteile müssen nun noch vom ägyptischen Mufti bestätigt werden. Die Anwälte der Verurteilen haben angekündigt, in Berufung zu gehen. Die Verurteilten hatten am 14. August 2013 in der Provinz Minia gegen die Entmachtung des aus den Reihen der Muslimbruderschaft stammenden Präsidenten Mursi gewaltsam demon-
striert. Ihnen wird weiterhin vorgeworfen, eine Polizeistation gestürmt und einen Polizisten getötet zu haben. Außerdem sollen sie Waffen gestohlen und Gesinnungsgenossen gewaltsam befreit haben.

Am 24. März hatte das Gericht bereits in einem Schnellverfahren 529 Menschen zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde nun aber von Richtern teilweise korrigiert. 492 der damals verurteilen Mursi-Anhänger bekommen nun Haftstrafen. Gegen 37 Männer bleibt das Todesurteil jedoch bestehen. Seit Monaten geht die militärische Führung Ägyptens mit äußerster Härte gegen die Muslimbrüder und andere islamistische Gruppierungen vor. Derzeit sitzten noch mehrere tausend Islamisten in ägyptischen Gefängnissen, teilweise ohne verurteilt worden zu sein. Im Dezember waren die Muslimbrüder in Ägypten zu einer terroristischen Vereinigung erklärt worden.


20 Journalisten unter Terrorverdacht (29.01.2014)
20 Journalisten des Senders Al Dschasira müssen sich wegen Terrorismusverdachts vor einem Gericht in Ägypten verantworten. Die meisten der Beschuldigten gehören der Muslimbruderschaft an. Vier Beschuldigten wird vorgeworfen, die islamistische Organisation mit Ausrüstung und Informationen unterstützt und "das Bild Ägyptens im Ausland verzerrt" zu haben.

Regierung vermeldet 95 % Zustimmung (16.01.2014)
Ägyptens Wähler haben nach Regierungsangaben mit großer Mehrheit für eine neue Verfassung des Landes gestimmt. Der Zuspruch bei der Volksbefragung lag bei 95 Prozent. Die Muslimbruderschaft hatte dagegen zu einem Boykott des Referendums aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag bei 55 %. Die neue Verfassung enthält Fortschritte bei Bürger- und Frauenrechten, stärkt zugleich aber auch die Sonderstellung und den politischen Einfluss der Armee. Das Referendum gilt auch als Stimmungstest für Armeechef Abdel Fattah al Sisi, der als neuer starker Mann Ägyptens auch bereit ist, für die kommende Präsidentenwahl zu kandidieren, falls dies das Volk wünscht.


Hartes Vorgehen gegen Muslimbrüder (04.1.2014)
Bei den schwersten Unruhen in Ägypten seit 2 Monaten sind 17 Menschen getötet worden. Etwa 70 Menschen wurden verletzt, unter ihnen auch 17 Polizeibeamte. Zu den Protesten hatte die Anti-Militärputsch Allianz aufgerufen. Ihre Mitglieder sind überwiegend Mitglieder und Sympathisanten der Muslimbruderschaft.

Aus für vier TV-Sender in Ägypten (03.09.2013)
Ein ägyptisches Verwaltungsgericht hat die Schließung von vier Fernsehsendern angeordnet, darunter auch Al-Dschasira-Live-Ägypten, die allesamt in der Vergangenheit positiv über die Muslimbruderschaft berichtet hatten. Betroffen sind auch die Sender Al-Kuds TV, Ahrar 25 und Jarmuk. Bereits am Montag war der Sender Al-Hafes dicht gemacht worden. Dieser hatte immer wieder radikale islamistische Prediger eingeladen, die über das Fernsehen offenbar Hass" gegen koptische Christen verbreitet und zudem versucht haben, die "nationale Einheit zu untergraben. Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch die Armee Anfang Juli sind bereits dutzende Führungspersönlichkeiten der Muslimbruderschaft festgenommen worden. Der gesamten Organisation droht inzwischen ein Verbotsverfahren.

Muslimbrüdern droht Verbotsverfahren (02.09.2013)
Eine Kommission ägyptischer Richter hat die Auflösung der Organisation der Muslimbruder vorgeschlagen und empfahl der Regierung einen Verbotsantrag beim Obersten Verwaltungsgericht. Anlass für den Vorstoß sin die zahlreichen Rechtsverletzungen der Muslimbruderschaft. Inzwischen ist ein Großteil der Führungsriege der Muslimbruderschaft inhaftiert. Mursi selbst soll vor einem Strafgericht wegen Aufstachelung zur Gewalt angeklagt werden. Von 1954 bis zum Sturz des Machthabers Husni Mubarak im Frühjahr 2011 war die älteste ägyptische Islamistenvereinigung offiziell verboten. Erst nach der Ära Mubarak hatte man der Muslimbruderschaft erlaubt, politisch aktiv zu werden und ihre Partei für Freiheit und Gerechtigkeit gründen.


Abgesagte Kundgebung und ein Appell (18.08.2013)
Die Lage zumindest in der Hauptstadt Kairo hat sich etwas beruhigt. Die Muslimbruderschaft hat eine geplante Protestaktion auf dem Roxy-Platz in Kairo abgesagt, weil man sich um die Sicherheitslage sorge. Auf den Dächern der umliegenden Häuser seien "Schläger und Scharfschützen" gesichtet worden. Alle anderen Märsche in Kairo sowie eine Kundgebung vor dem Verfassungsgericht würden aber wie geplant stattfinden, so die Muslimbruder-schaft. In der Provinz Al Buheira kam es hingegen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern von Ex-Präsident Mursi. Armeechef Sisi kündigte an, weiter hart gegen gewaltbereite Islamisten vorzugehen. Gleichzeitig forderte er die Islamisten auf, sich wieder am politischen Prozess zu beteiligen. Am Samstag hatte die Polizei die Al-Fath-Moschee im Zentrum Kairos geräumt. Dort hatten sich zahlreiche Mursi-Anhänger über Nacht verbarrikadiert. Nach der Stürmung der Moschee wurden zahlreiche Menschen verhaftet. Seit der Eskalation der Gewalt nach der Räumung zweier Protestlager der Islamisten am vergangenen Mittwoch sind Schätzungen zufolge mindestens 800 Menschen getötet worden.

Relativ ruhige Nacht in Kairo (15.08.2013)
In Kairo herrscht eine nächtliche Ausgangssperre. Dank dieser hat sich die Lage nach der gestrigen Eskalation etwas beruhigt. In der südägyptischen Stadt Assiut sollen Islamisten eine Polizeistation mit Mörsergranaten beschossen haben. Dabei wurden mehrere Polizisten verletzt. Ebenfalls in der Provinz Assiut soll auch ein Gotteshaus koptischer Christen niedergebrannt worden sein.

Bei den Kämpfen am Mittwoch sollen bei der Räumung der islamistischen Protestlager weit mehr Menschen verletzt und ums Leben gekommen sein als bisher angenommen. Nach jüngsten Angaben der Behörden sollen mindestens 327 Menschen getötet worden sein. Es ist weiterhin die Rede von ca. 2000 Verletzten. Die Muslimbruderschaft gibt weit höhere Opferzahlen an.

Die Folgen für den Tourismus (15.08.2013)
Branchenführer TUI berichtet, dass die Nachfrage für Ägypten zuletzt deutlich zurückgegangen ist. Dennoch gebe es noch keine Storno- oder Umbuchungswelle. Nach Angaben des deutschen Reiseverbands (DRV) hatten 2012 noch etwa 1,2 Millionen Bundesbürger in dem Land Urlaub gemacht. Das Auswärtige Amt rät derzeit von Reisen nach Ägypten ab, insbesondere nach Kairo, in die Touristenzentren in Oberägypten (Luxor, Assuan, Nilkreuzfahrten) und in das Nildelta. Der Tourismus ist Ägyptens wichtigste Einnahmequelle. Die Touristengebiete am Roten Meer auf der Festlandseite Ägyptens und auf dem Sinai im Küstenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba sind von der Reisewarnung ausgenommen.


Radikalisierung als Strategie des Militärs? (15.08.2013)
Im Interview mit der Tagesschau sagte Stefan Roll, Mitarbeiter der Forschungsgruppe "Naher/ Mittlerer Osten und Afrika" der Stiftung Wissenschaft und Politik, dass weite Teile der Bevölkerung die derzeitige Radikalisierung gut heißen würden.

Nach Ansicht von Stefan Roll genießt die Armee derzeit noch den Rückhalt in der Bevölkerung, doch dies könnte sich schnell ändern, falls sich die wirtschaftliche Situation erheblich verschlechtert. Die Bevölkerung sehne sich derzeit nach dem starken Mann, der wieder für Frieden und Sicherheit im Land sorge. Stefan Roll ist der Meinung, dass die Zukunft Ägyptens auch davon abhänge wie sich die wirtschaftliche Situation im Land entwickelt. Der Tourismus sei zwar zum Erliegen gekommen aber solange die Golfländer bereit sind, Ägypten mit Krediten von bis zu 12 Mrd. Dollar über Wasser zu halten, solange könne die momentane Situation weiter gehen. Von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit wollen derzeit viele Ägypter nichts wissen.


Muslimbrüder stürmen Gouverneurssitz (15.08.2013)
Einige Hundert Muslimbrüder haben den lokalen Gouverneurssitz Gizeh nahe Kairo in Brand gesetzt. In der zweitgrößten Stadt Alexandria versammelten sich Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi zu einem Protestmarsch. Die Muslimbrüder kündigten an, nicht eher einzulenken bis Mohammed Mursi wieder an der Macht ist. Als Reaktion auf die Eskalation der Gewalt haben die USA ein gemeinsames Militärmanöver mit Ägypten erst einmal abgesagt. Weitere Schritte wie beispielsweise das Einfrieren der milliardenschweren Militärhilfe sollen vom Nationalen Sicherheitsrat überdacht werden. Nach der jüngsten Eskalation erneute das Auswärtige Amt seine Reisewarnung nun auch für ganz Ägypten.

Besorgnis und Empörung (14.08.2013)
Bundesaußenminister Guido Westerwelle verurteilte das Vorgehen der Sicherheitskräfte und appelierte an die ägyptischen Behörden, friedliche Proteste zuzulassen. Auch Die US-Regierung kritisierte die Rückkehr zu Nostandsgesetzen scharf und forderte von der ägyptischen Übergangsregierung, grundlegende Menschenrechte wie die Versammlungsfreiheit und die Rechtsstaatlichkeit zu achten. Dennoch wollen die USA zunächst noch keine Partei für irgend jemanden in dem Konflikt ergreifen. Noch in der vergangenen Woche hatte Außenminister John Kerry den Umsturz in Ägypten als "Wiederherstellung zur Demokratie" bezeichnet und dafür viel Kritik erhalten. Nun appellierte Kerry eindringlich an alle Konfliktparteien, eine politische Lösung zu finden.


Viele Tote, neue Proteste (14.08.2013)
Nach Sonnenaufgang hat die ägyptische Polizei mit Bulldozern und schwerem Gerät zwei Protestlager gewaltsam geräumt. Bei der Erstürmung der Camps kamen offensichtlich zahlreiche Personen ums Leben. Die Angaben über die Zahl der Opfer gehen jedoch weit auseinander. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sprach zunächst von mindestens 124 Toten. Das Gesundheitsministerium sprach von landesweit mindestens 56 Toten. Mitglieder der Muslimbrüder vermeldeten sogar zuletzt 300 bis 500 getötete Demonstranten und Tausende Verletzte. Um die Bewegungsfreiheit möglicher Protestgruppen einzuschränken wurde für eine bestimmte Zeit der Zugverkehr unterbrochen und der Flughafen abgeriegelt.

Um ihre Wut über die gewaltsame Räumung von zwei Protestlagern in Kairo auszudrücken, kam es in mehreren Städten Ägyptens zu Zwischenfällen. In Alexandria blockierten Islamisten die Uferstraße. In der nördlichen Küstenstadt Marsa Matruh wurde ein Verwaltungsgebäude von Mursi-Anhängern gestürmt. Ebenso wurde auch ein Verwaltungsgebäude in Al Arisch von bewaffneten Islamisten eingenommen. Besetzt wurden unter anderem die Steuerbehörde und die Telefonzentrale.

Protestcamps offenbar vor Räumung (13.08.2013)
Die Übergangsregierung hatte bereits mehrfach Räumungen angekündigt, diese dann aber immer wieder verschoben, um ein Blutvergießen zu vermeiden. Diesmal möchte sie aber ihre Drohnung wahr machen. Bei Protestmärschen von Mursi-Anhängern ist es unterdessen erneut zu Krawallen gekommen. Beim Versuch ins Innenministerium einzudringen, sind sie von der Polizei zurückgedrängt worden. Tränengas kam zum Einsatz. Vor einem anderen Ministerium sind offensichtlich Demonstranten, die der Muslimbruderschaft nahestehen, von Ladeninhabern und Passanten verprügelt worden.

"Entweder Mursi oder der Tod" (12.08.2013)
Die ägyptische Armee hat nun wie angekündigt im Kairoer Stadtteil Nasr City eine Zugangsstraße zu einem der beiden Protestlager blockiert. Die Mursi Anhänger deren Devise "Entweder Mursi oder der Tod" ist, hausen in in Bretterbuden und Zelten. Inzwischen haben sie als Barrikaden Schutzwälle aus Betonmauern, Pflastersteinen und Sandsäcken errichtet. Seit neuestem sind auch mannshohe, geschweißte Stahlschilder zu sehen. In Augenhöhe befinden sich Sehschlitze oder Schießscharten. Zu Kompromissen ist man hier nicht bereit.
In den Protestcamps hat man sich gut eingerichtet. Inzwischen steht eine Feldklinik, eine Apotheke, kleinere Supermärkte und sogar ein Kinderspielplatz mit Pool zur Verfügung. Die Demonstranten zeigen sich uneinsichtig. Man ist zu allem bereit; sie scheinen das Martyrium Verhandlungen vorzuziehen.

In der Übergangsregierung werden zwei Strategien zur Räumung der Protestlager offen diskutiert. Die ein Strategie zielt auf die Austrocknung der Bewohner der Protestcamps. Man möchte die in den Protestcamps ausharrenden Bewohner von der Strom- und Wasserver-sorgung abschneiden.


Verletzte bei Protesten nahe Kairo (09.08.2013)
Südlich der ägyptischen Hauptstadt Kairo kam es zu schweren Straßenschlachten. Dutzende Menschen wurden verletzt. Nach den Freitagsgebeten waren erneut Zehntausende auf die Straße gegangen, um für die Wiedereinsetzung Mursis zu demonstrieren. Offenbar haben militante Islamisten versucht eine Stellung der ägyptischen Armee auf dem Sinai unter ihre Kontrolle zu bringen, um einen Raketenabschuss auf israelisches Gebiet vorzubereiten. Die israelische Luftwaffe konnte dem jedoch zuvorkommen und die gewaltbereiten Dschihadisten rechtzeitig ausschalten.


EU und USA verlangen Dialog (08.08.2013)
US-Außenminister John Kerry und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton haben die Konfliktdateien aufgefordert, zu einem friedlichen Dialog zurück zu kehren. Die beiden bezeichneten die Lage in Ägypten als sehr fragil und bedauerten zugleich, dass beide Seiten noch keinen Weg gefunden haben, den gefährlichen politischen Stillstand zu durchbrechen und vertrauensbildende Maßnahmen einzuleiten. Erst am Tag zuvor hatte die ägyptische Präsidentschaft die Vermittlungs-bemühungen diverser Diplomaten aus der EU und den USA für gescheitert erklärt. Seit dem Sturz des islamistischen Staatschefs Mohammed Mursi durch das Militär ist die Lage in Ägypten stark polarisiert. Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Islamisten sind bis-lang mehr als 250 Menschen getötet worden. Die Muslimbrüder beharren auf einer Wiederein-setzung Mursis. Die Übergangsregierung ist nicht gewillt die Protestlager der Muslimbruderschaft in Kairo zu akzeptieren. Insofern ist ein gewaltsamer Konflikt nahezu unausweichlich.


"Wir vertrauen auf Gott" (04.08.2013)
Viele Anhänger Mursis sind überzeugt, dass es Gottes Willes ist, dass Mursi als Staatsoberhaupt wieder eingesetzt wird. Im Südwesten Kairos musste die Polizei eingreifen, als wütende Islamisten Gebäude privater Fernsehsender in Media-City angriffen. Die Randalierer warfen Stein und Brandsätze und versuchten in die Redaktionsräume zu gelangen. Ansonsten blieb es gestern Abend und in der Nacht bei den Protesten der Anhänger Mursis weitgehend ruhig. Ägyptens Vizepräsident Mohammed ElBaradei stellte in einem Interview mit der Washington Post klar, dass man nicht die Muslimbruderschaft politisch ausschließen wolle, sondern lediglich nicht mehr gewillt sei, ein übermächtiges Staatsoberhaupt zu billigen, wie Mursi es zuletzt verkörperte.

Trügerische Ruhe in Kairo (04.08.2013)
Die Muslimbrüder möchten in Ägypten mit Massenprotesten die Wiedereinsetzung Mursis durchsetzen. Tausende Anhänger harren weiterhin in Protestcamps in Kairo aus. Es wird vermutet, dass sich in den Protestcamps in Kairo auch hochrangige Muslimbrüder verstecken, die mit Haftbefehl gesucht werden. Man möchte nicht locker lassen mit der Forderung nach Freilassung des gestürzten Präsidenten und dessen Wiedereinsetzung als Staatsoberhaupt. Um ihrer Forderung Gehör zu verschaffen, sind viele auch bereit zu sterben. Freiwillig räumt wohl keiner das Protestcamp, nur unter Zwang. Die Ruhe trügt, denn die geplante Räumung steht kurz bevor.


Mit Tränengas gegen Islamisten (02.08.2013)
In der Hauptstadt Kairo ist die ägyptische Polizei mit Tränengas gegen Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi vorgegangen. Anhänger Mursis hatten sich vor einem Medienkomplex versammelt, um gegen die aus ihrer Sicht einseitige Berichterstattung der Medien zu protestieren. Fakt ist, dass die meisten Medien den Sturz Mursis durch das Militär am 3. Juli unterstützen. Während Vertreter der Sicherheitskräfte betonen, dass die Demonstranten zuvor den Gebäudekomplex angegriffen hätten, erklärte die Partei für Gerechtigkeit und Freiheit der Muslimbrüder ihre Anhänger seien während friedlicher Proteste vor dem Gebäudekomplex mit Tränengasgranaten beschossen worden. In der Hauptstadt Kairo, der Hafenstadt Alexandria sowie in Al Scharkija und Al Arisch protestierten Tausende für die Wiedereinsetzung Mursis. Im östlichen Stadtteil Heliopolis versammelten sich Tausende Demonstranten, bauten Zelte auf und blockierten den Verkehr. Zwar ist vorerst keine Räumung vorgesehen, doch die Sicherheitskräfte versuchen, den Zugang zu den Protestcamps zu sperren. Demnach können Menschen die beiden Lager in Kairo zwar verlassen, aber nicht mehr betreten.

Westerwelles diplomatische Mission (01.08.2013)
Bundesaußenminister Guido Westerwelle ist nach Ägypten gereist um mit Übergangspräsident Mansu zu sprechen. Er betonte, dass friedliche Lösungen des Ausgleichs gefunden werden müssten. Des weiteren ermahnte er die Übergangsregierung auf Gewalt zu verzichten und einen demokratischen Neuanfang mit Wahlen zu ermöglichen.

Zugleich stellte er klar, dass künftige deutsche Finanzhilfen an demokratische Fortschritte geknüpft werden. Unterdess haben sich Mursi-Anhänger in mehreren Protestcamps verbarrikadiert. Für Freitag hat die Muslimbruderschaft zu neuen Demonstrationen aufgerufen. Um eine Eskalation zu verhindern, hat die ägyptische Regierung den Mursi-Anhängern freies Geleit und Schutz angeboten, wenn sie ihre Stellungen vor einer Moschee in Nasr City im Osten Kairos und vor der Universität in Giseh friedlich verlassen.


Auch Obama schickt Vermittler (31.07.2013)
Im Auftrag von US-Präsident Barack Obama sollen die beiden republikanischen Senatoren McCain und Graham nach Kairo reisen um im Konflikt zu vermitteln. Die beiden Politiker sind beauftragt unter anderem auf eine rasche Übertragung der Macht an eine demokratisch gewählte Regierung zu drängen. Bereits zu Wochenbeginn war die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton zu Gesprächen nach Kairo gereist. Immer wieder ziehen tausende Mursi-Anhänger durch die Straßen Kairos. Die Muslimbruderschaft sieht in der Absetzung Mursis einen "Militärputsch" und demonstriert seit Wochen dagegen.


Regierung lässt Protestlager räumen (31.07.2013)
Tausende Anhänger des islamistischen Ex-Präsidenten belagern die Plätze nahe einer Moschee in der Vorstadt Nasr City sowie vor der Universität Kairo. Die andauernden Proteste sowie die Sitzblockaden seit dem Sturz Mursis durch das Militär am 3. Juli werden als "inakzeptable Bedrohung" der nationalen Sicherheit angesehen. Daher hat die ägyptische Übergangsregierung nun das Innenministerium ermächtigt, zwei Protestcamps der Anhänger Mohammed Mursis in Kairo zu räumen. Ein weiteres Blutvergießen wird befürchtet. Am Samstagmorgen bereits waren bei der Räumung einer Sitzblockade auf einer Straße zum Flughafen nahe der Moschee mehr als 70 Menschen getötet worden. Unterdessen hat die ägyptische Staatsanwaltschaft Anklage gegen drei Führer der Muslimbruderschaft wegen Aufhetzung zu tödlicher Gewalt erhoben. Angeklagt sind Mohammed Badia, der spirituelle Führer der Muslimbrüder, sein Stellvertreter Chairat al Schater sowie der ranghohe Muslimbruder Raschad Bajumi. Badia ist derzeit auf der Flucht vor der Justiz.

USA fordern Zurückhaltung (28.07.2013)
US-Außenminister John Kerry zeigte sich tief besorgt über die anhaltenden Unruhen in Ägypten und forderte die ägyptische Führung auf, das Recht auf friedliche Versammlung und Meinungsfreiheit zu respektieren. Anhaltende Sitzblockaden gehörten seiner Meinung nach auch zum Demokratie-verständnis. Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Anhängern des gestürzten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi in Kairo sind nach Behördenangaben 72 Menschen ums Leben gekommen. Bei den Kämpfen am Freitag und Samstag sind allein insgesamt 792 Menschen verletzt worden. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon betonte ebenso wie US-Außenminister John Kerry das Recht auf Versammlung und freie Meinungsäußerung. Zudem forderte er die ägyptische Führung auf, Mursi und weitere inhaftierte Führer der Muslimbruderschaft unverzüglich freigzulassen und deren Anklagepunkte in einem transparenten Verfahren zu überprüfen.

Tote und Verletzte nach Krawallnacht (27.07.2013)
Nach CNN"-Angaben kamen am frühen Samstagmorgen in Nasr City in Kairo 75 Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi ums Leben. Etwa 1.000 Menschen sollen verletzt worden sein. Doch über die genauen Opferzahlen herrscht jedoch Unklarheit Die Lage in Kairo war erneut eskaliert, als die Polizei versuchte, eine Sitzblockade von Mursi-Anhängern in dem Stadtteil Nasr City gewaltsam aufzulösen. Auch in anderen Teilen Ägyptens kam es zu Demonstrationen und gewalttätigen Auseinandersetzungen. In Alexandria lieferten sich Gegner und Anhänger Mursis Straßenschlachten. Dabei kamen 7 Menschen ums Leben, mehr als Hundert wurden verletzt.
Am Wochenende könnte der Konflikt noch weiter eskalieren denn Samstagabend läuft ein 48-Stunden-Ultimatum des Militärs ab, welches die Islamisten auffordert, sich bis dahin am sogenannten Versöhnungsprozess zu beteiligen. Ex Präsident Mursi, der derzeit vom Militär an einem unbekannten Ort festgehalten wird, sitzt seit Freitag auf richterliche Anweisung formell in Untersuchungshaft. Die USA möchte nun doch trotz der widersprüchlichen Lage in Ägypten an seiner milliardenschweren Militärhilfe festhalten. Man befürchtet ansonsten eine Destabilisierung Ägyptens, das ein Nachbarland des US-Verbündeten Israel ist.


Machtkampf zwischen Armee und Islamisten (26.07.2013)
Erneut kam es in Ägypten zu gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Anhängern und Gegnern des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi. In Alexandria wurden vier Menschen getötet und mehr als 50 verletzt. Auf dem Tahrir-Platz in Kairo versammelten sich Zehntausende Gegner Mursis aber auch die Mursi-Anhänger kamen in Kairo zu Tausenden zusammen. In vielen Teilen der Stadt sind Polizisten und Soldaten im Einsatz. Panzer sichern einen Eingang zum Tahir-Platz. Zusätzlich kreisen Hubschrauber der Armee im Tiefflug.

Anspannung in Ägypten (26.07.2013)
Gegen Ex-Präsident Mursi hat die ägyptische Justiz nun Untersuchungshaft verhängt. Es soll geprüft werden, ob und wie Mohammed Mursi möglicherweise in Angriffe auf die Polizei und ein Gefängnis durch Mitglieder der palästinensischen Hamas-Bewegung verstrickt ist. Die angekündigte Untersuchungshaft für Mursi dürfte die angespannte Lage im Land weiter verschärfen. Polizei- und Armeeeinheiten befinden sich in höchster Alarmbereitschaft.

Armee verlangt Unterstützung vom Volk (24.07.2013)
Armeechef Abdel Fattah hat seine Landsleute zu Solidaritätsdemonstrationen mit dem Militär aufgerufen. Die Lage in Ägypten ist äußerst angespannt. Gegner und Anhänger des Ex-Präsidenten liefern sich immer wieder Straßenschlachten. Inzwischen rücken auch ursprüngliche Unterstützer des Militärputsches von den neuen Machthabern ab, da das Blutvergießen unvermindert weiter geht. Eine Versöhnung ist in weiter Ferne.

EU verlangt Freiheit für Mursi (22.07.2013)
Bei neuen gewaltsamen Auseinandersetzungen kam am Montag ein Mann gewaltsam ums Leben. In der Nacht zu Dienstag wurde ein weiterer Mann getötet. Etwa 40 Menschen wurden verletzt. DIe EU hat nun die ägyptische Führung aufgerufen, alle politischen Gefangenen freizulassen, einschließlich Mohammed Mursi. Dessen Familie spricht von gewaltsamer Entführung durch das Militär.

Sieben Tote bei Krawallen in Kairo (16.07.2013)
Bei erneuten nächtlichen Straßenschlachten in Ägypten sind offenbar 7 Menschen ums Leben gekommen. Zwei von ihnen starben auf einer Brücke in der Innenstadt von Kairo und fünf im Stadtbezirk Giza. Mehr als 250 Personen wurden verletzt. Diesmal waren in der Nacht Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi in Kairo auf die Straße gegangen. Sie warfen Steine und wurden von der Polizei mit Tränengas auseinander getrieben. Mehr als 400 Menschen wurden festgenommen.

Haftbefehle gegen Muslimbrüder (10.07.2013)
Die ägyptische Staatsanwaltschaft hat nach den schweren Krawallen mit mehr als 50 Toten am Montag in Kairo Haftbefehl gegen den Chef der Muslimbruderschaft und neun weitere führende Mitglieder erlassen. Mohammed Badie, seinem Stellvertreter Mahmut Essat und acht weiteren Funktionären der islamistischen Gruppe von Ex-Präsident Mohammed Mursi wird vorgeworfen zur Gewalt aufgerufen zu haben. Ägyptens neuer Regierungschef Hasem al Beblawi hat unterdessen der Muslimbrüderpartei angeboten, einige Kabinettsposten zu besetzen, doch diese hat bislang entschieden abgelehnt. Die Muslimbruderschaft erkennt die Absetzung Mursis nicht an und fordert die Rehabilitierung des ehemaligen Präsidenten.

Ein Komplott der Muslimbrüder? (10.07.2013)
Vor einer Militäreinrichtung wurden zahlreiche Anhänger der Muslimbruderschaft und mehrere Soldaten durch Schusswechsel getötet. Es gab 50 Tote und mehr als 300 Verletzte. Es wird von Oppositionellen gemutmaßt, dass die Schießerei am Morgen ein Komplott der Muslimbrüder war um das Militär zu diskreditieren.


ElBaradei ist offenbar aus dem Rennen (07.07.2013)
Der Oppositionspolitiker ElBaradei, der zunächst als Interimspremier gehandelt worden war, ist aus dem Rennen. Die ultrakonservative salafistische Al Nur-Partei boykottierte ihn. Man bezweifelte, dass ElBaradei in der Lage sei, die Gräben innerhalb der ägyptischen Gesellschaft zu schließen. Die besten Chancen Übergangsregierungschefs zu werden, hat nun Adel Al Lebban, ein Bankdirektor.
Unterdessen hat es einen neuen Anschlag auf eine Gaspipeline auf der Halbinsel Sinai gegeben.

Heftige Straßenschlachten in Kairo (05.07.2013)
Anhänger und Gegner des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi haben sich im Stadtzentrum von Kairo heftige Straßenschlachten geliefert. In der Nähe einer Brücke über den Nil flogen Feuerwerkskörper und Steine. Bei einer Kundgebung meldete sich überraschend der Führer der Muslimbruderschaft, Mohammed Badie, zu Wort. Dieser forderte vor zahlreichen Anhängern der Muslimbruderschaft die sofortige Wiedereinsetzung Mohammed Mursis in sein Amt. Am Donnerstag hatten Sicherheitsbehörden noch seine Verhaftung mitgeteilt. Offenbar hat die ägyptische Staatsanwaltschaft die Freilassung von Saad al Katatni und Raschad al Bajumi angeordnet.
Vor dem Hauptquartier der Republikanischen Garde sind offenbar Warnschüsse gefallen. Von Sicherheitskräften wurde Tränengas eingesetzt. Möglicherweise vermuten die Demonstranten, dass in der Mililtäreinrichtung Mursi festgehalten wird.

Übergangspräsident Mansur vereidigt (04.07.2013)
Der Präsident des Verfassungsgerichts, Adli Mansur, ist in Kairo als Übergangspräsident vereidigt worden. Ein Kabinett unter Mansur soll Neuwahlen für das Amt des Präsidenten ebenso wie für das Parlament vorbereiten. Einen konkreten Termin für Neuwahlen gibt es jedoch noch nicht. Die unter dem Einfluss von Islamisten ausgearbeitete Verfassung ist aber erst einmal ausgesetzt worden. Aufgabe der neuen Übergangsregierung soll es sein, Verfassungsänderungen auszuarbeiten. Ein Sprecher der Muslimbruderschaft, Gehad el Haddad verlautbarte, dass Mursi mit größter Wahrscheinlichkeit im Hauptquartier der Präsidentengarde festgehalten wird. In der Nacht feierten Hunderttausende Menschen auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo den Sturz Mursis. Anhänger Mursis demonstrierten in einem Vorort Kairos, von Sicherheitskräften abgeschirmt, gegen den Sturz des Präsidenten.


Die Verlierer der zweiten Revolution (04.07.2013)
Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi ist gestürzt. Unter Arrest sind der Chef der Partei für Freiheit und Gerechtigkeit, des politischen Arms der Muslimbrüder, Saad al Katatni, sowie ein Vize-Chef der Muslimbrüder, Raschad Bajumi. Auch der Chef der islamistischen Muslimbrüder, Mohammed Badie, muss sich vor Gericht verantworten. Ihm wird Anstiftung zur Tötung von Demonstranten" vorgeworfen. Mursi selbst steht an einem unbekannten Ort unter Hausarrest. Der jetzt zum Übergangspräsident ernannte Chef des Verfassungsgerichtes, Adli Mansur, möchte dennoch die Muslimbruderschaft ebenso wie andere islamistische Gruppen nicht ins Abseits rücken. Sie werden von Mansur als Teil der Nation angesehen und sind daher eingeladen, an der politischen Gestaltung Ägyptens mitzuwirken. Für Freitag sind die Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi zu einer friedlichen Demonstration aufgerufen. Al Beltagi, ein hochrangiger Muslimbruder verurteilte das Eingreifen der Armee als einen Militärputsch.

Der Mann, der Mursi absetzte (04.07.2013)
Armeechef Sisi im Porträt
Der 58-jährige Militärchef Abdel Fattah al Sisi wurde im August 2012 von Präsident Mohammed Mursi zum Verteidigungsminister und Armeechef Ägyptens ernannt. Vor seiner Ernennung leitetete der Generaloberst den Militärgeheimdienst. Nach dem Abgang Mubaraks gehörte er dem Obersten Militärrat an, der für eine Übergangszeit die Macht im Land übernahm. Fattah al Sisi sieht das Militär als stabile Säule des Staates, als Garant für Sicherheit und Ordnung. Für ihn steht das Militär klar über der Politik.

USA überdenken Militärhilfe für Ägypten (04.07.2013)
US-Präsident Barack Obama ordnete an, die US- Auslandshilfe für Ägypten, die bislang überwiegend an das Militär fließt, zu überprüfen. Er beruft sich dabei auf Gesetze, nach denen die militärische Unterstützung für Ägypten gestoppt werden muss, wenn eine demokratisch gewählte Regierung durch einen Militärputsch gestürzt wird. Die USA finanzieren Ägypten mit rund 1,5 Milliarden Dollar jährlich. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich besorgt über das Eingreifen der Armee. Er rief die Übergangsregierung dazu auf, die zivile Ordnung in Übereinstimmung mit den Prinzipien der Demokratie rasch wiederherzustellen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle appelierte an alle politischen Kräfte im Land, den Weg in Richtung Demokratie fortzusetzen, auf Gewalt zu verzichten und auf Dialog zu setzen. Auch London und Paris zeigten sich zutiefst beunruhigt über den Militärputsch. Großbritanniens Außenminister William Hague erklärte, er unterstütze keine Militärintervention als Weg zur Konfliktlösung in einem demokratischen System. Saudi-Arabiens König Abdullah lobte dagegen als Monarch Saudi-Arabiens die "Weisheit und Vermittlung" des ägyptischen Militärs und gratulierte zugleich dem bisherigen Präsidenten des ägyptischen Verfassungsgerichts, Adli Mansur zu seiner Ernennung zum Übergangspräsidenten.

"Ägypten braucht eine Ruhephase" (04.07.2013)
Nach Ansicht des Nahostexperten Prof. Dr. Henner Fürtig " braucht Ägypten nach dem Sturz Mursis eine Ruhephase". Zu schnelle Neuwahlen seien in der derzeitigen Lage schädlich für das Land, weil die ägyptische Opposition noch zu schlecht organisiert sei und eine integrierende Persönlichkeit fehle, so Fürtig. Das Militär, das Mursi entmachtet hat, weist den Vorwurf des illegitimen Putsches weit von sich. Es beruft sich auf einen Paragraphen, nach dem es das Recht zum Eingreifen hat, wenn die nationale Sicherheit gefährdet ist. Angesichts von Hunderttausenden Demonstranten auf den Straßen und der zunehmenden Anzahl von Toten sieht zumindest Fürtig Interpretations-spielraum. Seiner Meinung nach hat das ägyptische Militär keine eigenen Machtinteressen.
Daher ist er zuversichtlich, dass die jetzt eingesetzte Übergangsregierung alle Voraussetzungen hat, eine neue Verfassung auszuarbeiten und Neuwahlen in absehbarer Zeit vorzubereiten.


<-- Mursi wird durch einen Militärputsch
entmachtet -->


(03. Juli 2013)
Das Ägyptische Militär entmachtet das Staatsoberhaupt Mursi.

weiter zurückliegende Artikel zu dem Geschehen in Ägypten - >




Fakten zu Ägypten:

Präsidialrepublik

Rücktritt des Präsidenten Muhammad Husni Mubarak am 11. Februar 2011

Staatsoberhaupt:
derzeit Militärrat

Vorsitzender des obersten Militärrates:
Mohammed Hussein Tantawi

Einwohner: 81.713.517 (2010)

Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner/km2
Bevölkerungswachstum: 1,8 % *
Lebenserwartung: 71, 6 Jahre*
Kindersterblichkeit
(pro 1000): 29,5 *

BSP/pro Einwohner: 1260 $ *
BIP: 443,7 Mrd. US-$ (2010)


*Werte von 2008


Es gilt das islamische Recht.
Die Scharia, ist die Hauptquelle
der Gesetzgebung

Bevölkerung:
Araber 99 %
sowie Nubier


Alphabetisierungsrate:
71,4 %

Aufgrund der niedrigen Bildungsausgaben für die Allgemeinheit hat sich ein privater Bildungssektor herausgebildet.


Aussenhandel (2006/2007)

Import: 38,9 Mrd. US-$
(Maschinen & Fahrzeuge, Brennstoffe, Nahrungsmittel, Vorerzeugnisse, chemische Produkte u.a.)

Export: 21,0 Mrd. US-$
( Brenn- und Schmierstoffe, Strom, Vorerzeugnisse, Nahrungsmittel u.a.)

Aussenhandel (2008/2009)
Import: 50,3 Mrd. US-$
Export: 25,2 Mrd. US-$



Land Wirtschaft-sektoren (Arbeit/ Beschäftigte) Wirtschafts-
sektoren (BIP)
Wirtschaft Religion/ Ethnien
Ägypten Erwerbs-tätigkeit

im Jahr 2006:

Landwirtschaft: 31%

Industrie:22%

Dienstleis-tungen: 47%
Aufteilung des BIP nach Wirtschafts-sektoren:
(2008)

14,7 % Landwirt-schaft,
35,5 % in der Indu-strie

49,8 % im Dienst-leistungs-sektor
Tourismus, Gast-arbeiterüber-
weisungen

Erdölgeschäft,
Erlöse aus der Benutzung des Suez-kanals
Islam Staatsreligion
90 % beken-nen sich zum sunnitischen Islam

koptische
Christen 9 %
andere Christen
1 %


Zum Vergleich: Wirtschaftsdaten von 2000/2001/2003/2004/2005

Land Erwerbstätigkeit
im Jahr 2003
Anteil der Wirtschaftsektoren am BIP
BIP/ Realer Zuwachs BIP
Bruttoinlandprodukt
Ägypten Landwirtschaft: 30%
Industrie:20%
Dienstleistungen: 50%

2002 arbeiteten
27 % aller Erwerbstätigen
in der Landwirtschaft,
21 % in der Industrie
52 % im Dienstleistungs-sektor

2000 arbeiteten
33,3  % aller Erwerbstätigen
in der Landwirtschaft,


Werte für 2005:
Landwirtschaft
15 %,
Industrie 36 %
Dienstleistungen 49%


Werte für 2004:
Landwirtschaft
15 %,
Industrie 37 %
Dienstleistungen 48 %

Werte für 2001:
Landwirtschaft 17 %,
Industrie 33 %
Dienstleistungen 50 %
89,369 Mrd. US-$ (2005)
4,9 % (r. Zuwachs) (2005)


78,796 Mrd. US-$ (2004)
4,2 % (r. Zuwachs) (2004)


98.476 Mrd. US-$ (2001)
4,5 % (r. Zuwachs) (1990-2001)






Ägypten im Umbruch nach dem Sturz Mubaraks
        (Mursis Machtergreifung in Kairo/Proteste der Opposition)

weitere Unruheherde Nordafrikas (Teil 3)
        (Tunesien, Algerien, Saudi-Arabien, Bahrain)

weitere Unruheherde Nordafrikas (Teil 5)
        (Bürgerkrieg in Libyen- Gaddafi gegen Regimegegner)

 

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