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Frankreich:

G7-Gipfel an der baskischen Atlantikküste
Im baskischen Biarritz lädt der französische Präsident Macron offiziell zum G7-Gipfel ein. Das G7- Treffen soll vom 24. bis 26. August im Seebad Biarritz stattfinden. Gewerbetreibende sind sauer, denn im Haupturlaubsmonat August machen viele einen guten Teil ihrer Einnahmen für das ganze Jahr. Der Gipfel wurde der Region einseitig aufgezwungen. Viele Kommununen fühlen sich überrumpelt. Auch wenn das G7-Treffen nur drei Tage sein wird, die Region wird polizeilich-militärisch wohl gute zwei Wochen besetzt sein.


26. Juli 2019
Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire verteidigt die neue Digitalsteuer als "Steuergerechtigkeit".

Frankreich verbittet sich die Einmischung der USA in nationale Steuerangelegenheiten. Der US-Präsident droht Frankreich dennoch mit "bedeutenden Vergeltungsmaßnahmen" und hat eine Untersuchung angeordnet. Diese soll die Auswirkungen dieses Gesetzes untersuchen und zugleich feststellen, ob das Gesetz diskriminierend oder unzumutbar ist.

Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer beklagt, dass die Digitalsteuer in unfairer Weise nur auf US-Konzerne abzielt.
Sollte die von den USA in Auftrag gegebene Untersuchung zu dem Ergebnis kommen, dass die neue Digitalsteuer den US-Handel behindert oder einschränkt, so könnte es zu Zöllen oder anderen Handelsrestriktionen gegenüber Frankreich kommen.


11. Juli 2019

Einführung einer nationalen Digitalsteuer

Der französische Senat hat trotz Drohungen aus den USA der Einführung einer nationalen Digitalsteuer zugestimmt. Die Steuer betrifft alle Konzerne, die mit ihren digitalen Aktivitäten einen weltweiten Jahresumsatz von mindestens 750 Millionen Euro und in Frankreich von mehr als 25 Millionen Euro erzielen. Vorallem international tätige Internet-Unternehmen aus den USA wie Google, Amazon, Facebook und Apple sind von der Steuer betroffen.

Frankreich hat mangels einer europäischen oder globalen Lösung im Alleingang eine Digitalsteuer eingeführt. Erst im März war eine EU-weite Digitalsteuer am Widerstand mehrerer Mitgliedsländer gescheitert. Die USA haben angekündigt, die Auswirkungen auf den US-Handel nun überprüfen zu wollen.



Europawahl 2019 Frankreich24. Mai 2019

Paketbombenanschlag in Lyon

Im Zentrum der ostfranzösischen Stadt Lyon ist am späten Nachmittag eine Paketbombe in einer Fußgängerzone in die Luft gegangen. Mindestens 13 Menschen wurden verletzt. Keiner davon glücklicherweise lebensgefährlich. Die Paketbombe war mit "Schrauben oder Bolzen" gespickt gewesen und vor einer Bäckerei abgestellt worden. Die Anti-Terror-Spezialisten der Pariser Staatsanwaltschaft habem die Ermittlungen aufgenommen.

Es wird nach einem Mann gefahndet, der kurz vor der Explosion ein Päckchen vor der Bäckerei niederlegte und anschließend mit einem Fahrrad floh.


8. April . 2019

"Grand débat" in Frankreich

Hunderttausende Franzosen haben sich an der von der Regierung vorgeschlagenen "großen nationalen Debatte" beteiligt.
Die Bürger Frankreichs konnten sich in örtlichen Treffen, online, mit E-Mails oder Briefen und in ausgelegten Büchern zu den Themen Ökologie, Steuern, öffentlicher Dienst und Demokratie äußern. Seit Januar hatte es landesweit mehr als 10.000 Diskussionsrunden gegeben. Ministerpräsident Philippe legte nun die Ergebnisse offen:

Demnach wünschten sich eine Mehrheit der Franzosen vor allem Steuersenkungen, doch nicht für alle, denn zugleich hatten sich viele Teilnehmer der ´GRAND DÉBAT´ für die Wiedereinführung der Vermögensteuer ausgesprochen. Auch befürworteten nicht wenige ein härteres Vorgehen des Staates gegen Steuerhinterziehung.
Ministerpräsident Philippe drängt nach der nationalen Debatte nun zur Eile und warnt bereits jetzt eindringlich vor einer Verschleppung durch die Politik. Noch vor Ostern will Macron nun konkrete Vorschläge zur Umsetzung der Ergebnisse vorlegen.

Die große nationale Debatte ist ein Reaktion Macrons auf die nicht endenden Gelbwesten- Proteste im Land. Zwar hatte sich die Zahl der teilnehmenden von November (280.000 Menschen) auf zuletzt 22.000 Menschen am vergangenen Samstag stark reduziert, doch noch immer herrscht offenbar unterschwellig Unmut im Land.


22. März 2019

Massive Gelbwesten-Proteste in Frankreich
Premier Philippe hatte bereits vergangenen Sonntag Fehler beim Pariser Sicherheitskonzept der vergangenen Wochen eingeräumt und von "Unzulänglichkeiten" bei der Polizei gesprochen. Doch allen Versprechungen zum Trotz hat es zum wiederholten Mal schwere Unruhen und Krawalle in Paris gegeben.

Erneut wurden Restaurants verwüstet und Läden geplündert. Zahlreiche Autos und Zeitungsstände brannten lichterloh. Der Unmut ist daher groß. Jetzt soll es personelle Konsequenzen geben. Der Pariser Polizei-präfekt Michel Delpuech muss seinen Posten räumen. Auch Rufe nach ein Rücktritt von Innenminister Christophe Castaner werden laut. Die Regierung prüft weitere Gesetzesverschärfungen und Macron zeigt sich entschlossen, eine Politik der Härte gegen Gewaltbereite zu verfolgen. Künftig sollen unter bestimmten Bedingungen, Gelbwesten-Proteste verboten werden können, insbesondere dann, wenn sich wieder extreme Gewalt abzeichnet. Die von Krawallen am stärksten betroffenen Plätze wie beispiels-weise die Champs-Élysées in Paris, der Platz Pey-Berland in Bordeaux und der Place du Capitole in Toulouse sollen dann für Demonstranten gesperrt werden können. Das französische Parlament hat bereits auf Initiative des rechten Lagers ein Gesetz für erleichterte Demonstrationsverbote und ein schärferes Vorgehen gegen Vermummte verabschiedet.


18. März 2019
Paris steht erneut in Flammen.
Nach den erneuten Plünderungen in Paris, steht die Regierung unter Druck. Die Opposition fordert eine härtere Gangart und Macrons Skiurlaub während der andauernden Proteste in Paris sorgt für Kritik. Premierminister Édouard Philippe hat mittlerweile eine gescheiterte Polizei-Taktik zugegeben und spricht von Besserung. Der Spitzenkandidat der konservativen Republikaner, François-Xavier Bellamy, forderte die Regierung auf, schnellstmöglich eine funktionierende Strategie vorzulegen.


24. Februar 2019
Streit um Waffenexporte in Drittstaaten
Der französische Finanz- und Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hat von Deutschland ein Entgegenkommen bei Waffenexporten in Drittstaaten gefordert, denn seiner Ansicht nach sei es nutzlos, gemeinsam Waffen herzustellen, wenn diese nicht exportiert werden könnten. Konkret geht es um den deutschen Rüstungsexportstopp für Saudi-Arabien, weil davon auch Gemeinschaftsprojekte betroffen sind. Frankreich hofft nun auf ein Einlenken Deutschlands im Streit.



19. Februar 2019
Tausende demonstrieren gegen Antisemitismus
Nach einer Welle antisemitischer Attacken sind in Frankreich Tausende auf die Straßen gegangen, um für Toleranz und gegen Rassismus zu demonstrieren. In Quatzenheim waren laut Präfektur rund 80 Gräber geschändet worden. Präfekt Jean-Luc Marx hatte daraufhin von einer "abscheulichen antisemitischen Tat gesprochen.
Erst in der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass es in Frankreich im vergangenen Jahr 541 antisemitische Vorfälle gegeben hat. Das waren fast drei Viertel (74 Prozent) mehr als im Jahr zuvor.


7. Februar 2019
Paris im Clinch mit Italiens Regierung
Bereits seit Monaten liegen die Regierungen von Paris und Rom über Kreuz. Nun hat Paris seinen Botschafter zurückgerufen. Jüngstes Ärgernis für die französische Regierung war ein Treffen von Italiens stellvertretendem Ministerpräsidenten Luigi di Maio mit Vertretern der "Gelbwesten", möglicherweise auch mit Christophe Chalencon, der wegen seiner fremden- und islamfeindlicher Äußerungen umstritten ist.

Italiens Regierung unterstützt ganz offen die französische Gelbwesten-Protestbewegung, die gegen die Politik von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mobil macht.

Frankreichs Außenministerium spricht von einer inakzeptablen Provokation. Um die Wogen zu glätten hat Italiens Innenminister Matteo Salvini nun ein Treffen zwischen den Regierungen beider Nachbarländer vorgeschlagen. Ob dieses Treffen allerdings zustande kommt ist unklar. Im Januar hatte Italiens Vize-Premier Salvini Frankreichs Präsident Macron in einer Videobotschaft einen sehr schlechten Präsidenten genannt und so für Verärgerung gesorgt.

Der Streit zwischen Ialiens rechtspopulistischer Regierungskoalition
und Frankreichs Präsident Macron fing an, als Italien sich weigerte, Rettungsschiffe mit Flüchtlingen in seine Häfen zu lassen und Frankreichs Präsident Macron Italiens Regierung "Zynismus" und "Verantwortungslosigkeit" vorwarf. In einer Rede hatte er zudem Nationalisten mit der "Lepra" verglichen.

Im Januar hatten daraufhin di Maio Frankreich vorgeworfen, "kolonial" zu agieren und durch seine Politik zur Verarmung Afrikas und in der Folge zur Massenflucht von dem Kontinent beizutragen. Wenig später hatten Italiens Innenminister Salvini dann noch einen draufgelegt und Macron in einer Videobotschaft ganz offen attackiert.


5. Februar 2019
Neues Anti-Randallier-Gesetz verabschiedet
Frankreichs Parlament hat ein Anti-Randallier-Gesetz gebilligt.
Mit dem neu verabschiedeten GEsetz will die Regierung stärker gegen Gewalttäter bei Demonstrationen vorgehen. Das Anti-Randallier- Gesetz verbietet es Demonstranten, sich zu vermummen. Wer sein Gesicht trotzdem teilweise oder ganz verhüllt, riskiert eine Haftstrafe von einem Jahr. Zudem drohen 15.000 Euro Geldstrafe.
Polizei und Behörden können nun Demonstrationsverbote gegen einzelne Teilnehmer aussprechen. Wer gegen das Demonstrations-verbot verstößt, muss mit sechs Monaten Haft und einer Geldstrafe von 7500 Euro rechnen.
In der französischen Nationalversammlung gab es mit 387 zu 92 Stimmen eine breite Mehrheit für das Gesetz. Dennoch ist das Vorhaben auch in der Regierungspartei umstritten, da es eine Einschränkung von Bürgerrechten darstellt.


27. Januar 2019
Demonstrationen der "Rotschals" in Frankreich
In Paris haben etwa 10.000 Menschen mit roten Schals gegen die Gewalt bei Protesten der "Gelbwesten"-Bewegung demonstriert. Sie forderten ein Ende der Gewalt. Oppositionspolitiker Mélenchon forderte lautstark den Rücktritt des Innenministers wegen der Polizeigewalt gegen Demonstranten. Einer der Anführer der "Gelbwesten", Jérôme Rodrigues, war möglicherweise durch ein von Polizeikräften abgefeuertes Gummigeschoss schwer am Auge verletzt worden und wird möglicherweise ein Leben lang behindert sein. Innenminister Christophe Castaner hat angekündigt, die Sicherheitskräfte mit Körperkameras auszustatten, um die Einsätze besser zu dokumentieren. Der Initiator der "foulards rouges" (Rotschals) ist Laurent Soulié, ein Ingenieur aus Toulouse, welcher der Partei "La République en Marche" von Präsident Emmanuel Macron nahesteht.


26. Januar 2019

Zehntausende Gelbwesten demonstrieren erneut in Frankreich
Sicherheitskräfte zählten 69.000 "Gelbwesten", die an diesem Wochenende auf Frankreichs Straßen gingen, um zu demonstrieren.
Dies waren allerdings deutlich weniger als an den Wochenenden zuvor. Am vergangenen Samstag waren zum Vergleich 84.000 Protestierende unterwegs gewesen.

In Paris sowie in Toulouse, Nantes und in der normannischen Stadt Evreux kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. In der Hauptstadt versammelten sich 4000 Demonstranten. Am Place de
la Bastille kam es zu Gewalttätigkeiten. Innenminister Christophe Castaner sprach von Randalierern, die sich als "Gelbwesten" getarnt hätten. Unterdessen soll ein groß angelegter Bürgerdialog die Leute von der Straße bringen.


21. Dezember

Sozialpaket des Präsidenten zur Besänftigung
der landesweiten Gelbwesten-Proteste


Die Abgeordneten im französischen Parlament haben mit großer Mehrheit für das Sozialpaket des Präsidenten gestimmt.

In knappen Worten sieht das Sozialpaket mehr Mindestlohn, weniger Steuern und Boni für Arbeitnehmer vor.

Ab 2019 sollen auf Überstunden weder Sozialabgaben noch Steuern gezahlt werden müssen. Des weiteren sollen rund 70 Prozent der Rentner von der Erhöhung einer umstrittenen Sozialabgabe ausgenommen werden. Zudem sollen Beschäftigte auf Mindestlohnniveau pro Monat 100 Euro mehr bekommen.


Mindestgehalt:
Derzeit liegt das französische Mindestgehalt für einen Vollzeitjob bei 1185 Euro. Es wird erwartet, dass dieses Mindestgehalt um 21 Euro steigen wird. Durch eine Kürzung der Lohnsteuer soll dieses dann noch einmal um 23 Euro ab kommendem Jahr zunehmen.

Macron hat nun zugesagt, dass dieses Mindestgehalt um 100 Euro pro Monat ab Januar steigen wird - finanziert durch den französischen Staat.


Keine Steuern auf Überstunden
Bereits der frühere französische Präsident Nicolas Sarkozy hatte 2007 kurz vor der Parlamentswahl steuerfreie Überstunden unter dem Motto "Mehr arbeiten, um mehr zu verdienen" eingeführt und damit seinen Bürgern Steuergeschenke im Wert von 11,6 Milliarden Euro gemacht.

François Hollande hatte die Regelung jedoch abeschafft. Nun möchte Macron die Regelung wieder einführen.


Bonus zum Jahresende
Der französische Staat hat den ärmsten Haushalten in Frankreich zugesichert zum Ende des Jahres einen Bonus von 150.- Euro pro Person auszuzahlen.

Macron hat nun versprochen, sich dafür einzusetzen, dass Unternehmen, die Profit machen, ihren Mitarbeitern Ende 2019 steuerfreie Zusatzzahlungen leisten.


Renten
Obwohl französische Renter dieses Jahr keine höheren Altersbezüge bekommen, sollten etwa acht Millionen Rentner höhere Steuern auf ihre Renteneinnahmen entrichten.

Jetzt hat Macron zugesichert, dass Renter mit Altersbezügen unter 2000 Euro vor der geplanten Steuererhöhung ausgenommen sind.


Steuerkürzungen
Macron hat zudem bestätigt, dass die Wohn- und Lohnsteuern wie bereits angedacht, nächstes Jahr wie zugesichert um sechs Milliarden Euro gekürzt werden.



12. Dezember

Terroranschlag auf Straßburger Weihnachtsmarkt

Offenbar sind am Dienstagabend drei Menschen in Straßburg bei einem Terroranschlag auf dem dortigen Weihnachtsmarkt getötet worden. Insgesamt wurden zwölf Menschen verletzt, sechs von ihnen sehr schwer. Der polizeibekannte Täter war bereits als Gefährder eingestuft. Offenbar handelt es sich bei dem Täter um einen französischen Staatsbürger mit nordafrikanischen Wurzeln. Der 29-jährige ist nun flüchtig, womöglich in Richtung Deutschland. Die Grenzkontrollen wurden verschärft.

Eigentlich sollte der Täter am Tag des Anschlages wegen versuchten Mordes verhaftet werden, doch die Polizei hatte ihn offenbar nicht in seiner Wohnung angetroffen, wie es aus Polizeikreisen heißt.
Cherif Chekatt, nachdem jetzt gefahndet wird, ist mehrfach vorbestraft. Er saß bereits mehrfach im Gefängnis wegen schweren Diebstals, zuletzt in Deutschland - zuvor in Frankreich und der Schweiz.

2017 war er dann nach Frankreich abgeschoben worden, denn er besitzt die französische Staatsangehörigkeit.


11. Dezember
Nach den jüngsten gewaltsamen Protesten der "Gelbwesten" in Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron mehrere Zugeständnisse in der Sozialpolitik angekündigt.

- Überstunden sollen nicht mehr besteuert werden
- Mindestlohnverdiener sollen einen Zuschlag von max. 100 Euro erhalten.
- Renter sollen erst ab 2000 Euro/Monat (bisher ab 1200.- Euro) höhere Sozialabgaben zahlen
- Beschäftige sollen eine Jahresprämie erhalten, ohne dass der Staat Abgaben erhebt.

Fraglich ist, ob sich die Zugeständnisse auch auf diejenigen Bürger positiv auswirken, die sich derzeit so benachteiligt fühlen und ihren Unmut auf die Straßen tragen.

Gerade Überstunden fallen wohl zumeist in den Unternehmen an, die ihre Mitarbeiter ohnehin bereits gut bezahlen. Im Niedriglohn-
sektor dagegen fallen wohl eher kaum oder gar keine Überstunden an.

Ifo-Präsident Cemens Fuest beispielsweise ist davon überzeugt, dass die vorgeschlagenen Steuererleichterungen bei Überstunden nur zu noch mehr Überstunden führen und nicht denen zugute kommen, die nur Teilzeitjobs oder keine Arbeit haben. Möglicherweise könnte die Maßnahme sogar dazu führen, dass von Unternehmen lieber Überstunden ausgezahlt werden, statt neue Arbeitskräfte einzustellen - ein Effekt, der sich unter Umständen negativ auf die Arbeitslosenstatistik auswirken könnte.

Auch Macrons Plan, nach dem Beschäftigte keine steuerlichen Abgaben mehr auf ausbezahlte Jahresprämie leisten sollen, dürfte wohl er denen zugute kommen, die ohnehin in besser gestellten Unternehmen arbeiten. Schließlich soll es die Prämie nur geben, wenn der Arbeitgeber dazu auch in der Lage ist.


9. Dezember 2018

Gewaltsame Proteste der "Gelbwesten"

Es ist mittlerweile das vierte Wochenende in Folge, dass die "Gelbwesten" ihren Protest gegen die Regierung von Emmanuel Macron auf die Straße tragen. Laut Innenminister Christophe Castaner haben sich bis zum späten Abend rund 125.000 Menschen an den Protesten beteiligt, davon 10.000 in Paris.

In der Hauptstadt Paris kam es erneut zu heftigen Zusammenstößen mit der Polizei. Es brannten Barrikaden und Autos. Sicherheitskräfte setzten Wasserwerfer und Tränengas ein, um die Protestierenden zurückzudrängen. Bis zum späten Vormittag wurden 481 Menschen vorläufig festgenommen, 211 Personen kamen in Polizeigewahrsam. Viele der Festgenommenen trugen potentielle Waffen, Hämmer oder Gasmasken bei sich.

Die Demonstranten forderen niedrigere Steuern, mehr Steuergerechtigkeit und zugleich höhere Gehälter und Renten für mehr Kaufkraft. Einige fordern gar den Rücktritt von Emmanuel Macron selbst.

Aus Angst vor Zerstörungen hatten die Behörden angeordnet, dass der Eiffelturm, die Pariser Oper, zahlreiche Denkmäler und Museen sowie das Ausstellungsgebäude Grand Palais für Personen unzugänglich bleiben.

Allein in Paris waren 8000 Polizisten im Einsatz. Landesweit wurden dieses Wochenende sogar 89.000 Sicherheitskräfte mobilisiert. Erstmals seit 2005 kamen auch gepanzerte Fahrzeuge zum Einsatz, die sogar Barrikaden durchbrechen können. Landesweit wurden am Samstag 264 Menschen den Angaben zufolge verletzt, darunter auch 39 Sicherheitskräfte.

Die Bilanz der bisherigen Proteste der "Gelbwesten" ist verheerend. So sind bisher 1700 Menschen festgenommen worden. 1.220 Menschen kamen den Angaben zufolge in Polizeigewahrsam, d.h. sie können nach französischem Recht im Regelfall bis zu 24 Stunden festgehalten werden, um zu verhindern dass diese Straftaten begehen.

Auch im benachbarten Belgien kam es zu Protesten. Die Polizei dort nahm rund 70 Personen fest, die sich den Gelbwesten Protesten in Frankreich angeschlossen hatten.


6. Dezember 2018
Frankreichs Regierung scheint die Proteste nicht unter Kontrolle zu bekommen. Seit Montag blockieren nun auch Schüler und Studenten Bildungseinrichtungen. Bei neuen Demonstrationen gegen geplante Bildungsreformen sind allein 146 Menschen festgenommen worden, vorwiegend Schüler, die in der Nähe einer Schule in Mantes-la-Jolie bei Paris protestierten.

Im Großraum Paris waren rund 100 Bildungseinrichtungen von den Protestaktionen betroffen. In Städten wie Marseille und Bordeaux zündeten Demonstranten Mülltonnen und Autos an und lieferten sich Zusammenstöße mit der Polizei. 

Für das kommende Wochenende sind weitere heftige Krawalle in Paris und in anderen Städten des Landes zu befürchten.

Selbst die Polizeigewerkschaft vigi hat angekündigt am Samstag in einen zeitlich unbegrenzten Streik zu treten, was den protestier-enden "Gelbwesten" zusätzlichen Aufwind geben dürfte. Die Ankündigung der Polizeigewerkschaft, sich am Samstag durch einen Streik an den Protesten der "Gelbwesten" zu beteiligen, löste in den französischen Medien ein verstörtes Echo aus.

Unterdessen hat US Präsident Trump seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron eine Retourkutsche für die häufigen verbalen Attacken in letzter Zeit gegeben.

Der Tweet des US Präsidenten:
(als Reaktion auf den Rückzieher Macrons bei der geplanten Ökosteuer)

"Ich bin froh, dass mein Freund @Emmanuel Macron und die Demonstranten in Paris zu derselben Schlussfolgerung gekommen sind wie ich vor zwei Jahren."

Macron hatte Trump mehrmals in letzter Zeit für den US Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen scharf angegangen.


4. Dezember 2018
Die anhaltenden Proteste der "Gelbwesten"-Demonstranten zeigen eine erste Wirkung:

Die französische Regierung hat den protestierenden "Gelbwesten" erstmals Zugeständnisse gemacht, um diese zu beschwichtigen. So soll die zum Januar geplante Anhebung der Ökosteuer für sechs Monate aufgeschoben werden und auch die staatlich regulierte Strom- und Gaspreise sollen vorerst stabil bleiben.


2. Dezember 2018
Bereits das dritte Wochenende in Folge stehen in Frankreich landesweit Proteste gegen Macrons Reformpolitik an. Nach Behördenangaben gingen auch an diesem Wochenende rund 75 000 Menschen im ganzen Land auf die Straßen. Die Pariser Polizei setzte erneut Tränengas gegen Aktivisten ein, die eine Sperre an den zentralen Champs-Élysées durchbrechen wollten.

Später im Laufe des gestrigen Samstags verlagerten sich die Krawalle auf die Straßen rund um den berühmten Prachtboulevard.

Die Champs-Élysées sind zum Wochenende für den Autoverkehr gesperrt. Zudem sind Identitäts- und Sicherheitskontrollen eingerichtet, um Ausschreitungen wie die am vergangenen Wochenende zu verhindern. Mehr als 5000 Polizisten wurden für
das Wochenende mobilisiert. Dennoch, trotz dieser Vorkehrungen kam es in Paris erneut zu Krawallen und schweren Ausschreitungen.

Pyrotechnik wurde gezündet, Autos wurden in Brand gesetzt und Ladengeschäfte sowie Möbel in der Innenstadt demoliert. Restaurant-Terrassen wurden verwüstet. Über der ganzen Gegend hingen schwarze Rauchwolken. Die Bilanz der gestrigen Krawalle ist verheerend.

Demonstranten bewarfen Polizisten mit gelber Farbe und teils sogar mit ausgegrabenen Pflastersteinen. 200 Menschen wurden festgenommen. 65 Menschen wurden allein in Paris verletzt, darunter auch 11 Sicherheitskräfte.

Landesweit errichteten Männer und Frauen in gelben Warnwesten Straßensperren oder sie blockierten Mautstationen. Der Streit ist entbrannt über die geplante Erhöhung der Steuern auf Diesel und Benzin. Viele BürgerInnen und Bürger in Frankreich haben Angst vor sozialem Abstieg und sind wütend auf Präsidenten Emmanuel Macron und seine wirtschaftsfreundlichen Reformen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird von vielen Franzosen als abgehoben empfunden.

In Paris hatte die Gewerkschaft CGT zu einer zentralen Kundgebung am Platz der Republik aufgerufen.

Präsident Macron hatte in der vergangenen Woche zumindest teilweise eingelenkt und einen Kurswechsel in der Energiepolitik angekündigt. So sollen die Kraftstoffsteuern künftig an die Entwicklung des Weltmarktpreises für Öl gekoppelt werden, damit die Kosten für die Bürger nicht zu hoch steigen.

Trotz der Ausschreitungen in Paris ist die Unterstützung in der Bevölkerung für die "Gelbwesten" offenbar noch gewachsen.

Die Proteste der "Gelbwesten" haben sich mittlerweile auch auf die Niederlande und Belgien ausgedehnt.


Gewaltsame Proteste der "Gelbwesten"

25. November 2018
In Frankreich demonstrieren seit Wochen die sogenannten "Gelbwesten" gegen Macrons Reformpolitik.

Allein an den Protesten am vergangenen Samstag hatten sich etwa 244.000 Menschen landesweit beteiligt, 106 Personen waren bei Ausschreitungen verletzt worden. Vermummte hatten auf den Pariser Champs-Élysées Stadtmöbel zerstört, zum Teil Pflastersteine auf Sicherheitskräfte geworfen und auf dem Boulevard Barrikaden errichtet. Die Polizei hatte daraufhin mit Tränengas und Wasser-werfern reagiert, um die stundenalgen Randale zu beenden.
Laut Innenminister Christophe Castaner hatten sich in Paris rund 8000 Menschen zu den Protesten versammelt, darunter auch Mitglieder rechts- und linksextremer Gruppen. Auf den Champs-Elysées hatten Schätzungen zufolge rund 5000 Menschen demon-striert. Einige von ihnen hatten sogar versucht, Sicherheitsbarrieren zu durchbrechen, um zum Élyséepalast - dem Amtssitz des Präsidenten zu gelangen.

Die französische Polizei hatte im Zentrum der Hauptstadt zahlreiche Sperrzonen eingerichtet, in denen keine Proteste erlaubt waren, darunter der Platz de la Concorde, der Bereich um den Élyséepalast und die Champs-Élysées. Doch viele der "Gelbwesten" hatten sich über die Verbote hinweg gesetzt.

In anderen Vierteln der Hauptstadt und in anderen Städten des Landes waren die Proteste weitgehend ohne Zwischenfälle verlaufen.

Hinter der landesweiten Bewegung, die sich ursprünglich gegen zu hohe Spritpreise und Lebenshaltungskosten richtet, steht weder eine Gewerkschaft noch eine Partei.

Einer jüngsten Umfrage zufolge unterstützen drei Viertel der Franzosen die "Gelbwesten".


Gewaltsame Proteste der "Gelbwesten"

19. November 2018
Auch heute blockieren viele Franzosen wieder die Straßen, um gegen die geplante Erhöhung der Spritpreise zu protestieren. Premiermini-ster Edouard Philippe möchte trotz der landesweiten Proteste an der Erhöhung der CO2-Steuer auf Benzin und Diesel festhalten.

Mit der Steuererhöhung will die französische Regierung nach eigen-en Angaben Maßnahmen gegen die Luftverschmutzung finanzieren und das Land unabhängiger von Mineralölprodukten machen. Viele Demonstranten zeigen mit ihrem Protest aber die generelle Unzufriedenheit mit ihrer Regierung.

Präsident Macrons Beliebtheitswerte sinken seit vielen Monaten. Laut dem Institut Ifop ist Macrons Beliebtheit mittlerweile auf 25 Prozent gesunken. Viele Franzosen, vor allem diejenigen, welche täglich auf ihr Auto angewiesen sind, haben das Gefühl, vom französischen Staat geschröpft zu werden.


9. Oktober 2018
In Paris haben Medienberichten zufolge Tausende Menschen gegen die Reformpolitik von Staatschef Emmanuel Macron protestiert. Während Organisatoren von 50.000 Teilnehmern sprachen, zählte die Polizei hingegen nur 11.500 Menschen. Die Gewerkschaften hatten landesweit zu Protesten aufgerufen. In Paris kam es zu Ausschreitungen. Landesweit gingen generationsübergreifend etwa 300.000 Menschen auf die Straße. An den Kundgebungen beteiligten sich Schüler und Studenten sowie Beamte und Rentner.

Auf Spruchbändern forderten die Teilnehmer unter anderem einen freien Zugang zu Hochschulen und Ausbildungsplätzen.

Andere forderten lautstark höhere Renten und gleichen Lohn für Frauen und Männer.


17. September 2018

Shitstorm gegen Frankreichs Präsident Macron
Frankreichs Präsident Macron hatte einem arbeitslosen Gärtner am Wochenende den Ratschlag erteilt, doch den Beruf zu wechseln.
Der Ratschlag löste allerdings im Internet einen Shitstorm aus, weil viele Franzosen die Äußerungen ihres Präsidenten als abgehoben und arrogant empfanden.

Viele werfen Macron mittlerweile vor, er sei der Präsident der Reichen geworden. Sein Auftreten wird als völlig abgehoben empfunden - viel zu weit weg von den Problemen der normalen Franzosen.


STAATSVERSCHULDUNG
Frankreichs Schuldenberg wächst. Inzwischen liegt die Verschuldung Frankreichs bei 99 % des Bruttoinlandsproduktes, obwohl die Maastricht-Kriterien aber höchstens 60 Prozent erlauben. Allein zwischen April und Juni dieses Jahres sind die Schulden Frankreichs um 5,2 Milliarden Euro auf fast 2,3 Billionen Euro angewachsen.
Da die französische Regierung bis 2022 Bahn-Ausstände von insgesamt 35 Milliarden Euro übernehmen will, haben Statistiker erstmals auch die Milliardenschulden der französischen Staatsbahn SNCF berücksichtigt.

Zum Vergleich:
Deutschlands Schuldenberg betrug Anfang 2018 knapp 63 Prozent des BIP. Italiens Staatsverschuldung liegt dagegen bei 132 Prozent des BIPs.


1. September 2018

Gesetz zum Schutz der Bienen
Seit September ist der Einsatz der Insektengifte Neonikotinoide in Frankreich komplett untersagt. DAmit verhängt Frankreich deutlich schärfere Gesetze, als von der EU vorgegeben.
Während die EU im Frühjahr nur den Einsatz dreier bienenschädlicher Substanzen aus der Gruppe der Neonikotinoide für die Freilandnutzung untersagt hat, verbietet Frankreich jeglichen Einsatz und erweitert das Verbot um zwei weitere dieser Insekten-
gifte, die laut dem EU-Beschluss weiter eingesetzt werden können.

Neonikotinoide sind Pestizide, die auf Weinstöcken, Obstbäumen und Feldern zum Einsatz kommen. Sie sollen Blattläuse, Holzwürmer und andere Schädlinge abtöten. Leider setzen die Neonikotinoide auch Bienen und Hummeln sehr zu, weil sie ihr Immunsystem schwächen, deren Orientierung stören und auch deren Fortpflanzung beinträchigen.


28. August 2018
Rücktritt von Umweltminister Hulot
Der französische Umweltminister Hulot hat überraschend seinen Rücktritt erklärt. Er begründet seinen Schritt mit den viel zu geringen Fortschritten der Regierung im Umweltbereich. Mehrmals hatte der ehemalige Fernsehmoderator und Umweltaktivist Hulot das Amt des Umweltministers abgelehnt. Sein Rücktritt nun ist eine Abrechnung mit den ambitionierten Zielen für die Umweltpolitik, die der französische Präsident Emmanuel Macron noch in seinem Wahlkampf formuliert hatte.

Hulot zeigt sich nach einem Jahr Amtszeit sichtlich unzufrieden, denn viele seiner Forderungen bleiben unerfüllt. So z.B. das Verbot des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat, die Halbierung des Stromanteils aus Atomkraft bis 2025, die deutliche Reduzierung des Einsatzes von Pestiziden sowie weitere Maßnahmen gegen den Verfall der Artenvielfalt.


23. August 2018
Attentat in Paris

In Paris hat ein Mann seine Mutter und seine Schwestern getötet. Die Polizei geht von ernsten psychischen Problemen des Angreifers aus.
Das Motiv des Mannes bleibt unklar. Die Polizei erschoss den Angreifer. Obwohl die Terrormiliz "Islamischer Staat" die Tat zuvor für sich reklamiert hatte, gehen die französischen Behörden dennoch vorerst nicht von einer terroristischen Tat aus.


Ergebnis der Stichwahl in Frankreich (07.05.2017):
66,1 Prozent der Franzosen stimmten für Macron,
33,9 Prozent für die rechtsextreme Marine Le Pen.

Die Probleme in Frankreich

1. Arbeitslosigkeit in Frankreich:
knapp 10%, statistisch gesehen ist jeder 4. junge Franzose ohne Job. Als Problem wird dabei das französische Ausbildungssystem gesehen, das weniger auf duale Struturen setzt ( Lernen in Betrieb und Berufsschule), sondern vor allem auf staatliche Hochschulen.

2. Die französische Wirtschaft schwächelt.
Legte die französische Wirtschaft zwischen 1997 und 2012 mit durchschnittlich 1,7 Prozent noch stärker als die deutsche zu, so stieg das französische BIP 2016 nur noch um 1,2 Prozent.

3. Staatsverschuldung.
Frankreichs Staatsschulden machen inzwischen mehr als 96 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung aus. Der Spielraum für Konjunkturprogramme ist dementsprechend gering. Die EU-Verträge sehen eigentlich eine Obergrenze von 60 Prozent vor. Seit Jahren überschreitet Frankreich die in den EU-Verträgen vorgesehene Grenze von drei Prozent im Verhältnis zur Wirtschaftskraft. Die EU Kommission erwartet sowohl für dieses als auch für das kommende Jahr eine Neuverschuldung um die Drei-Prozent-Marke. Zum Vergleich: In Deutschland liegt der Anteil der Neuverschuldung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt mit 44 Prozent deutlich niedriger.


Ergebnisse der Präsidentschaftswahl (1. Wahlgang)

23. April 2017

Präsidentschaftskandidat Wahlergebnis in %
Macron (EM) 24,0 %
Le Pen (FN) 21,3 %

Fillon (LR) 20,0 %
Mélenchon (FI) 19,6 %
Hamon (PS) 6,4 %
Andere 8,7 %

Ergebnisse der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich

Am 7. Mai findet eine Stichwahl zwischen dem Präsidentschaftskandidaten Macron und Le Pen
vom Front Nationale statt.


14.03.2017
Gegen den konservativen Präsidentschaftskandidaten Fillon läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Veruntreuung. Seine Glaubwürdigkeit als harter Sanierer hat großen Schaden genommen.

Die Vorwürfe gegen ihn sind schwerwiegend:
Veruntreuung öffentlicher Mittel, Unterschlagung von Firmenvermögen, Verstöße gegen die Offenlegungspflichten von Politikern.

Konkret geht es um die Scheinbeschäftigung seiner Frau und zwei seiner Kinder. Ihm werden zudem finanzielle Verstrickungen in Geschäfte mit einem befreundeten Unternehmer vorgeworfen.
Fillon, der selbsterklärte harte Sanierer und einstige Hoffnungsträger seiner Partei, welcher eine 39-Stunden-Woche statt der bisherigen 35-Stunden-Woche ohne echten Ausgleich fordert, hat sich durch die Scheinbeschäftigung seiner Frau und seine finanzielle Verstrickungen mehr als unglaubwürdig gemacht. Seine Beliebtheit so kurz vor den Wahlen rauscht in den Keller.

05. September 2016
Im Dschungel von Calais ist die Lage noch immer außer Kontrolle.
Migranten, die umbedingt nach GB wollen, blockieren den Verkehr auf der Autobahn oder auf der Straße zum Hafen mit Reifen oder Baumstämmen. Manchmal zünden sie auch Barrikaden an. LKW Fahrer werden nicht selten bedroht. Nach offiziellen Angaben leben derzeit 6900 Menschen im Nordteil des Lagers. Hilfsorganisationen gehen gar von 9.000 Flüchtlingen aus, Tendenz steigend. Viele Anwohner fordern die sofortige Auflösung des Dschungels von Calais.

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve hat bei einem Besuch am vergangenen Freitag in Calais zugesichert, bis Ende des Jahres 8000 neue Unterkunftsplätze in ganz Frankreich zu schaffen und zusätzlich 200 Polizisten in die nordfranzösische Stadt zu schicken, um die Lage zu beruhigen.


18. Mai 2016
In Frankreich gibt es auch weiterhin unzählige Proteste gegen die geplanten Arbeitsmarktreformen. Die Unruhen sind gewaltig.

Wegen der anhaltenden Gewalt, die sich oft gegen Polizisten im Einsatz richtet, versammelten sich in Paris Hunderte Beamte auf dem symbol-trächtigen Place de la République, wo jeden Abend Anhänger der Bewegung "Nuit debout" gegen die geplante Arbeitsrechtsreform protestieren. Aber auch in anderen Städten gingen Polizisten auf die Straße, um auf die unhaltbaren Zustände aufmerksam zu machen. Seit Beginn der landesweiten Proteste gegen die Arbeitsrechtsreform Ende März sind mehr als 350 Polizisten im Einsatz verletzt worden.


4. Mai 2016
In Paris entstehen immer wieder neue illegale Flüchtlingslager. Behörden scheinen das Problem nicht in den Griff zu bekommen. Nun musste die Polizei ein Gymnasium im 19. Arrondissement räumen, in dem sich 300 Flüchtlinge niedergelassen hatten, darunter viele Afghanen, Sudanesen und Eritreer. Das Gymnasium war in der Nacht zum 22. April von etwa 150 Menschen besetzt worden. Später kamen andere Flüchtlinge hinzu.
Zuvor hatte die Polizei ein Flüchtlingscamp an der Metro-Haltestelle "Stalingrad" im Nordosten der Stadt geräumt. Dort campierten mehr als 1000 Flüchtlinge unter einer Gleisbrücke.


Geplante Arbeitsmarktreform/Proteste:
In Frankreich gibt es unentwegt Demonstationen gegen die geplante Arbeitsmarktreform von Präsident Hollande. Nicht selten kommt es zu Gewalt. Es fliegen Flaschen oder Betonstücke und die französischen Polizeibeamten antworten mit Tränengas und Lärmgranaten.

Präsident Hollande möchte mit der geplanten Reform des Arbeits-
marktes die hohe Arbeitslosigkeit bekämpfen, doch Gewerkschaften, Schüler- und Studentenorganisationen machen mobil gegen die neuen Pläne der Regierung.

Die Arbeitsmarktreform zielt auf eine Entmachtung der Gewerkschaften. So sollen künftig Deals zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern Vorrang haben vor Gewerkschaftsverträgen und Gesetzesvorgaben.

Firmen sollen künftig selbstständig mit ihrer Belegschaft über Arbeitszeit, Überstundenausgleich und Urlaubsregelungen verhandeln dürfen. Auch das Vetorecht der Gewerkschaften gegen Betriebsver-
einbarungen soll eingeschränkt werden.

Zwar soll nach wie vor die im Jahr 2000 vereinbarte 35 Stunden Woche gelten, doch Unternehmen soll es künftig erlaubt sein, selbst mit ihren Beschäftigten Vereinbarungen über die Arbeitszeit zu treffen und dann auch Mehrarbeit zu vereinbaren.

Der Kündigungsschutz soll zudem gelockert werden. So sollen betriebsbedingte Kündigungen schon bei einem Umsatzrückgang innerhalb eines halben Jahres möglich sein. Zudem ist geplant, den Einfluss von Mitarbeiterreferenden zu stärken, Ruhezeiten zu kürzen und die erlaubte Tagesarbeitszeit auf 12 Stunden zu erhöhen.



06. Dezember 2015

In Frankreich ist der FN, eine rechtspopulistische Partei, stärkste Kraft bei den Regionalwahlen geworden. Während die Sozialisten daher "taktische Allianzen" vorschlagen, lehnen die Republikaner des früheren Präsidenten Nicolas Sarkozy ein solches taktisches Bündnis mit den Sozialisten ab. Sozialisten-Chef Jean-Christophe Cambadélis forderte die sozialistischen Kandidaten in den Regionen in Nord-Pas-de- Calais-Picardie sowie Provence-Alpes-Côte d'Azur im Südosten auf, ihre Kandidatur zurück zu nehmen. Die Sozialisten möchten so den Front National in der entschei-denden zweiten Wahlrunde kommenden Sonntag schwächen. In den beiden Regionen liegt FN-Chefin Marine Le Pen und ihre Nichte Marion Maréchal-Le Pen nach dem ersten Wahlgang mit jeweils rund 41 Prozent deutlich vorn. Landesweit kam der Front National auf 29 % der Stimmen. In sechs der insgesamt 13 Regionen liegt der FN vorne. Das bürgerliche Bündnis um Sarkozys Republikaner kam bei der REgionalwahl in Frankreich auf etwa 27 Prozent. Die Sozialisten von Präsident François Hollande erhielten landesweit lediglich 23,5 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 50 %. Grüne und Linksradikale erreichten zusammen 10% der Stimmen.

17. November 2015

Die Terroranschläge in Paris haben 132 Tote und 350 Verletzte gefordert. Viele befinden sich noch in akuter Lebensgefahr. Insgesamt 29 Opfer der Terroranschläge in Paris befinden sich noch auf Intensivstation.

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve hat im Rahmen des verhängten Ausnahemzustandes 128 Häuser von Terrorverdächtigen untersuchen lassen. Nun gilt es, beschlagnahmte Beweismaterialien auszuwerten.

Frankreich hat sich auf bilateraler Ebene Unterstützung der EU-Länder im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) erwünscht.
Dabei beruft sich Paris auf Artikel 42 Absatz 7 des EU-Vertrages in dem es heißt: "Im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats schulden die anderen Mitgliedstaaten ihm alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung (...)"

Am vierten Tag nach den tödlichen Terrorangriffen von Paris, hat die französische Luftwaffe erneut die Terrormiliz Islamischer Staat in der IS-Hochburg Al-Rakka angegriffen. Frankreich hat zudem den Flugzeugträger "Charles de Gaulle" mit 38 Kampfjets an Board vom Persischen Golf abgezogen und ins Mittelmeer entsendet.

Frankreichs Präsident Hollande beabsichtigt so die Schlagkraft der französischen Luftangriffe zu verdreifachen und die Kampfeinsätze gegen den IS zu intensivieren.

13. November 2015
TERROR-ANSCHLAGSSERIE in PARIS

Frankreichs Hauptstadt Paris ist am späten Abend von einer Anschlagsserie erschüttert worden. Die Terroristen waren offenbar mit Maschine-ngewehren bewaffnet. Augenzeugen berichten von einem Gemetzel, was, sich in der Konzerthalle "Bataclan" ereignet hat.

Mindestens 129 Menschen wurden bei der Anschlagsserie getötet. Viele weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Die Polizei geht allein von 99 schwerverletzten Personen aus. Viele liegen noch auf der Intensivstation.

Allein in der Konzerthalle "Bataclan", starben nach Medienberichten mindestens 70 Menschen. Die Attentäter riefen offenbar Allah Akbar" (Gott ist groß), bevor sie wahllos um sich schossen. Auf der Rue de la Fontaine au Roi unweit vom Platz der Republik wurden auf der Terrasse der Pizzeria "La Casa Nostra" fünf Menschen getötet. Ein weiterer Mann stirbt auf der anderen Seite vom Platz der Republik. Auf der Terrasse des Restaurants "Le Petit Cambodge" werden 14 Menschen getötet. Auf der Rue de Charonne etwas weiter östlich sterben 18 Menschen bei einem etwa 2-minütigen Gemetzel auf offener Straße. Mindestens einer der Attentäter von Paris war französischer Staatsbürger. Die französische Zeitung Le Figaro berichtet, dass einer der 8 Attentäter offenbar einen syrischen Pass hatte. Ein anderer hatte einen ägyptischen Pass.

Auch das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Frankreich war am gestrigen Abend Terrorziel: Die Detonationen ereigneten sich in der 17. und 20. Spielminute.

Der IS hat mit weiteren Anschlägen in Frankreich gedroht. Es war die erste koordinierte Attacke der Terrormiliz in Europa. Die Attentate auf französische Bürger sind offensichtlich eine Vergeltung für Angriffe der französischen Luftwaffe auf IS-Stellungen in Syrien. Die Einwohner in Paris wurden aufgefordert, ihre Wohnung und Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit erst mal nicht zu verlassen. Frankreichs Präsident Francois Hollande hat zudem die sofortige Schließung der Grenzen sowie die Ausrufung des Ausnahmezustandes angeordnet.

Die französische Luftwaffe fliegt seit dem 27. September 2015 gezielte Luftangriffe gegen Stellung des Islamischen Staats.

Im Januar diesen Jahres hatte es einen Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" gegeben. Wenig später tötete der Attentäter auch eine Polizistin sowie vier Juden in Paris. Seit 2014 macht der islamische Staat mit unzähligen Gewaltakten in der arabischen Welt auf sich aufmerksam.
Vergangenes Jahr starben in einer Serie von Hinrichtungen vor zum Teil laufender Kamera Journalisten und Entwicklungshelfer aus den USA, Großbritannien und Japan.


EU-Parlamentspräsident Martin Schulz warnte vor einer Verschärfung der Flüchtlingspolitik als Folge der Anschläge von Paris. Opfer dürften nicht zu Tätern gemacht werden.

Präsidentschaftswahl in Frankreich

Francois Hollande hat bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich
überraschend gut abgeschnitten. Er erzielte 28,6 % der Stimmen. Nikolas Sarkozy konnte keinen Amtsbonus für sich verbuchen und kam nur auf 27,1 Prozent der Stimmen. Auch Marine Le Pen von den Nationalisten schnitt mit 18,0 % sehr stark ab.




Vergleich der Regierungssysteme Deutschlands und Frankreichs vor dem Hintergrund der französischen Präsidentschaftswahlen im Jahr 2012

(Sozialkunde Unterrichtsmaterial, Arbeitsblätter)

Aus der Reihe:
School-Scout Aktuell

Dieses Arbeitsblatt zum direkten Einsatz im Unterricht stellt einen Vergleich der deutschen und französischen Regierungssysteme und ihrer Wahlverfahren.

Zudem liefert es wichtige Informationen und Problemstellungen zur aktuellen politischen Lage in Frankreich.


Vergleich der Regierungssysteme Deutschlands und Frankreichs

Inhalt:

  • Die aktuelle politische Lage in Frankreich
  • Vergleich der Wahlsysteme
  • Das deutsche Regierungssystem
  • Das französische Regierungssystem
  • Dazu Aufgaben, die der Auswertung der Materialien dienen (mit Lösungen)



Frankreich - Ein Land und seine Politik

Exkurs: Atommüllendlagerung in Frankreich

Frankreichs Zwischenlösung für strahlenden Abfall (22.09.2010)

Strahlendes Sibirien (12.10.2009)
Frankreich lädt Atommüll in Russland ab

"Offener Krieg" lähmt Frankreichs Atomindustrie (20.01.2010)

-> Atomkraftwerke in Frankreich (Übersichtskarte)


Interessante Artikel der Tagesschau zusammengefasst:

"Blondes Gift" für den Front National (17.04.2015)
Die 25-jährige Nichte von Front-National-Chefin Marine Le Pen, Marion Maréchal-Le Pen, ist mit großer Mehrheit zur Spitzenkandidatin für die Region Provence-Alpes-Côte d'Azur gewählt worden. In der Region haben die Rechtsextremisten viele Anhänger. Sie war 2012 als eine von zwei Abgeordneten in die französische Nationalversammlung gewählt worden und ist zugleich die jüngste Abgeordnete in der Geschichte der Nationalversammlung.

Marion Maréchal-Le Pen ist streng katholisch, gilt als nicht antisemitisch und ist gegen Zuwanderung, gegen vermeintliche Überfremdung, gegen die Homo-Ehe und natürlich gegen den Euro und Europa. Ihrer Meinung nach ist Europa in seiner heutigen Konstruktion eine Bedrohung für das Wohl Frankreichs.


"Pegida" - kein deutsches Phänomen (19.01.2015)
Pegida ist längst kein deutsches Phänomen mehr. Viele der Demonstranten sind gegen die Islamisierung ihrer Heimat, andere sind einfach dagegen, dass ihr Land noch mehr Flüchtlinge aufnimmt. Anhänger der Pegida Bewegung organisieren sich auch in Belgien, Österreich, der Schweiz, Schweden und Norwegen. In Österreich möchte die dortige "Pegida" Bewegung im Februar zum ersten Mal in Wien demonstrieren. In der Schweiz fordert eine bisher anonym agierende Pegida Bewegung die Beschränkung von Einwanderung und die Abschiebung krimineller Ausländer , aber auch das Burka-Verbot.

Großdemo gegen "Charlie Hebdo" (19.01.2015)
In der tschetschenischen Hauptstadt Grosny sind einige Zehntausend Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die französische Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" und deren Karikaturen zu demonstrieren. Eingefordert hatte die Demonstration der kremltreue Präsident Ramsan Kadyrow. Dieser sieht die islamische Religion durch die Mohammed Karikaturen beleidigt.


Der Anschlag auf Charlie Hebdo -
Hintergründe und Folgen

(Sozialkunde Unterrichtsmaterial, Arbeitsblätter)

Aus der Reihe:
School-Scout Aktuell

Der Anschlag auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo erschüttert Frankreich und ganz Europa zu einem Zeitpunkt, an dem der Aufstieg von ISIS, steigende Flüchtlingszahlen und antiislamische Ressentiments ohnehin schon zu Verunsicherung bei vielen Menschen geführt haben. Mit diesem aktuellen und fertig ausgearbeiteten Arbeitsblatt für den direkten Unterrichtseinsatz im Politikunterricht informieren Sie Ihre Schüler/innen über die bisher bekannten Hintergründe des Anschlags. Davon ausgehend werden das Attentat eingeordnet und mögliche Folgen diskutiert.

Warum stellt Lernen an Stationen einen sinnvollen Unterrichtsverlauf dar? Die Schüler können den Inhalt selbständig erarbeiten und das individuelle Lerntempo jeweils anpassen. Dies gewährleistet die Binnendifferenzierung ohne gesonderte Aufgabenstellung.

Charlie Hebdo. Hintergründe & Folgen

Inhalt:

  • Arbeitsblatt Der Anschlag auf das Satire-Magazin Charlie Hebdo
  • Ausführliche Lösungsvorschläge zu den Aufgaben

Die Aufgaben der Stationen fordern die Schüler zu eigenständigem Arbeiten und vertiefender Recherche auf. Ein ausführlicher Lösungsteil vervollständigt die Arbeitsblätter.


Einig gegen Terror und Gewalt (11.01.2015)
Hunderttausende Menschen haben heute in Paris der Opfer der Anschläge gedacht. Ganz vorne beim Gedenkmarsch liefen Familienangehörige der insgesamt 17 Opfer. Das französische Fernsehen spricht von der größten Kundgebung in Paris seit dem Ende Zweiten Weltkriegs. Demonstranten schwenkten französische aber auch hin und wieder israelische Fahnen. In Sprechchören riefen sie "Freiheit - Wir sind deinetwegen hier" oder "Charlie Akbar" in Anspielung auf das islamische Glaubensbekenntnis "Allah Akbar". Spitzenpolitiker aus aller Welt waren angereist, um Solidarität mit den Opfern der Anschläge zeigen und gegen religiös motivierte Gewalt zu demonstrieren. Insgesamt waren mehr als 40 Staats- und Regierungschefs nach Paris gekommen, unter ihnen der türkische Minister-präsident Ahmet Davutoglu, Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Außenminister Frank-Walter Steinmeier machte noch einmal gegenüber der Presse klar, dass sich die blutigen Anschläge nicht nur gegen Frankreich richteten, sondern gegen unsere Demokratien, unsere Werte und unsere offenen Gesellschaften. Für die Sicherheit der Teilnehmer sorgten etwa 2200 Polizisten, 150 von Ihnen in Zivil. Zusätzlich sollen 2000 Polizisten und 1350 Soldaten im Großraum Paris im Einsatz sein. Scharfschützen waren entlang der Strecke vom Platz der Republik bis zum Platz der Nation auf den Dächern postiert. Auch die Gullydeckel waren entlang der Strecke besonders gesichert worden. Auch in anderen Städten in Frankreich gingen Landsleute auf die Straße, um gegen Extremismus zu demonstrieren. Landesweit nahmen nach Polizeiangaben mehr als 380.000 Menschen an Kundgebungen teil.

Verbrechen im Namen des IS (11.01.2015)
Mittlerweile ist auch ein Bekennervideo von Coulibaly, dem Attentäter der tödlichen Geiselnahme in einem jüdischen Lebensmittelgeschäft, aufgetaucht. In dem Video bekundet er die Loyalität zur Terrormiliz "Islamischer Staat" und übernimmt zugleich die Verantwortung für den Angriff. Coulibaly begründet sein Handeln mit den Angriffen der westlichen Koalition auf die Gebiete des "Islamischen Staates" - auch Frankreich beteiligt sich an den Luftangriffen im Irak.
In dem Video redet der Attentäter von legitimer Vergeltung.

Hayat Boumeddiene bereits in Syrien?
(11.01.2015)
Inzwischen wird intensiv nach Hayat Boumeddiene, der flüchtigen Lebensgefährtin eines der getöteten Terroristen gefahndet. Die 26-Jährige soll bereits einige Tage vor den blutigen Anschlägen über Madrid nach Istanbul geflogen und am Donnerstag an der türkisch-syrischen Grenze gesehen worden sein. Am Freitag hatte Coulibaly in einem Supermarkt in Paris mehrere Geiseln genommen, vier von ihnen wurden getötet. Die junge Frau gilt als sehr religiös und gefährlich. Sie hatte ihren Job als Kassiererin verloren, weil sie darauf bestand, einen Nikab zu tragen. Derzeit versuchen die Ermittler festzustellen, ob die getöteten Angreifer Teil eines größeren extremistischen Netzwerks gewesen seien, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve.

Die beiden Brüder Said und Chérif Kouachi, die für den Anschlag auf "Charlie Hebdo" verantwortlich sein sollen, waren den Anti-Terror-Behörden wohlbekannt. Chérif war bereits 2008 verurteilt worden, weil er sich Extremisten im Irak anschließen wollte. Sein Bruder Said kämpfte nach Angaben aus dem Jemen bis 2012 für die Al Kaida. Offenbar haben die Sicherheitsbehörden die Gefährlichkeit und Entschlossenheit der Männer unterschätzt.


Verdächtige standen offenbar auf US-Terrorliste (09.01.2015)
Die beiden flüchtigen mutmaßlichen Attentäter von Paris haben sich mit einer Geisel in einer Lagerhalle verschanzt. Die beiden Verdächtigen standen bereits seit längerem auf der US-Terrorliste der USA und hatten dorthin auch ein Einreiseverbot. Nach Angaben von Innenminister Bernard Cazeneuve wurde inzwischen die Spezialeinheit der Gendarmerie zur Terrorismusbekämpfung an
den Einsatzort gebracht.

Was passierte in der Rue Nicolas Appert? (08.01.2015)
Gegen 11.20 Uhr begeben sich zwei schwarz gekleidete und maskierte Männer, jeder mit einer Kalaschnikow bewaffnet, in den Redaktionssitz einer Satirezeitung in der Rue Nicolas Appert. Mit vorgehaltenen Waffe sollen sie eine Mitarbeiterin gezwungen haben, die mit einem Sicherheitscode geschützte Tür zu den Redaktionsräumen zu öffnen. Auch ein Polizist war vor Ort, dessen Aufgabe es war, Chefredakteur Stéphane Charbonnier zu beschützen- doch vergebens, denn der Polizist hatte keine Zeit, das Feuer zu erwidern. Zehn Menschen sterben im Kugelhagel, darunter auch der Chefredakteur. Von der Polizei aufgehalten, wechseln sie das Fluchtfahrzeug und nehmen eine Geisel. Kurze Zeit später wird der erste Fluchtwagen sichergestellt. In ihm sollen sich noch die Ausweis-dokumente von Said (34) und Cherif Kouachi (32) befunden haben. Die französische Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" gilt in Frankreich als Symbol einer freien Presse, die mit bissigem Humor religiösen Fanatismus, Rassismus, Intoleranz und die Exzesse des Kapitalismus angreift.


Sarkozy in Polizeigewahrsam (01.07.2014)
Nicolas Sarkozy, der ehemalige Präsident Frankreichs ist in Polizeigewahrsam. Grund ist eine Parteispendenaffäre aus einem früheren Wahlkampf. Gegen Sarkozy laufen Ermittlungen wegen diverser Affären. Gegen ihn wurde beispielsweise wegen illegaler Wahlkampfspenden aus dem Vermögen der L'Oreal-Erbin Liliane Bettencourt ermittelt. Das Verfahren wurde aber bereits aus Mangel an Beweisen eingestellt.

Des weiteren soll geprüft werden, ob Sarkozy versucht habe, sich aus Justizkreisen illegal Informationen aus einem Gerichtsverfahren gegen ihn beschafft zu haben.


Burka bleibt in Frankreich verboten (01.07.2014)
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat nun entschieden, dass das Burka-Verbot in Frankreich rechtens ist. Eine französische Muslimin hatte vor dem EGMR geklagt, dass durch das Burka-Verbot ihre Religionsfreiheit, die Meinungsfreiheit sowie die Achtung des Privat- und Familienlebens verletzt würde. Nun aber entschieden die Richter, dass es legitim sei, wenn der Staat mit solchen Maßnahmen die Voraussetzungen für ein Zusammenleben in der Gesellschaft wahren wolle. Frankreich hatte als erstes europäisches Land im April 2011 das Tragen von Vollschleiern oder Burkas in der Öffentlichkeit verboten. Bei Verstößen droht eine Geldstrafe von bis zu 150 Euro. Wenn Männer Frauen zur Burka zwingen, drohen ihnen Gefängnis und bis zu 30.000 Euro Geldstrafe gemäß französischem Gesetz. Auch in Belgien gilt seit Juli 2011 ein Verbot der Burka. In der Schweiz stimmte im Kanton Tessin die Bevölkerung mehrheitlich für ein Burkaverbot.


Ruhe bewahren, Kurs halten (26.05.2014)
Bei der Europawahl sind Hollandes Sozialisten auf 14 % abgestürzt - ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Europawahl. Dagegen erzielte der FN 25 %
der Wählerstimmen. Als Konsequenz forderte der Wahlsieger, der Front Nationale eine Regierungsumbildung oder gar Neuwahlen, doch Hollande denkt nicht daran. Stattdessen möchte Hollande schon beim nächsten EU Gipfel Reformen innerhalb der EU vorschlagen. Erneut kritisierte er die rigide Sparpolitik in der EU.

Europawahl 2014. Wahlergebnis

Den Motor wieder in Schwung bringen (30.05.2013)
Bundeskanzlerin Angela Merkel ist nach Paris gereist, um sich mit dem französischen Präsidenten Hollande zu treffen. Hollande und Merkel sind
in Sachen Eurokrise und Wirtschaftwachstum unterschiedlicher Ansichten.
Während Hollande gerne vom strikten Sparkurs in Europa abrücken würde, um Wachstumsimpulse zu setzen, gilt A. Merkel als eine Verfechterin des Sparkurses.
Hollande spricht von einer Beziehung der "freundschaftlichen Spannungen. Ende April hatte ein Entwurf eines Positionspapiers von Hollandes sozialistischer Partei für große Aufregung gesorgt. In diesem wurde Kanzlerin Merkel eine egoistische Unnachgiebigkeit vorgeworfen. Inzwischen sind allerdings die umstrittenen Passagen aus dem Papier gestrichen worden. Bei dem jetzigen deutsch-französischen Treffen geht es auch um die Vorbereitung des nächsten EU-Gipfels Ende Juni, wo es um die Stärkung der Wirtschafts- und Währungsunion gehen soll.

Unbekannter sticht Soldat in Paris nieder (26.05.2013)
In dem Pariser Viertel La Défense ist ein französischer Soldat von einem Unbekannten niedergestochen worden. Den Überwachungskameras zufolge handelt es sich um einen ca. 35-jährigen bärtigen Mann aus Afrika, der ein traditionell arabisches Gewand getragen haben soll. Möglicherweise steht die Tat in Zusammenhang mit dem brutalen Mord an einem britischen Soldaten in London nur wenige Tage zuvor am 23. Mai. Zwei Angreifer hatten den britischen Soldaten mit einem Fleischerbeil und Messern wenige Meter von einer Kaserne entfernt auf offener Straße umgebracht. Premier Cameron sprach in Zusammenhang mit dem brutalen Attentat von einem sehr wahrscheinlichen terroristischen Anschlag.

Französische Linke fordert Widerstand gegen Merkel (27.04.2013)
Am 16. Juni möchte die französische Linke auf einer Parteikonferenz in einem rund 20-seitigen Papier auf Konfrontationskurs zu Deutschland gehen und die bisherige Haltung Deutschland bei der Vergemeinschaftung eines Teils der Schulen in Europa anprangern. Die Linke wirft Merkel eine egoistischen Unnachgiebigkeit vor, die ausschließlich die Interessen der deutschen Sparer verfolge.
Von der französischen Regierung fordern die Autoren, dass Frankreich künftig stärker gegen die europäische Sparpolitik Stellung bezieht. Die Spannungen zwischen den regierenden Sozialisten in Frankreich einerseits und Union sowie FDP in Deutschland sind kaum zu übersehen, auch wenn die Kanzlerin Angela Merkel bisher einen offenen Streit über die Wirtschafts- und Haushaltspolitik zu vermeiden versucht. Frankreichs Regierung hat erst kürzlich ein höheres Haushaltsdefizit als geplant verkündet. Darauf hatten etliche CDU-Politiker Frankreichs Regierung dazu aufgefordert, endlich mit Reformen und dem Sparen zu beginnen.


Kanzlerkandidat trifft Staatschef (05.04.2013)
SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück hat Frankreichs Präsident Hollande besucht. Beide stecken in einem Umfragetief, doch Peer Steinbrück nimmt den französischen Staatschef in Schutz. Für viele Probleme in Frankreich könne Hollande nichts so Steinbrück. Frankreich kämpft mit zunehmender Deindustrialisierung und hat ein nicht wirklich funktionierendes berufliches Ausbildungssystem. Außerdem fehlt Frankreich ein tragfähiger Mittelstand. Hollande zeigte sich auch einsichtig, dass sein Land die derzeitige aufgeblasene Bürokratie reduzieren müsse. Hollande möchte auch in seinem Land sparen. Die von Kanzlerin Angela Merkel gut geheißene Sparpolitik für Südeuropa halten beide, sowohl Hollande als auch Peer Steinbrück für wenig zukunftsweisend und problemorientiert.


Die "untadelige Republik" ist erschüttert (03.04.2013)
In Frankreich ist der Schwarzgeld-Skandal um den Ex-Haushaltsminister Jérôme Cahuzac neu entfacht. Präsident François Hollande ist um Schadensbegrenzung bemüht. Die Opposition wirft dem Präsidenten vor, er habe von den Machenschaften seines Ex-Ministers gewusst. Fakt ist, dass ausgerechnet Cahuzac, einer seiner Vorzeigeminister, der Steuerbetrügern auf die Schliche kommen sollte, selbst jahrelang ein heimliches Auslandskonto mit über 600.000 Euro Schwarzgeld geführt hatte. Vor seiner Wahl zum Präsidenten Frankreichs hatte Hollande noch eine "untadelige Republik" versprochen. Der Fall Cahuzac bringt die Sozialisten, die ohnehin derzeit im Umfrage-Tief stecken, stark in Bedrängnis. Präsident Hollande reagiert mit neuen Gesetzen auf die Schwarzgeld-Affäre. So sollen das Einkommen und das Vermögen von Spitzenpolitikern künftig schonungslos offengelegt und die Unabhängigkeit der Justiz gestärkt werden.


Hollande nimmt erstmals Parade zum Nationalfeiertag ab (14.07.2012)
Zum ersten Mal in seiner Amtszeit hat Frankreichs Präsident Hollande die Militärparade am Nationalfeiertag abgenommen

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Zahlenbilder Zahlenbilder Zahlenbilder Zahlenbilder
Präsidenten-wahlen in Frankreich (06/2012) Die Verfassung der Französischen Republik (02/2009) Regionale Unterschiede in der EU (03/2011) Mindestlöhne in Europa (02/2011) 


Machtwechsel im Élysée-Palast (06.05.2012)
Der Sozialist François Hollande wird der nächste Präsident Frankreichs. Nach Auszählung von knapp 90 Prozent der Stimmen kam er bei der Stichwahl auf 51,32 Prozent der Stimmen. Damit zieht erstmals nach 17 Jahren wieder ein Sozialist in den Elysée Palast ein. François Mitterand, ebenfalls Sozialist, regierte von 1981 bis 1995.

Hollande möchte das französische Steuersystem reformieren und verschiedene Maßnahmen in den Bereichen Bildung und Beschäftigung durchsetzen. So sollen Besserverdienende und Unternehmen stärker belastet werden und 60.000 neue Jobs im Bildungsbereich geschaffen werden. Die Budgetsanierung in Frankreich soll seinem Wunsch gemäß weiter fortgesetzt werden. Die Bereiche Justiz und Jugend sollen Priorität in seiner Amtszeit erhalten.

Duell bei Wohlfühltemperatur (02.05.2012)
Zwischen Amtsinhaber Sarkozy und seinem Herausforderer Hollande ist ein TV-Duell geplant. Zum ersten Mal treten die beiden Kandidaten live gegeneinander an. Dementsprechnd groß ist das Medieninteresse an der 2,5 ständigen Liveschaltung.

Hollande vorn - Amtsinhaber ohne Amtsbonus (23.04.2012)
Francois Hollande erzielt mit 28,6 % der STimmen das beste Ergebnis vor dem Amtsinhaber Nikolas Sarkozy. Auch die FN (Nationalisten) mit ihrer Spitzenkandidatin Marine Le Pen schneiden mit 18,0 % recht gut ab.

Einfach nur nervig (21.04.2012)
Das Interesse der Bürger an den Präsidentschaftswahlen ist eher gering. Keiner der Kandidaten steht in der Wählergunst wirklich oben. Auch der sozialistische Herausforderer Hollande konnte im Wahlkampf nur wenig an Profil gewinnen. Hollande fordert unter anderem eine Reichensteuer von 75 Prozent, die Rückkehr zur Rente mit 60 und 60.000 neue Stellen für Lehrer, doch die Bevölkerung bleibt angesichts knapper öffentlicher Kassen sehr skeptisch.

Sarkozy verspricht wie auch schon beim letzten Wahlkampf 2007 fünf Prozent Azubis pro Betrieb. Zudem sollen Arbeitslose zu Gemeinschaftsarbeit verpflichtet werden. Nach Sarkozy sollen Arbeitslose zudem neue Jobangebote annehmen müssen. Des weiteren soll die Zuwanderung um die Hälfte reduziert und Stellen im öffentlichen Dienst gestrichen werden.

Die rechtsextreme Präsidentschaftskandidatin Marine le Pen steht gerade bei jungen Leuten hoch im Kurs.

Wählen gehen oder nicht? (10.04.2012)
Dem sozialistischen Kandidat Francois Hollande werden gute Chancen eingeräumt, bei der kommenden Wahl Sarkozy als Präsident abzulösen. Dennoch auch Hollande ist nicht gerade ein Top-Favorit. Die Menschen auf der Straße trauen beiden Kandidaten nicht zu, dass sie Frankreichs Probleme lösen können. Experten erwarten deshalb eine der niedrigsten Wahlbeteiligung in der Geschichte der 5. Republik.

Erneut Razzien gegen Islamisten in Frankreich (04.04.2012)
Die Polizei hat bei Razzien in mehreren französischen Städten rund zehn Verdächtige aus dem islamistischen Milieu festgenommen.

Polizei nimmt 19 mutmaßliche Islamisten fest (30.03.2012)
Bei einer Razzia im Islamisten-Milieu sind 19 Verdächtige ein Tag nach der Beerdigung des Attentäters von Toulouse festgenommen worden.

Tatwaffe auch bei Soldatenmorden verwendet (19.03.2012)
Ein Unbekannter hat auf drei Kinder und einen Lehrer einer jüdischen Schule in Toulouse tödliche Schüsse abgegeben und konnte danach mit einem Motorroller unerkannt entkommen. Ein 17-Jähriger wurde schwer verletzt.

Sozialisten entscheiden über Sarkozy-Herausforderer (16.10.2011)
In Frankreich hat die Stichwahl zur Präsidentschaftskandidatur begonnen.
Die Anhänger der sozialistischen Partei haben die Möglichkeit, sich in einer Stichwahl für einen der beiden Kontrahenten zu entscheiden. Zur Wahl stehen die Bürger-meisterin der nordfranzösischen Stadt Lille, Martine Aubry und der frühere Parteichef Francois Hollande.

Proteste gegen Frankreichs Bildungspolitik (27.09.2011)
Allein in diesem Jahr wurden in Frankreich 65.000 Jobs an französischen Schulen abgebaut. Der Haushalt für das kommende Jahr sieht weitere 14.000 Stellen-streichungen vor. Die Lehrer kämpfen vielerorts mit Klassenstärken von 35 oder 37 Schülern.

Sarkozy fürchtet sich vor linker Mehrheit (25.09.2011)
In Frankreich stehen Senatswahlen an. Frankreichs Präsident N. Sarkozy muss befürchten, dass linke Kräfte bei der heutigen Senatswahl die Mehrheit der Sitze erringen. Damit wäre Präsident Sarkozy deutlich geschwächt. In Zukunft wäre er dann bei Verfassungsänderungen auf das Wohlwollen der Sozialisten angewiesen. Eine Senatsmehrheit für die Sozialisten hätte auch Auswirkungen auf die französische Haushaltspolitik.

Die Senatswahl in Frankreich ist eine indirekte Wahl bei der nur Wahlmänner und nicht Frankreichs Bürger abstimmen dürfen, insofern eigentlich kein größeres politisches Ereignis.

Frankreichs Banken denken um
(12.09.2011)

Comeback trotz Imageverlust? (2.07.2011)
Diskussion über Zukunft Strauss-Kahns

Franzosen verpassen Sarkozy einen Denkzettel (28.03.2011)

Bei den Kantonalwahlen in Frankreich wurden die Konservativen von Präsident Sarkozy abgestraft. Im Aufwind sind dagegen die Sozialisten und die Rechtsextremen der Front National. Die rechtsextreme Partei unter Chefin Marine Le Pen erzielte rund zwölf Prozent der Stimmen und konnte sogar in einigen Kantonen in Südfrankreich eine Mehrheit gewinnen. Die Wahlbeteiligung lag bei 45 %. Viele enttäuschte Konservative waren zu Hause geblieben. Andere konservative Wähler haben sich vom anti-islamischen Kurs der rechtsextremen Partei überzeugen lassen und infolgedessen den Konservativen den Rücken gekehrt.


Frankreich fährt Frustattacke auf deutsche Partner (Spiegel.de, 13. März )

Sarkozy will Spekulanten mit Steuer abschrecken (24.01.2011)


Französische Rentenreform

Gesetzliches Renteneintritts-alter
tatsächliches Renten-eintrittsalter*
Beitragsjahre für vollen Rentensatz* Rentensystem
bisher 60 ...

Anhebung auf
62 geplant
Männer: 58,7 / Frauen: 59,5

40,5 bis 2012 Anhebung auf 41; alternativ: bei Erreichen des 65. Lebensjahres
verdienstab-hängige Rente
+ obligatorische betriebliche Altersvorsorge
+ soziale Grundrente
  Stand: Sept. 2010; * Quelle: OECD


Steinwürfe, Benzinmangel - und Sarkozys Optimismus (19.10.2010)

Wann Europa in Rente geht (16.06.2010)



Diverse interessante Schaubilder zu FRANKREICH/EU :

Schaubilder/
Illustrationen
Schaubilder/
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Schaubilder/
Illustrationen
Schaubilder/
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Schaubilder, Diagramme, Tabellen und Illustrationen zu Wirtschaft und Politik Schaubilder, Diagramme, Tabellen und Illustrationen zu Wirtschaft und Politik Schaubilder, Diagramme, Tabellen und Illustrationen zu Wirtschaft und Politik Schaubilder, Diagramme, Tabellen und Illustrationen zu Wirtschaft und Politik
Zahlenbilder Zahlenbilder Zahlenbilder Zahlenbilder
Die Euro-Zone (10/2010) Umrechnungs-kurse für den
Euro (10/2010)
Europa ohne Kinder? (07/2010) Abgabenlast
in der EU (07/2010)



Folgende Artikel der Tagesschau sind nicht mehr verfügbar:

Frankreichs Außenministerin reicht Rücktritt ein (27.02.2011)

Sarkozy zieht die Notbremse (09.02.2011)

"Sarkozy sind die Sicherungen durchgeknallt" (08.02.2011)

Franzosen wollen Urlaub statt Proteste (23.10.2010)

Französischer Senat verabschiedet Rentenreform (22.10.2010)

Marseille erstickt im Müll (21.10.2010)

Flughafen von Marseille blockiert (21.10.2010)

Sarkozy will Blockaden an Tanklagern auflösen (20.10.2010)

Frankreich zapft seine Benzinreserve an (19.10.2010)

Streiks verknappen Treibstoff an Pariser Flughafen (16.10.2010)

Frankreichs Regierung warnt vor Benzin-Hamsterkäufen (14.10.2010)
Dritter Streiktag gegen Rentenreform

Franzosen laufen Sturm gegen Rentenreform (12.10.2010)

Rentenreform nimmt weitere Hürde - neue Proteste (12.10.2010)

Zugverkehr von und nach Frankreich stark behindert (12.10.2010)
In Frankreich wird erneut gegen die von der Regierung beschlossene Rentenreform gestreikt. Die Gewerkschaftsvertreter erwarten mehrere Millionen Teilnehmer zu den 240 geplanten Kundgebungen und Demonstrationen. Betroffen vom Streik im Zugverkehr sind 2/3 der TGV-Hochgeschwindigkeitszüge, aber auch der Nahverkehr fährt nur eingeschränkt. Knapp sieben Prozent der rund 4300 Gymnasien in Frankreich sind am heutigen Tag geschlossen.

Streitthema:
Bisher konnten Beitragszahler zur Rentenversicherung mit 60 Jahren - vorausgesetzt sie haben 40,5 Jahre ihre Beiträge bezahlt - die volle Rente beziehen. Nun soll die Altersgrenze aber auf 62 Jahre angehoben werden. Wer nicht genug Arbeitsjahre nachweisen kann, soll künftig sogar erst mit 67 statt bisher mit 65 die volle Rente ausbezahlt bekommen. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes CSA unterstützen 69 % der Franzosen die Demonstrationen.

Wieder Massenproteste gegen Rentenreform (02.10.2010)

Neue Proteste gegen die Rente mit 62 (23.09.2010)

Nationalversammlung billigt höheres Rentenalter (15.09.2010)

Französisches Parlament stimmt für Rentenreform (10.09.2010)

Millionen gegen Sarkozys wichtigstes Projekt (07.09.2010)

Franzosen streiken gegen Sarkozys Pläne (07.09.2010)

Mit Streiks gegen die Rente mit 62 (07.09.2010)

Millionen Franzosen gegen die Rente mit 62 (24.06.2010)

Franzosen sollen künftig bis 62 Jahre arbeiten (16.06.2010)

Hunderttausende beteiligen sich an Rentenprotest (27.05.2010)

Unruhe im Rentnerparadies (15.02.2010)





Abschiebung von Roma aus Frankreich

Das große Schweigen nach dem Streit
(17.09.2010)

Berlin spricht von Missverständnissen (17.09.2010)

Sarkozy hat den Bogen überspannt (17.09.2010)

Sarkozy sorgt für Eklat im Roma-Streit (16.09.2010)

Roma-Streit auf dem Gipfel (16.09.2010)

"Der Umgang mit den Roma ist eine Schande" (14.09.2010)

Darf Frankreich Roma massenweise ausweisen? (31.08.2010)

Kritik an Roma-Abschiebung wächst (26.08.2010)

Frankreich gibt Roma-Problem an EU weiter (25.08.2010)




Folgende Artikel der Tagesschau sind nicht mehr verfügbar:

Wie vor einem Jahr, doch keiner schaut mehr hin (26.07.2011)

Keine politische Teilhabe, keine Integration (12.10.2010)

"Von allen Seiten verfolgt und bedroht" (01.10.2010)
Abgeschobene Roma beklagen Lage in Bulgarien

Vergeben und vergessen (21.09.2010)

Proteste gegen Roma-Ausweisungen (04.09.2010)

Tausende protestieren gegen Roma-Ausweisungen (4.09.2010)

Roma-Politik entzweit Kirche und Regierung (27.8.2010)

Vorurteile, die nicht vergehen wollen (27.08.2010)

Niemand geht wirklich freiwillig (19.08.2010)

Frankreich schiebt 700 Roma ab (12.08.2010)

Sarkozy gibt den Hardliner (28.07.2010)

Umgang mit Roma in Frankreich. Sarkozy gibt den Hardliner (28.07.2010)

Hass und Ressentiments statt Integration (26.01.2010)


Islam-Integration/Migration
Der Tanz um den Schleier (26.01.2010)
Frankreich will den Vollschleier verbannen (26.01.2010)


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