Die Türkei und die Lira Krise
Proteste gegen die Inhaftierung politischer Gefangener

FAKTEN UND ZAHLEN

Dezember 2018
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat das Vorgehen der französischen Polizei gegen die "Gelbwesten"- Proteste kritisiert.

In einer Rede sagte er, dass die aktuellen "Chaos-Szenen" in Paris, Brüssel und anderen Städten zeigten, dass Europa beim Test in Sachen Demokratie, Menschenrechte und Freiheit durchgefallen sei.

Der türkische Präsident Erdogan war in der Vergangenheit öfters von der EU dafür kritisiert worden, dass türkische Sicherheitskräfte mit äußerster Brutalität gegen Demonstranten vorgehen.

Der jetztige Seitenhieb gegen Europa und insbesondere gegen Frankreich ist quasi eine Retourkutsche für die Vorwürfe gegenüber Erdogan.


Oktober 2018


29. Okt.

Erdogans Prestigeflughafen in Istanbul symbolisch am 95 Jahrestag
der Gründung der Türkei eröffnet.


Am heutigen Nationalfeiertag, dem 95. Jahrestag der Gründung der Türkei wird der Flughafen in Istanbul nach weniger als viereinhalb Jahren Bauzeit zumindest symbolisch eröffnet. Noch ist der privat finanzierte und betriebene Istanbuler Flughafen noch nicht fertiggestellt. Er verfügt über sechs Start- und Landebahnen, mehr als 500 Check-In-Schalter und 143 Passagierbrücken, über die die Fluggäste in die Maschinen gelangen können. Bis spätestens Ende Dezember soll es das Hard Opening geben. Dann zieht der gesamte Betrieb vom Atatürk-Flughafen hierher ziehen. Die des Projektes belaufen sich laut Samsunlu auf 10,5 Milliarden Euro. Der Airport entstand auf einem ehemaligen Braunkohlefördergebiet voller Krater und kleiner Seen. Anfangs sollen hier nur drei türkische Flughäfen angesteuert werden sowie Nordzypern und Baku in Aserbaidschan.

Die Bauphase wurde immer wieder von Protesten der Arbeiter und zahlreichen tödlichen Arbeitsunfällen überschattet. Insgesamt kamen laut Gewerkschaften 37 Menschen während der Bauarbeiten bislang ums Leben.


28. Okt.
Der türkische Journalist und Regierungskritiker Ertugul Adil Yigit, der mit seiner Protestaktion im Bundeskanzleramt bekannt geworden war, soll bis Mitte Januar Deutschland verlassen. Er trug bei der Pressekonferenz zwiwschen Kanzlerin Angela Merkel und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan Ende September ein T-Shirt mit der Aufschrift "Gazetecilere Özgürlük - Freiheit für Journalisten in der Türkei". Als Gründe für die Ausweisung geben die Mitarbeiter der Behörde an, dass Yigit nicht erwerbstätig sei und die "familiäre Lebensgemeinschaft" mit seinen deutschen Kindern nicht mehr bestehe. Yigit gibt die regierungs-kritische Onlinezeitung "Avrupa Postasi" heraus und schreibt zudem für die "Taz" als Kolumnist. Yigit, der nach eigenen Angaben seit 36 Jahren in Deutschland lebt, sieht einen klaren Zusammenhang zwischen der Protestaktion im Bundeskanzleramt und dem Ausweisungsbescheid.


Um die hohe Inflation zu bekämpfen, hat die türkische Regierung bei zahlreichen Gütern nun eine Preissenkung um zehn Prozent angekündigt. Unternehmen sind angehalten, ihre Preise „freiwillig“ um zehn Prozent zu senken. Finanzminister Berat Albayrak erklärte nun vor der Presse, staatseigene Unternehmen würden entsprechend die Preise senken. Gleichzeitig appellierte der Finanzminister an private Firmen, sich der Initiative anzuschließen und ebenfalls die Preise zu senken. Alle Geschäfte, die sich beteiligten, sollten das Logo der Aktion in ihren Schaufenstern anbringen. Die Inflationsrate war zuletzt im September vor allem wegen der Währungskrise auf fast 25 Prozent gestiegen.
Die Produzentenpreisinflation war sogar um 46 % gestiegen.

Der amerikanische Wirtschaftsprofessor der Uni Loyola Thomas DiLorenzo sieht die türkischen Maßnahmen zur Eindämmung der Teuerungsrate kritisch. Zwar hätten seit Hunderten von Jahren Diktatoren, Despoten und Politiker aller Couleur immer wieder versucht, Preiskontrollen einzuführen, doch die Folgen solcher Preiskontrollen seien immer verheerend gewesen, so der Wirtschaftsprofessor.

Als Nachteile solcher Preiskontrollen werden genannt:

- Versorgungsengpässe

- die Verschlechterung der Produktqualität

- die Förderung von Schwarzmärkten und Korruption

- die Zerstörung von produktiven Ressourcen

- eine Preiskontroll-Bürokratie

- eine gefährliche Machtkonzentration in den Händen jener, die die
  Preiskontrollen angeordnet haben.


Sept. 2018

Wegen dem Vorgehen der Türkei gegen Kritiker hat die EU beschlossen, die Vorbeitrittshilfen für die Türkei um 40 % zu kürzen. Der türkischen Regierung werden damit in dem Zeitraum von Anfang 2018 bis Ende 2020 rund 760 Millionen Euro gestrichen. Dennoch erhält die Türkei aus dem EU Haushalt noch knapp 1,2 Milliarden Euro.

Gestoppt werden zum Beispiel EU-Programme, die Richter in der Türkei qualifizieren sollen. Schließlich hat sich das Justizsystem in der Türkei nach Kündigungen, Entlassungen und Verhaftungen radikal verändert.

Mit den EU Finanzhilfen für Beitrittskandidaten sollen eigentlich Projekte finanziell gefördert werden, die die Demokratie oder das Rechtssystem in dem Land fördern sollen. In der Vergangenheit hatte die Türkei aber kaum EU-Gelder für förderungswürdige Projekte abgerufen.

Künftig soll es keine festen Gelder mehr an die fünf derzeitigen EU Beitrittskandidaten Türkei, Albanien, Mazedonien, Montenegro und Serbien geben. Stattdessen sollen die im EU Haushalt vorgesehenen Finanzhilfen von insgesamt 14,5 Mrd. Euro erfolgsabhängig verteilt werden.

Bereits im Frühjahr hatte die EU-Kommission in ihrem Fortschrittsbericht festgestellt, dass sich die Türkei in riesigen Schritten von der EU weg bewegt hat.


27. - 29. Sept.
Der Türkische Präsident Erdogan ist zu einem dreitägigen Besuch in Berlin, wo er von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit militärischen Ehren empfangen werden wird. Erdogan bemüht sich um ein Ende der politischen Spannungen und wirbt gleichzeitig für einen Neustart der Beziehungen beider Länder.

Schon am Flughafen in Berlin Tegel wird er von Aktivisten der Organisation "Reporter ohne Grenzen" empfangen. Sie protestieren lautstark gegen die Einschränkung der Pressefreiheit in der Türkei.

Er wird zunächst miit Vertretern von türkischen Nichtregierungsorganisa-tionen und Unternehmen zusammenkommen. Das offizielle Programm wird dann am Freitag den 28.09 beginnen. Gegen Mittag wird es ein Arbeitsessen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel geben und abends ist ein Staatsbankett im Schloss Bellevue geplant, an dem die Bundeskanzlerin allerdings nicht teilnehmen wird.

Bei einer Bundestagsdebatte anlässlich des dreitägigen Staatsbesuches von Recep Tayyip Erdogan gibt es fraktionsübergreifend scharfe Kritik am Kurs der Türkei und am Umgang der Bundesregierung mit Staatspräsident Erdogan.

Sevim Dagdelen, Vize-Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, knüpft eine Normalisierung der Beziehungen beider Länder an eine Normalisierung der Menschenrechtslage in der Türkei und kritisiert, dass Erdogan von der deutschen Bundesregierung derart pompös empfangen wird. FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff fordert die Freilassung aller politischen Gefangenen in der Türkei und auch eine künftige freie politische Debatte in der Türkei. AfD-Abgeordneter Armin-Paul Hampel bedauert, dass der deutsche Einfluss am Bosporus dramatisch geschwunden ist, während die Türkei mehr denn je in Deutschland hineinwirkt.

Der Sprecher der Unionsfraktion für Außenpolitik, Jürgen Hardt (CDU) sichert der Türkei zwar weiterhin die Hilfe Deutschlands zu, fordert aber zugleich die Freilassung politischer Gefangener. SPD-Menschenrechts- experte Frank Schwabe stellte bei seiner Rede im Deutschen Bundestag klar, dass es beim Thema Demokratie und Rechtsstaatlichkeit keine Kompromisse geben darf.

Bundeskanzlerin Merkel sieht tiefgreifende Differenzen zwischen der Türkei und Deutschland bei den Themen Pressefreiheit, Rechtsstaat-
lichkeit und Menschenrechte. Weiterhin umstritten bleiben der Fall des türkischen Journalisten Can Dündar und die Lage zahlreicher politischer Gefangener in der Türkei. Die Bundeskanzlerin mahnte eine rasche Lösung für die in der Türkei inhaftierten Deutschen an.
Zumindest aus deutscher Sicht rechtfertigen die vagen Terrorvorwürfe weder eine monatelange Untersuchungshaft noch die jahrelangen Haftstrafen.

Erdogan verlangt weiterhin von der Bundesregierung die Auslieferung von Regierungskritikern wie Can Dündar. Dieser war wegen eines Berichts über geheime Waffenlieferungen der Türkei an syrische Islamisten zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Dem früheren Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet" war es aber gelungen, nach Deutschland zu flüchten.

Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich von New York aus klar gegen die von der Türkei geforderte Auslieferung des türkischen Journalisten Can Dündar ausgesprochen.

Aus türkischer Sicht halten sich "Tausende Mitglieder der PKK-Terrororganisation" und Hunderte" Anhänger der Gülen-Bewegung in Deutschland auf. Erdogan erwartet von Deutschland, dass es die Gülen-Bewegung mit der auch in Deutschland verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gleichsetzt. Einer solchen Forderung erteilte Bundeskanzlerin Merkel aber eine klare Absage.

Am Rande der Pressekonferenz gab es einen Zwischenfall, als ein türkischer Journalist ein T-Shirt mit der Forderung der Freilassung von Medienvertretern hoch hielt. Dieser wurde von Ordnern aus der Pressekonferenz verwiesen. Regierungssprecher Steffen Seibert verteidigte später das Vorgehen.

Zu der "Erdogan not welcome"-Demo kamen weit weniger als zunächst erwartet. Statt der angemeldeten 10.000 Teilnehmer kamen nur ca. 1500 Demonstranten. Bundesweit gibt es Protestaktionen gegen die Politik Erdogans.


20. August 2018
Nicht wenige Ökonomen sind der Auffassung, dass hinter der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise in der Türkei weit mehr steckt als bloß der Streit zwischen den USA und der Türkei um den in der Türkei festgehaltenen US-Pastor Andrew Brunson.

In Wirklichkeit steckt hinter der Krise eine Fehlentwicklung, die schon seit langem voraussehbar war, so die Ansicht einiger Ökonomen.

Seit Jahren importiert die Türkei viel mehr Waren und Dienstleistungen aus dem Ausland als sie exportiert. Diese Importe auf Pump werden überwiegend aus dem Ausland finanziert und zwar in Fremdwährungen, in US Dollar und EURO und eben das macht die Türkei so angreifbar.

Vor allem türkische Unternehmen sind hoch verschuldet und wenn nun, wie zur Zeit, die Inflation steigt und der Wert der türkischen Lira stetig fällt, so wird es den Firmen in der Lira-Krise zunehmend schwerer, ihre Schulden zu begleichen. Investoren sind daher besorgt und ziehen ihr Geld ab.

Die US-Ratingagentur Fitch schätzt den Finanzierungsbedarf der Türkei allein für 2018 auf 229 Milliarden Dollar.

Der türkische Industrieminister hat zwar einen 16-Punkte-Plan zur Unterstützung kleinerer Betriebe ausgearbeitet und auch die türkische Notenbank hat inzwischen zumindest indirekt den Zins erhöht, indem sie Banken auf einen höheren Leitzins verwies, doch den US-Ratingagen-
turen reicht das nicht. Laut US Ratingagentur Fitch kann nur eine offizielle Leitzinsanhebung wieder mehr Geld ins Land locken.
Dies lehnt Recep Tayyip Erdogan jedoch vehement ab.

Der türkische Finanzminister versucht die Investoren zu beruhigen und der türkische Staatschef hat seine Amtskollegen aus Deutschland und Frankreich bereits in dieser Angelegenheit konsultiert. SPD-Chefin Andrea Nahles hatte sogar schon mögliche Finanzspritzen aus Deutschland dieser Tage ins Gespräch gebracht, doch viele
Fürsprecher findet sie nicht.

Andere Ökonomen argumentieren wie folgt und begründen den temporären Wirtschaftsaufschwung und die jetzige Krise mit der Entwicklung der Leitzinsen.

Als führende Notenbanken ihre Zinsen auf Rekordtiefs senkten, um
die heimische Wirtschaft mit billigen Krediten zu versorgen, wurden zuhauf Investoren in Schwellenländer gelockt, wo die Zinsen höher waren. Davon profitierten zunächst Länder wie die Türkei und die BRICS Staaten in erheblichem Umfang.

Da in letzter Zeit die amerikanische Notenbank FED aber wieder schrittweise ihre Zinsen anhebt und die Europäische Zentralbank in absehbarer Zeit folgen dürfte, ziehen Investoren wieder ihr Geld aus Schwellenländern ab. Aus diesem Grund, so die Überlegung der Ökonomen, gerät in letzter Zeit nicht nur die türkische Lira unter Druck, sondern auch die Währungen anderer Länder wie Argentinien, Südafrika und Indien.


Ob die Leitzinsentwicklung aber tatsächlich für den langjährigen Wirtschaftsaufschwung und nun auch für die Krise in der Türkei verantwortlich ist, ist fraglich. Hierzu eine Grafik, die diese Zweifel untermauern.

Die Grafik zeigt sehr deutlich, dass ausländische Direktinvestionen in der Türkei bereits in der Hochzinsphase einsetzten und nicht erst als FED und EZB ihre Leitzinsen drastisch auf immer neue Rekordtiefe senkten.

Entwicklung ausländischer Direktinvestitionen in der Türkei

Schaubild: Ausländische Direktinvestititionen in der Türkei /Entwicklung der Leitzinsen


15. August 2018
Der Handelsstreit mit den USA weitet sich aus. Jetzt hat die Türkei Einfuhrzölle auf bestimmte US-Produkte erhöht - teils um bis zu 140 Prozent.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan unterzeichnete jetzt ein Dekret wonach der Zoll auf bestimmte Einfuhren aus den USA drastisch steigt.

So werden die Einfuhrzölle auf

- amerikanische PKW um 120 Prozent
- alkoholische Getränke um 140 Prozent
- Tabak um 60 Prozent

angehoben. Auch für andere Waren soll es künftig höhere Zölle geben, darunter fallen beispielsweie Kosmetika, Reis und Kohle

Zudem strebt Präsident Erdogan einen Boykott von US-Elektronikprodukten ange. Wie er diesen Boykott jedoch umsetzen möchte, ist noch unklar.

Außenminister Mevlüt Cavusoglu warf den USA vor, ihre Währung und ihre Macht zu missbrauchen, um der Türkei zu schaden. Daher möchte die Türkei die Abhängigkeit vom Dollar in Zukunft reduzieren.

Exkurs:
Bruttoinlandsprodukt BIP pro Kopf in US-Dollar, gerechnet in Kaufkraftparitäten:

  Türkei Deutschland
1990   6.141 19.422
2016 24.244 48.730

Quelle: Weltbank


13. August 2018
Seit Mitternacht, 0:00 Uhr sind die neuen US-Strafzölle in Kraft, d.h. ab sofort wird Stahl aus der Türkei mit Abgaben in Höhe von 50 % statt bisher 25 % besteuert. Trump kündigte via Twitter an, auch die US-Strafzölle auf Aluminium aus der Türkei auf 20 % verdoppeln zu wollen. Einen konktreten Termin nannte er aber noch nicht.

In einem Tweet am Freitag hatte US Präsident Trump noch einmal extra auf die schlechten Beziehungen zum NATO Partner Türkei hingewiesen. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan wirft den USA vor einen Wirtschaftkrieg gegen die Türkei zu führen. Grund für den jetzigen Streit ist die Inhaftierung des US-amerikanischen Pastors Andrew Brunson, der wegen Terror- und Spionageverdacht derzeit unter Hausarrest steht. Ihm drohen bei einer Verurteilung durch die türkische Justiz lange Haftstrafen von bis zu 35 Jahren.

Im vergangenen Jahr exportierte die Türkei Eisen, STahl und Aluminium im Wert von 1,1 Mrd. US-Dollar (950 Millionen Euro) in die USA.

Am Montagmorgen sank im asiatischen Handel der Wert der türkischen Lira im Vergleich zum US-Dollar und dem EURO zweistellig.
Zeitweise mussten mehr als sieben türkische Lira für einen US-Dollar oder mehr als acht Lira für einen Euro gezahlt werden. Kurze Zeit später verkündet Finanzminister Berat Albayrak einen Aktionsplan für die Stabilisierung der türkischen Lira. Darauf stabilisiert sich wieder der Kurs der türkischen Lira. Seit Jahresbeginn beträgt der Wertverlust der türkischen Lira fast 50 %.

Türkei: Dramatischer Wertverfall der türkischen Lira Juli/August 2018

11. August 2018
Der türkische Präsident Erdogan hat wegen der anhaltenden Währungskrise in der Türkei drohende Worte an seinen NATO Bündnispartner USA gerichtet.

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan warnte die US- Regierung vor einer weiteren Eskalation in der Angelegenheit des inhaftierten amerikanischen Geistlichen, Andrew Brunson.

So forderte er von den USA in einer seiner kämpferischen Reden, die Souveränität der Türkei zu respektieren. Ansonsten, so Erdogan, werde sich die türkische Regierung "nach neuen Freunden und Verbündeten" umschauen. Er sprach von einem gezielten Währungskrieg gegen die Türkei, der nicht hinnehmbar sei.

Unterdessen war die Lira auf ein neues Rekordtief gefallen.

1 US Dollar entspach zweitweise 6,87 türkische Lira
(10. Aug. 2018)

Zum Vergleich: Noch zum Monatsbeginn mussten weniger als 5 Lira für einen Dollar gezahlt werden.

Vom Lira-Verfall ist vor allem der Bankensektor betroffen. Gerade Banken wie die spanische BBVA, die französische BNP Paribas und die italienische Unicredit mit starkem Engagement in der Türkei sind in großer Sorge.

Erst kürzlich versprach der neue türkische Finanzminister, ein Schwiegersohn Erdogans, die Inflation effektiv zu bekämpfen und eine unabhängige Finanzpolitik zu wahren. Doch womit er die Inflation, die inzwischen die 15 % Marke überschritten hat, bekämpfen möchte, bleibt weiterhin ungeklärt. Staatspräsident Erdogan lehnt Zinserhöhungen vehement ab, um die Inflation zu bekämpfen.

Internationale Investoren sind jedenfalls wenig überzeugt von dem neuen von Finanzminister Berat Albayrak vorgestellten Maßnahmenpaket für die angeschlagene Wirtschaft.

US Präsident Trump heizt die türkische Währundkrise wohl noch bewusst weiter an. So hat er in diesen Tagen eine Verdopplung der Zölle auf Stahl und Aluminium hinsichtlich der Türkei bewilligt.

Kritik kam prompt vom türkischen Handelsministerium, das die neuen Strafzölle als Verstoß gegen die Regeln der Welthandelsorganisation WTO bezeichnet. Die Verärgerung gerade im türkischen Außenministerium ist groß.

Die Türkei hat im vergangenen Jahr Eisen, Stahl und Aluminium im Wert von 1,1 Milliarden Dollar (950 Mio Euro) in die USA exportiert, was ca.
0,7 % aller Exporte entspricht.


2. August 2018
Die diplomatische Krise zwischen den USA und der Türkei hat sich
wegen des inhaftierten amerikanischen Geistlichen, Andrew Brunson, verschärft.

Bisher ist zwar nur das in den USA befindliche Vermögen zweier Regierungsmitglieder eingefroren und US-Unternehmen untersagt worden, Geschäfte mit den Betroffenen zu machen, doch das türkische Außenministerium hat schon jetzt Gegenmaßnahmen angedroht.

Eigentlich haben die jetzt verhängten Sanktionen gegen zwei türkische Minister eher wenig oder gar keine Auswirkungen auf die türkische Wirtschaft, doch Investoren fürchten, die diplomatische Krise könnte sich noch weiter hochschaukeln.

Die Sanktionen der US Regierung gegen den türkischen Innenminister Süleyman Soylu und Justizminister Abdulhamit Gül haben daher große Ängste am türkischen Finanzmarkt geschürt.

Nicht nur die türkische Lira verlor gegenüber dem Dollar an Wert, sondern auch der türkische Leitindex BIST-100 musste Abschläge von mehr als 3 % hinnehmen, denn die Investoren sind durch die politische Eskalation stark verunsichert. Aktuell müssen für einen US-Dollar 5,09 türkische Lira gezahlt werden - so viel wie nie zuvor. Noch zu Jahresbeginn stand der Dollar bei gerade mal 3,796 Lira.

1 US Dollar entspricht aktuell 5,09 türkische Lira
(2. Aug. 2018)

Die Türkei ist auf ausländische Kapitalgeber angewiesen und die bestehende Auslandsverschuldung ist zu einem wesentlichen Teil kurzfristig finanziert.

Erst kürzlich hatte die türkische Zentralbank mit ihrer Inflationsprognose für das laufende Jahr der Lira einen deutlichen Kursrückgang beschert. Bisher war die Zentralbank von einer Inflation von 8,4 Prozent für 2018 ausgegangen, doch diese Prognose musste auf 13,4 % angehoben werde, denn die Inflation hat im Juni schon 15 Prozent erreicht.

Die Türkei hat derzeit gleich mehrere Sorgen...
Beunruhigend sind nicht nur der starke Preisanstieg und der zunehmende und mittlerweile dramatische Wertverlust der Währung sondern auch das hohe Außenhandelsdefizit des Landes.
Ökonomen drängen auf eine weitere Anhebung der Leitzinsen, doch Präsident Erdogan ist ein erklärter Gegner hoher Zinsen.
Derzeit liegen die türkischen Leitzinsen bei 17,75 %.

Präsident Erdogan hatte bereits im Mai mit seinen Ankündigungen im Falle seines Wahlsieges bei den Parlaments- und Präsidentschafts-wahlen am 24. Juni für Unruhe und Turbulenzen an dem Finanzmarkt gesorgt. So hatte er verkündet, er wolle nach einem Wahlsieg die Kontrolle über die Geldpolitik verstärken und seinen Schwiegersohn Berat Albayrak als Finanz- und Wirtschaftsminister ins Kabinett berufen.


26. Juli 2018
US Präsident Trump hat wegen des türkischen Vorgehens gegen den amerikanischen Geistlichen, Andrew Brunson, "weitreichende Sanktionen" gegen die Türkei angedroht.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu krititisierte Trump für diese verbale Attacke scharf und verbat sich umgehend derartige Drohnungen. Er stellte klar, dass die Türkei sich von niemanden Vorschriften machen lasse und der Fall des Pastors Andrew Brunson der unabhängigen Justiz des Landes unterliege. Der Sprecher von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, bezeichnete die Wortwahl des US Präsidenten als nicht akzeptabel.

Der Pastor steht wegen Terrorverdachts und Spionage vor Gericht. Ihm werden Verbindungen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und zur Bewegung um den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen vorgeworfen.

Die nächste Gerichtsverhandlung ist am 12. Oktober.
Sollte er von einem türkischen Gericht verurteilt werden, so drohen ihm bis zu 35 Jahre Gefängnis. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte in der Vergangenheit einen Austausch von Gülen gegen
Brunson vorgeschlagen.


14. Juli 2018
Der nach dem Putschversuch im Juli 2016 verhängte Ausnahmezustand in der Türkei soll nach Willen der türkischen Regierung am 18. Juli
dieses Jahres enden.

Am 19. Juli wäre er ohne Verlängerung fristgemäß ohnehin ausgelaufen.
Präsident Erdogan hatte den Ausnahmezustand seit dem Putschversuch insgesamt sieben mal verlängert. Auch das Verfassungsreferendum zur Umstellung des parlamentarischen Systems auf das neue Präsidialsystem im vergangenen Jahr sowie die Präsidenten- und Parlamentswahlen am 24. Juni fanden unter den Bedingungen des Ausnahmezustandes statt.

Bilanz des Ausnahmezustandes:
In der Zeit des Ausnahmezustandes waren Versammlungs- oder Pressefreiheit massiv eingeschränkt. Er konnte per Dekrete regieren. Viele dieser Notstandsdekrete richteten sich gegen angebliche Anhänger des Predigers Fethullah Gülen, den Erdogan für den Putschversuch verantwortlich macht.

Seit Sommer 2016 waren in der Türkei 70.000 Menschen verhaftet worden, darunter viele Oppositionspolitiker, Journalisten und Menschenrechtler.

Medienhäuser wurden geschlossen und mehr als 110.000 Staatsbedienstete entlassen. Nach offiziellen Angaben wurden rund 4000 Richter und Staatsanwälte ausgetauscht. Noch am Sonntag verloren mit einem neuen Erlass weitere rund 18.000 Lehrer, Polizisten oder Soldaten ihre Arbeit.


25. Juni 2018
Von den rund 1,44 Mio in Deutschland wahlberechtigten Deutsch - Türken haben laut der türkischen Tageszeitung "Sabah" 45,7 % ihre Stimme abgegeben. Das sind 660.000 Menschen.

Davon haben rund 65 % in Deutschland für Erdogan abgestimmt. Die Integrationsdebatte in Deutschland hat dadurch neuen Wind bekommen.

Türkei. Ergebnis der Präsidentenwahl 2018

Am 24. Juni 2018 sind erneut vorgezogene Wahlen in der Türkei.
Diesmal formieren sich die Gegner. Es gilt Erdogans Macht zu brechen. Die Oppositionsparteien schmieden vor der Wahl im Juni Allianzen.

Auch in seiner eigenen Partei, der AKP, könnte Erdogan Konkurrenz bekommen. Ibrahim Tatlises, einst erfolgreicher Schlagerstar in der Türkei, strebt nun eine politische Karriere an und möchte für die Regierungspartei AKP ins Parlament einziehen. Mit Erdogans Entscheidung, die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen um fast eineinhalb Jahre vorzuziehen, ist es ihm zwar gelungen, die Opposition zu überrumpeln, doch diesmal könnte sich Erdogan verkalkuliert haben. Es könnte für Erdogan eng werden, denn der Präsident hat mit schlechten Wirtschaftszahlen zu kämpfen.

Das Bruttoinlandsprodukt ist zwar in der Türkei im vergangenen Jahr um satte 7,4 Prozent gewachsen, doch dieser Wirtschaftsboom war teuer erkauft. Milliarden hat der türkische Präsident Erdogan in die türkische Wirtschaft gepumpt, doch infolge dieser staatlich gelenkten Wirtschaftsankurbelung ist die Inflation auf über zehn Prozent angestiegen. Die Lira ist im Vergleich zum Euro so billig wie noch nie zuvor. Jedes vierte Bürogebäude in der Türkei steht leer.

Die Regierung von Präsident Erdogan stellt die Währungskrise als Verschwörung fremder Mächte dar, doch die Menschen in der Türkei scheinen immer weniger bereit zu sein, diese Erklärung zu glauben.

War noch im Januar für ein Drittel der Türken der Terror das größte Problem des Landes, so ist dieser Wert mittlerweile auf 18 Prozent gesunken.

Die Hälfte der türkischen Bürger sieht jetzt die Wirtschaft als wichtigstes Thema und da hat Erdogan wenig gutes vorzuzeigen. So ist die Arbeitslosenquote in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen.
2018 liegt die Arbeitslosigkeit bei geschätzt 10,7 %.


Arbeitslosigkeit in der Türkei

Muharrem Ince, der Kandidat der Republikanischen Volkspartei (CHP), sucht die Versöhnung mit der pro-kurdischen HDP. So hat er Selahattin Demirtas, den Bewerber der linken, pro-kurdischen HDP, im Gefängnis besucht und diesem versprochen, den gewaltigen Präsidentenpalast in Ankara in eine Universität zu verwandeln, sollte er die Wahl gewinnen.

Mit Meral Aksener, Vorsitzenden der neu gegründeten, nationalistischen Iyi-Partei, bekommt Erdogan zum ersten Mal Konkurrenz im rechten Lager. CHP, Iyi-Partei und die islamistische Splitterpartei Saadet haben mittlerweile eine Anti-Erdogan-Block - Allianz geschmiedet.
Dennoch ist Erdogan ist nach wie vor der populärste Politiker der Türkei.


Februar 2018
Türkische Kriegsschiffe hindern den italienischen Energiekonzern ENI daran, vor Zypern nach Erdgas zu bohren. Die Türkei sieht durch das Bohrvorhaben die Rechte der türkischen Bewohner Nordzyperns gefährdet, denn der nördliche Teil der Insel Zypern nennt sich selbst "Türkische Republik Nordzypern". Die Insel ist seit dem Einmarsch türkischer Militärs nach einem Putsch 1974 geteilt. Der nördliche Teil wird jedoch international nicht als Staat anerkannt.


Erdogan macht der Opposition den Wahlkampf jedoch nicht leicht:
Zum einen hat er zum siebten Mal hat Erdogan den Ausnahmezustand verlängert, der seit dem gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli 2016 besteht.

Zum anderen hat er die Medien beinahe vollständig unter die Kontrolle der Regierung gebracht. Medial werden die Oppositionsparteien tot geschwiegen.

Erdogan-Gegner fürchten, dass es bei der Wahl selbst zu Manipulationen kommen könnte, weil die Regierung in diesem Jahr auch Wahlzettel ohne offiziellen Stempel anerkennen und unabhängigen Beobachtern außerdem den Zugang zu den Wahllokalen teilweise verwehren will.

Derzeitige Umfragen deuten darauf hin, dass Erdogan zwar die Präsidentschaftswahl gewinnt, seine Partei jedoch die absolute Mehrheit im Parlament verfehlt. In diesem Fall hat Erdogan angekündigt, "nötige Schritte" einzuleiten, um eine mögliche Blockadesituation zu verhindern.
Denkbar ist, dass er die Wähler für den Fall, dass seine Partei die absolute Mehrheit im Parlament verfehlt, erneut an die Urne bitten könnte.

Verfall der türkischen Lira.


Türkei, 17. April 2017
Nach dem für Staatspräsident Erdogan erfolgreichen Ausgangs des Referendums feiern viele Unterstützer von Präsident Erdogan auf den Straßen Istanbuls. Andere wiederum demonstrieren dagegen und prangern Wahlbetrug an.

Nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen liegen die Befürworter einer Verfassungsänderung knapp vorne - mit 51,3 Prozent. 48,7 Prozent stimmten dagegen. Besonders hoch war die Zustimmung für das von Präsident Erdogan angestrebte Präsidialsystem unter den Deutschtürken. 63 Prozent der Türken in Deutschland stimmten mit «Ja». Die Wahlbeteiligung in Deutschland lag bei knapp 50 Prozent.

Türkei. Ergebnis des Verfassungsreferendums
Schaubild: Ergebnis des Verfassungsreferendums in der Türkei


Insgesamt geht es um 18 Verfassungsänderungen. Präsident Recep Tayyip Erdogan will unter anderem die Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei auf die Tagesordnung setzen. Spitzenpolitiker von Union, Linke und FDP forderten daher einen Abbruch der EU-Beitrittsverhand-lungen mit Ankara. Die Grünen-Abgeordnete Özcan Mutlu sprach von absolut unfairen und ungerechten Bedingungen während des Wahlkampfes und bei der eigentlichen Abstimmung. Während Erdogan «mit der gesamten Maschinerie des Staates und der Unterstützung nahezu aller Medien» rechnen konnte, war auf der anderen Seite die Opposition nicht nur «staatlichen Repressalien ausgesetzt, sondern sie wurde zudem auch massiv eingeschüchtert».

Nach Ansicht von Özcan Mutlu sei In der Türkei weder eine Unabhängig-
keit der Justiz gewährleistet, noch könne man noch von echter Gewalten-
teilung und Pressefreiheit sprechen. Daher könne die Türkei keinen Platz mehr in der Europäischen Union beanspruchen, so die Grünen Abgeordnete gegenüber der dpa.

Die Oppositionsparteien HDP und CHP prangern Wahlbetrug an und wollen das Ergebnis anfechten. Die EU-Kommission reagierte zurückhaltend auf den Ausgang des Referendums.


Türkei, 9. April 2017
Mittlerweile sind 100.000 Staatsdiener von der "Säuberungswelle" in der Türkei betroffen, darunter auch Diplomaten, Wissenschaftler und Offiziere.
Viele haben nun Asyl im Ausland beantragt.

Ein halbes Jahr vor dem Putsch appellierten 1100 türkische Wissenschaftler an Erdogan, nicht militärisch gegen die Kurden in der Türkei vorzugehen. Viele der Wissenschaftler, die sich an der Unter-
schriftenaktion beteiligt verloren ihren Job an ihren Hochschulen.

Im neuesten, noch vertraulichen Lagebericht des Auswärtigen Amtes zur Türkei wird ein düsteres Bild der Demokratie und der Menschenrechtslage gezeichnet. Da dieser Bericht vom Bundesamt für Migration bei den Asylentscheidungen zugrunde gelegt wird, ist ein positiver Asylentscheid für türkische Diplomaten zu erwarten.


Türkei, 22. März 2017
Die türkische Regierung hat das Ende türkischer Wahlkampfauftritte in Deutschland verkündet. Über die Motiv ist man sich strittig. Bundeskanzlerin Merkel hat diese entscheidung erst einmal nüchtern zur Kenntnis genommen, ohne diese weiter zu kommentieren.

Bis zum geplanten Referendum im Deutschland, bei dem türkische Staatsbürger hier in Deutschland zwischen dem 27. März und dem 9. April ihre Stimme für oder gegen die geplante Verfassungsänderung abgeben können, soll es keine weiteren Wahlkampfauftritte mehr geben.

Recep Tayyip Erdogan hat die Europäer vor einer weiteren Verschärfung des Streits mit seinem Land gewarnt.

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan:
"Wenn ihr Euch weiterhin so benehmt, wird morgen kein einziger Europäer, kein einziger Westler auch nur irgendwo auf der Welt sicher und beruhigt einen Schritt auf die Straße setzen können"

... "Wenn Ihr diesen gefährlichen Weg beschreitet, werdet Ihr selbst den größten Schaden davontragen."



Türkei, 19. März 2017
Der türkische Präsident Erdogan hat Bundeskanzlerin Merkel nun auch persönlich angegriffen, indem er ihr Nazi-Methoden unterstellte. CDU-Vizevorsitzende Julia Klöckner reagierte entsetzt und fragte sich ob dieser überhaupt noch bei Sinnen sei.. Klöckner ist für ein Verbot von Erdogans politischem Wahlkampf in Deutschland. Zuvor hatten einige deutsche Kommunen Wahlkampfauftritte türkischer Minister untersagt. Bei den Auftritten soll für das neue Präsidialsystem in der Türkei geworben werden, über dessen Einführung auch die Türken im Ausland ab 27. März mit abstimmen. In Deutschland können türkische Staatsbürger zwischen dem 27. März und dem 9. April über die Verfassungsreform abstimmen.
In der Türkei findet die Abstimmung dagegen erst am 16. April statt.

Türkei, 12. März 2017
Nachdem bekannt geworden war, dass die türkische Familienministerin in Rotterdam keine Rede für die Verfassungsreform in der Türkei halten darf, hat Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan den Niederlanden harte Konsequenzen angedroht. In diesem Zusammenhang ist es auch interessant zu wissen, dass am Mittwoch in den Niederlanden Parlamentswahlen anstehen. Gerade der Umgang mit dem Islam und islamischen Staaten spielt derzeit im Wahlkampf eine große Rolle.

Zuvor hatte Erdogan auch gegen Deutschland einen Seitenhieb verteilt. So warf er dem deutschen Staatsfernsehen vor, Lügen und Falsch-
meldungen über das angestrebte türkische Präsidialsystem zu verbreiten.


Die Türkei nach dem Putsch

(Sozialkunde Unterrichtsmaterial, Arbeitsblätter)

Diese unterrichtsfertigen Arbeitsblätter zur Türkei behandeln die jüngsten politischen Entwicklung und ihre gesellschaftlichen Hintergründe und sind für den Politikunterricht konzipiert. Die Schüler/innen werden dazu angehalten, sich selbstständig mit der Thematik zu beschäftigen und eigene Standpunkte zu formulieren.

Die Schüler können den Inhalt selbständig erarbeiten und das individuelle Lerntempo jeweils anpassen. Dies gewährleistet die Binnendifferenzierung ohne gesonderte Aufgabenstellung.

Diese aktuellen Arbeitsblätter sind Teil des Stationenlernen

Die Menschenrechte – Bedeutung,
Aspekte und aktuelle Beispiele
.


Massenproteste gegen Erdogan und die AKP

Inhalt:

  • Die AKP und Erdogan – Politik zwischen Tradition und Moderne
  • Der gescheiterte Militärputsch und SEINE FOLGEN
  • Lösungsansätze



Türkei, 28. Februar 2017
Deniz Yücel ist einer von mehr als 150 Journalisten, die derzeit in der Türkei in Untersuchungshaft sitzen. Dem 43-Jährigen Korrespondenten der Tageszeitung "Die Welt" wird - wie vielen anderen - Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Aufwiegelung der Bevölkerung vorgeworfen. Baris Yarkadas von der oppositionellen Republikanischen Volkspartei CHP bezeichnet Yücels Verhaftung dagegen als einen weiteren Schlag gegen die Meinungsfreiheit in der Türkei.
Zwar will Deniz Yücels Anwalt Einspruch gegen seine Verhaftung einlegen, doch die Erfolgsaussichten sind erfahrungsgemäß gering. Nach geltendem türkischen Recht drohen dem Journalisten bis zu 5 Jahre Untersuchungshaft. Viele der inhaftierten Journalisten haben offenbar auch nach Monaten noch keine Beweise für ihre Schuld zu Gesicht bekommen. Oft gibt es auch keine Anklage. Die eingesperrten Journalisten verbringen so nicht selten eine unerträglich lange Zeit der Ungewissheit in Untersuchungshaft, ohne dass man ihnen einen regelmäßigen Familien-besuch gestattet.

Türkei. Durchschnittliche Lebenserwartung 1960 verglichen mit 2016

Türkei, 18. Dezember 2016
Offenbar haben türkische Behörden einer deutschen Schule in der Türkei untersagt, Weihnachtsbräuche zu pflegen. Allem Anschein nach hat es eine email gegeben, die das Lehrerkollegium der Schule anwies, dass "ab sofort nichts mehr über Weihnachtsbräuche und über das christliche Fest im Unterricht mitgeteilt, erarbeitet sowie gesungen wird". Mittlerweile hat das deutsch-türkische Elite-Gymnasium Istanbul Lisesi dementiert, dass die türkische Schulleitung ein Weihnachts-Verbot erlassen habe, aber der Vorfall hat die Gemüter erregt. Die deutsche Politik ist aufgeschreckt.



Die Menschenrechte - Bedeutung, Aspekte und aktuelle Beispiele

(Sozialkunde Unterrichtsmaterial, Arbeitsblätter)

Aus der Reihe:
School-Scout Aktuell


Die Menschenrechte sind ein zentrales Thema im Unterricht der Sozialwissenschaften und der Politik. Mit diesem Stationenlernen erarbeiten ihre Schüler selbstständig zentrale Aspekte des Themas Menschenrechte und konkretisieren sie an aktuellen Beispielen, darunter:

China, Russland, Türkei und Iran.

Warum stellt das Lernen an Stationen einen sinnvollen Unterrichtsverlauf dar?

Die Schüler können den Inhalt selbständig erarbeiten und das individuelle Lerntempo jeweils anpassen.
!
Dies gewährleistet die Binnendifferenzierung ohne gesonderte Aufgabenstellung.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten zum Absolvieren der Stationen eine Checkliste, die ihnen durch gezieltes Abhaken der Aufgabenstellung einen Überblick über das Gelernte verschafft.

Mit einem Kreuzworträtsel wird die Reihe abgeschlossen und das Erlernte vertieft.

 


Menschenrechte Stationenlernen

Inhalt:

Didaktisch-methodische Hinweise zum Einsatz dieses Materials

Einführender Informationszettel für die Schüler

Stationspass

9 Stationen, Informations-materialien und Aufgaben
  • Die Geschichte der Menschenrechte
  • Menschenrechts-organisationen – Beispiel AI
  • Die Todesstrafe – ein zeitgemäßes Instrument?
  • China – Wirtschaftsauf-schwung auf Kosten des Volkes
  • Russland – Machtanspruch und Menschenrechte
  • Türkei – Erdogan, die AKP und die Massenproteste
  • Iran – Geschichte, Gesellschaft, Politik
  • Flüchtlinge in Europa und Deutschland
  • Menschenrechte und nationale Sicherheit





Stationenlernen Entwicklungsländer - Armut und Hunger in einer globalisierten Welt

(Sozialkunde Unterrichtsmaterial, Arbeitsblätter)

Dieses voll ausgearbeitete Stationenlernen “Entwicklungsländer” ist für den direkten Einsatz im Politikunterricht erstellt.

Ihre SchülerInnen erarbeiten selbstständig die zentralen Aspekte von Armut und Hunger, Unterentwicklung
und Globalisierung.

Zudem enthalten die
Stationen Anknüpfungspunkte zu aktuellen Brennpunkten wie Flucht und Vertreibung und zu globalen Herausforderungen der Entwicklungspolitik.

Warum stellt das Lernen an Stationen einen sinnvollen Unterrichtsverlauf dar? Die SchülerInnen können den Inhalt selbständig erarbeiten und das individuelle
Lerntempo jeweils anpassen.

Dies gewährleistet die Binnendifferenzierung ohne gesonderte Aufgabenstellung.

Die SchülerInnen erhalten zum Absolvieren der Stationen eine Checkliste, die ihnen durch gezieltes Abhaken der Aufgabenstellung einen Überblick über das Gelernte verschafft.


Entwicklungsländer Stationenlernen

Stationenlernen Entwicklungsländer
Armut und Hunger in einer globalisierten Welt


Erdkunde/Geografie - aktuell: Arbeitsblätter in Stationsform

Inhalt:

  • Didaktisch-methodische Hinweise zum Einsatz dieses Materials * Einführender Informationszettel für
    die Schüler
  • Stationspass
  • 7 Stationen, Informationsmaterialien und Aufgaben
    • Entwicklungsland – ein schwieriger Begriff
    • Zeitalter des Kolonialismus und seine Folgen
    • Armut und Hunger in Afrika
    • Afrika – ein Globalisierungs-verlierer
    • Bürgerkrieg und Flucht im Sudan
    • Indien zwischen Tradition und Moderne
    • Entwicklungs-politik in der Sackgasse?
  • Ausführliche Lösungsvorschläge





Parlamentswahl in der Türkei

Wähleranteile, Gewinne und Verluste sowie Sitze der Parteien:
(Parlamentswahl November 2015)

AKP 49,4% +8,5 %
317
CHP 25,4 % +0,4 %
134
MHP 11,9 % -4,4 %
40
HDP 10,7 % -2,4 %
59
SP 0,7 % -0,6 %
0
Unabh. 0,1 % -1 %
0


Hinweis:

Nachdem es in der Türkei zu keiner Regierungsbildung gekommen war, hatte Erdogan Neuwahlen für den 1. November angesetzt.

- > Pro/Contra Argumente für den EU Beitritt der Türkei

- > weiter zurückliegende Berichte aus der Türkei

Zahlenbilder - Diagramme, Tabellen, Charts, Karten und Illustrationen


Diagramme, Tabellen, Charts, Karten und Illustrationen


Erdkunde Unterrichtsmaterial Erdkunde Arbeitsblätter
(Unterrichtsmaterial)

Zahlenbilder- fuer Schule und Studium

Schaubilder/
Illustrationen
Schaubilder, Diagramme, Tabellen und Illustrationen zu Wirtschaft und Politik
Zahlenbilder
Die Bildung von Wechselkursen

Schaubilder/
Illustrationen
Schaubilder, Diagramme, Tabellen und Illustrationen zu Wirtschaft und Politik
Zahlenbilder
Die Verfassung der Türkei (03/2018)


Schaubilder/
Illustrationen
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Die Verfassung
der Türkei

Schaubilder/
Illustrationen
Zahlenbilder - Schaubilder Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Asylrecht (10/2014)


Schaubilder/
Illustrationen
Zahlenbilder - Schaubilder Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Islamistische Terrorgruppen (09/2014)


Schaubilder/
Illustrationen
Zahlenbilder - Schaubilder Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Asylanträge in der EU (08/2014)

Schaubilder/
Illustrationen
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Politische und militärische Strukturen der NATO (10/2014)

Schaubilder/
Illustrationen
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Lastenteilung in der NATO (10/2014)


Schaubilder/
Illustrationen
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Brennpunkte des
Weltgeschehens


Schaubilder/
Illustrationen
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Regionalmacht Iran (06/2009)





Arbeitsblätter
zum downloaden ...

Terrorismus - Entwicklung, Erscheinungsformen und Ziele von terroristischen Anschlägen

Terrorismus - Entwicklung, Erscheinungsformen und
Ziele von terroristischen Anschlägen


Terrorismus - Entwicklung, Erscheinungsformen und Ziele von terroristischen Anschlägen

Stationenlernen NATO - Geschichte und Entwicklung des Nordatlantikpakts


Politischer Islam
Politischer Islam
(Stationenlernen)

Politischer Islam
Kriegstourismus
Kämpfen für den islamischen Staat

Völkermord im Namen Gottes
Völkermord im Namen Gottes
Boko Haram

Arbeitsblätter zum Thema Islam
Je suis Charlie
Hintergründe & Folgen

Pegida- Angst für Überfremdung
Pegida. Angst vor Überfremdung & Islamisierung

Pegida- Angst für Überfremdung
Positionen im Nahostkonflikt

Pegida- Angst für Überfremdung
Der CIA-Folterbericht

Flüchtlinge in Deutschland
Menschenrechte/
Grenzen
Flüchtlinge in Deutschland




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USA- Russland
Zwei Weltmächte im Vergleich

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Russland
Ein Riesenreich
unter die Lupe genommen!

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Brasilien. Ein Riesenland erwacht zum Leben

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China.
Was verbirgt sich hinter der Welt-
macht ?

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Indien. Ein Riesenland erwacht zum Leben

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Asien. Kulturviel-falt unter die Lupe genommen

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Türkei
Bindeglied zwischen Europa und Asien

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Zypern. Eine
geteilte Insel

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Geopolitik
Was ist das ?

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