Sozialabgaben für Beschäftigte
Rentenversicherung, Krankenversicherung u.a. Abgaben



Februar 2026
Der Internationale Währungsfonds ist davon überzeugt, dass Deutschland bis 2035 finanzpolitische Maßnahmen im Umfang von 220 Milliarden Euro ergreifen muss. Den Konsolidierungs-bedarf beziffert der IWF bis 2035 auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Der IWF nennt in diesem Zusammenhang drei wichtige Hauptkostentreiber.

- die Alterung der Gesellschaft welche die jährlichen Ausgaben für Renten und Gesundheitsversorgung um etwa 100 Milliarden Euro steigen lässt.
- höhere Zinskosten von rund 18 Milliarden Euro jährlich

Zu Beginn der Legislaturperiode hatte der Bund bereits
ein Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für Infra-strukturinvestitionen beschlossen. Verteidigungsausgaben sollen künftig weitgehend von der Schuldenbremse ausgenommen sein.
- zusätzliche Verteidigungsausgaben von gut 22 Milliarden Euro

So wird eine umfassende Rentenreform gefordert.

Ein Vorschlag von Ökonomen ist es,
Rentenerhöhungen künftig nur noch an die Inflation zu koppeln
statt wie bisher an die Lohnentwicklung. Dies könnte nach IWF-Berechnungen bis 2040 jährliche Einsparungen von einem Prozent des BIP bringen Zur Zeit wären dies rund 45 Milliarden Euro.

Weitere zentrale Forderungen ...
- die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren sollte neu überarbeitet werden.
- das Renteneintrittsalter sollte nach 2031 an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden, denn die demographische Entwicklung sagt für die Zukunft ein längeres Lebensalter voraus.

Nach Ansicht von Unionsfraktionschef Jens Spahn könnte in Zukunft jedes zweite heute neugeborene Mädchen mit hoher Wahrscheinlichkeit 100 Jahre alt werden.

Es ist bereits geplant, die Altersgrenze für die Regelaltersrente schrittweise auf 67 Jahre anzuheben.

Um den finanziellen Mehrbedarf zu decken empfielt der IWF die Streichung umweltschädlicher Subventionen, das Schließen von Schlupflöchern bei der Erbschaftsteuer sowie die Anhebung von Immobilien- und Alkoholsteuern da gerade letztere beiden Steuern in Deutschland relativ niedrig seien.

Dagegen spricht sich der IWF gegen höhere Einkommensteuern und steigende Sozialabgaben aus. Auch die Senkung der Mehrwertsteuer für die Gastronomie hält der IWF für wenig wachstumsfördernd.


02.01.2026
Da der gesetzliche Mindestlohn von 12,82 Euro auf 13,90 Euro steigt, erhöht sich auch der maximal zulässige Monatsverdienst im Minijob auf 603 Euro im Monat.

Bei der Rentenversicherung ergeben sich 2026 einige Änderungen bzw. Anpassungen:

- der Steuergrundfreibetrag steigt auf jährlich 12.348 Euro
- Es steigen auch die Abschläge bei Frühverrentung
- Neurentner müssen künftig 84 Prozent ihrer Rente versteuern.
- Der Abgabesatz für die Künstlersozialversicherung
sinkt auf 4,9 Prozent.
- Es steigt der monatliche Mindestbeitrag für die freiwillige Rentenversicherung auf 112,16 Euro, der monatliche Höchstbeitrag steigt auf 1.571,70 Euro.
- Durch das neue reguläre Renteneintrittsalter wird die Zurechnungszeit bei der Erwerbsminderungsrente verlängert.
- Es steigen zudem die Hinzuverdienstgrenzen bei Erwerbsminderung ...

bei voller Erwerbsminderung auf rund 20.700 Euro jährlich, bei teilweiser Erwerbsminderung auf 41.500 Euro.


Alle Angaben ohne Gewähr! Keine Gewähr auf Vollständigkeit.


04. Januar 2026
Beiträge zur Krankenversicherung
Wie der GKV-Spitzenverband mitteilte, stiegen zum Jahreswechsel die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen deutlich. So ist der durchschnittliche Zusatzbeitrag von rund 2,9 auf mehr als 3,1 Prozent gestiegen. Vorstandvorsitzende Oliver Blatt appelliert an die Politik endlich Reformen in die Wege zu leiten. Reformbedarf wird vor allem bei den Ausgaben für Krankenhäuser und Medikamente gesehen. Nach Informationen von Stiftung Warentest hat etwa die Hälfte der Krankenkassen ihre Beiträge angehoben. Die Erhöhungen fallen dabei aber unterschiedlich stark aus. Die Erhöhungen liegen zwischen 0,2 und 1,1 Prozent. Insofern könnte sich für den einen oder anderen ein Krankenkassenwechsel lohnen.

Die Bundesregierung hatte sich zuletzt das Ziel gesetzt, die Kassenbeiträge stabil zu halten. So wurde ein rund zwei Milliarden Euro umfassendes Sparpaket geschnürt, doch Experten sind überzeugt, dass dieses nicht ausreichen wird.



18. Oktober 2024
Beiträge zur Rentenversicherung

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) möchte das Rentenniveau bei 48 Prozent festschreiben, doch dies könnte sich negativ für die Beiträge zur Rentenversicherung auswirken. Noch liegt der Beitragssatz den sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer paritätisch teilen bei 18,6 Prozent. Selbstständige, die wegen ihrer freiberuflichen Tätigkeit rentenversicherungs-pflichtig sind, zahlen gar den vollen Beitragssatz. Geplant ist nun, dass der Beitragssatz im Jahr 2028 auf 20 Prozent angehoben wird. Bis 2035 soll der Beitragssatz auf 22,3 Prozent steigen. Auch soll zum ersten Mal ein liberales Projekt umgesetzt werden, nämlich das Generationenkapital. Dieses sieht vor, dass der Staat erstmals Geld an den Aktienmärkten anlegt. Bis Mitte der 2030 Jahre will der Bund insgesamt 200 Milliarden für das Projekt zusammentragen. Viele Rentenexperten halten das zusätzliche Standbein für die Altersvorsorge zwar für sinnvoll, betonen aber zugleich, dass es wohl nicht ausreichen wird, um die Rente in Zukunft zu sichern. Aktuell bezuschusst der Staat die Rentenbeiträge mit mehr als 110 Milliarden Euro pro Jahr – Tendenz weiter steigend.

Bei einem Bruttolohn von 2000 Euro zahlen Beschäftigte derzeit 186 Euro monatlich. Ab 2028 sind es dann schon 200 Euro und ab 2035 223 Euro. Dies entspricht einer Mehrbelastung von 14 bzw. 37 Euro pro Monat.

Bei einem Bruttolohn von 4000 Euro beispielsweise zahlen Beschäftigte derzeit 372 Euro monatlich. Ab 2028 sind es 400 Euro und ab 2035 sogar 446 Euro. Dies entspricht einer Mehrbelastung von 28 bzw. 74 Euro pro Monat.

Rentenexperten beklagen, dass die Heil-Pläne einseitig die Jüngeren belasten.


Beiträge zur Krankenversicherung
Die Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung dürften ab dem kommenden Jahr deutlich teurer werden, denn der Schätzerkreis geht von einer Finanzierungslücke von 13,8 Milliarden Euro für das Jahr 2025 aus. Diese Lücke bei der Finanzierung soll durch höhere Zusatzbeiträge der Kranken-kassen geschlossen werden. Experten gehen daher von einem Anstieg von durchschnittlich 0,8 Prozentpunkten auf dann
2,5 % aus. Der sogenannte Schätzerkreis der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) schätzt im Oktober stets die Einnahmen und Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicher-ung für das folgende Jahr.

Eine Erhöhung um 0,8 Prozentpunkte bei einem Einkommen von 3.000 Euro brutto im Monat zwölf Euro weniger netto bedeuten. Sofern eine gesetzliche Krankenkasse Kasse den Zusatz-beitragssatz erhöht, haben die Mitglieder ein Sonderkündigungsrecht.

Der allgemeine Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung liegt derzeit bei 14,6 Prozent (Stand Okt. 2024). Hinzu
kommt ein von der Kasse abhängiger Zusatzbeitrag, den das Gesundheitsministerium für das noch laufende Jahr mit durchschnittlich 1,7 Prozent angesetzt hat. Die Kranken-kassenbeiträge werden ebenfalls wie bei der Rentenver-sicherungsbeiträge jeweils zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen.

> Rezessionsängste in Deutschland



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