Stockender Ausbau in Deutschland
Wärmepumpen & Fotovoltaikanlagen


Alternative Energien bei Immobilien

August 2022
In Deutschland ist der Wunsch groß, unabhängig von russischem Erdgas zu werden. Am Willen der Hausbesitzer mangelt es nicht. Vielmehr sind Lieferengpässe ein Hindernis ebenso wie das Fehlen geeigneter Fachkräfte.

Allerdings lohnt sich der Austausch der Öl- oder Gasheizung gegen eine Wärmepumpe wohl nur, wenn das Haus zumindest einigermaßen gut gedämmt ist.

Eine Wärmepumpe ist ein mit elektrischem Strom betriebenes technisches Gerät, das thermische Energie aus der Umgebung aufnimmt und – zusammen mit der Antriebsenergie – als Nutzwärme auf ein zu beheizendes System ( im allgemeinen eine Wohnung oder ein Haus) mit gewollt höherer Temperatur überträgt. Eine Wärmepumpe eignet sich besonders für Häu-ser mit gutem Wärmeschutz und einer Flächenheizung z.B. Fußbodenheizung.

Empfehlenswert ist es, das Heizsystem mit einer Fotovoltaikanlage und Batteriespeicher zu kombinieren, denn dann ist das Heizsystem nahezu CO₂-neutral. Eine Wasser-Wärmepumpe verbraucht im Jahr etwa 2.138 kWh. Eine Wärmepumpe kann sich wirtschaftlich inbesondere dann lohnen, wenn der Temperaturhub, also die Differenz zwischen Quell- und Heizwassertemperatur, klein ist. Denn dann verbraucht die Anlage weniger Energie.

Wärmepumpen funktionieren wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt, d.h. sie enziehen dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Luft Wärme und speisen diese ins Heizsystem ein. Dafür ist Strom notwendig. Wasser-WärmepumpeFür ein kleines Einfamilienhaus kosten Luftwärmepumpen inklusive der Installation derzeit mindestens 20.000 Euro. Deutlich teurer wird es, wenn eine Erdwärmepumpe installiert werden soll, denn dafür muss bis zu hundert Meter tief gebohrt werden.

Der Bund fördert die Anschaffung einer Wärmepumpe mit immerhin noch 25 % des Kaufpreises (Stand Aug. 2022)
wie der Spiegel berichtet.

Eine Alternative zu Wärmepumpen ist die Kombination einer Sonnenstromanlage auf dem Dach mit Infrarotheizungen. Vorteil einer solchen Anlage ist, dass die Paneele ohne komplexe Wasserkreisläufe auskommen und nicht von fachkundigen Klimatechnikern eingebaut werden müssen. Allerdings soll der Stromverbrauch der Infrarotheizungen deutlich höher sein, weil sie weniger effizient als Wärmepumpen arbeiten.

Der Einbau eines Öl- oder Gasheizkessels als alleiniges Heizungsgerät wird in Deutschland voraussichtlich ab dem 1. Januar 2025 praktisch verboten sein, denn jede neue Heizung muss ab diesem Stichtag mindestens 65% erneuerbare Energien einkoppeln.

Die durchschnittliche Lebensdauer einer Wärmepumpe beträgt 15-20 Jahre, genau wie die anderer Wärmeerzeuger auch
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Linkverweise zu dem Thema:

Woran es bei Wärmepumpen gerade hakt

Bundesregierung will nun doch keine Wärmepumpenpflicht

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