Der Verhalten der Deutschen während der Corona Zeit


Keine Krise hat so schnell in das tägliche Leben der Menschen in der Bundesrepublik eingegriffen, wie die Coronakrise. Fast egal, welche Statistiken Sie heutzutage betrachten: Die Auswirkungen der Pandemie sind überall sichtbar.


Während einer Finanzkrise waren vor einem Jahrzehnt vor allem die Finanzmärkte, die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt betroffen, heute verändert das Coronavirus auch den Rhythmus des Alltags. Tägliche Gewohnheiten und Konsumgewohnheiten fluktuieren, der Strommarkt ändert sich ebenso wie der Verkehr im Internet. Experten haben sich Datenquellen angesehen, um herauszufinden, wie das Virus den Alltag in Deutschland abwandelt. Hier beschreiben wir einige der Auswirkungen. Auch in der folgenden Infografik wird deutlich, wie das Coronavirus den Alltag verändert hat.

Infografik über Freizeittrends während der Corona-Isolation
Für die ganze Infografik das Vorschaubild klicken (via www.besteonlinecasinos.com)

Wann wir aufstehen

Die Coronakrise beeinflusst unser Schlafverhalten. Dies wird durch Daten aus Sleep Cycle belegt, dem beliebtesten Sleep-Tracker für das Apple iOS-Betriebssystem. Laut den internen Daten der App hat sich die durchschnittliche Zeit, in der Benutzer in Deutschland aufstehen, verschoben. Nicht allein vor Corona, sondern auch im Korrelat zu den Vorjahren stehen die Menschen etwa 20 Minuten später auf. Hier könnte die Erklärung sein, dass viele Menschen während der Krise von zu Hause aus arbeiten und jetzt nicht mehr pendeln. Laut App-Entwicklern hat sich die durchschnittliche Schlafdauer jedoch verringert. Laut Statistik schliefen die Benutzer etwa eine halbe Stunde weniger als vor Corona. Aber auch andere Statistikengeben interessante Auskunft über das neue Verhalten in der Krise.

Wann wir duschen

Daten von Wasserunternehmen zeigen auch, dass die Menschen in Deutschland ein bisschen mehr duschen. Eine Statistik beschreibt den Wasserverbrauch in der Stadt Hamburg: Als die Eindämmungsmaßnahmen noch nicht in Kraft getreten sind, duschten viele morgens gegen Viertel nach Sieben. Nach der Krise breitete sich der Wasserverbrauch am Morgen weiter aus. Die Stadt erreichte ihren höchsten Wasserverbrauch erst um 10 Uhr. In anderen Städten wie Berlin sieht die Kurve ähnlich aus.


Wie viel Strom verbrauchen wir?

Vieles, was früher viel Strom verbrauchte, ist heute praktisch nicht mehr in Betrieb: Geschäfte, Pubs, Großraumbüros. Dies geht auch aus Daten des Bundesnetzes hervor, dass regelmäßig den Stromverbrauch misst. Das Institut für Weltwirtschaft hat die Daten zusammengestellt und mit den ersten Prognosen für 2020 verglichen. Im Allgemeinen verbraucht das Land derzeit 10 %weniger Strom als zu Jahresbeginn prognostiziert.


Wie lange sind wir unterwegs?

Da es Reisebeschränkungen gibt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen in Deutschland nicht nur im Auto, sondern auch im öffentlichen Verkehr und zu Fuß unterwegs sind, viel geringer. Laut einem Bericht von Apple Mobility Trends hat sich der Verkehr fast halbiert.


30 Prozent der Befragten planen, ins Ausland zu reisen


Die Osterreise Saison wurde dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie komplett abgesagt. Laut Umfrage möchte etwa jeder Fünfte stattdessen die Sommerzeit zur Erholung nutzen. 14 Prozent wollen jetzt "ein bisschen mehr" Urlaub machen und fünf Prozent "viel mehr". 79 Prozentsagen, dass sie eine ungewöhnliche Osterreise mit einem längeren oder teureren Urlaub nicht wettmachen wollen.

Von denjenigen, die einen Urlaub planen, möchten 36 Prozent in Deutschland reisen, 30 Prozent innerhalb eines Jahres.
Elf Prozent möchten in ihrer Region reisen, 20 Prozent planen, zu Hause Urlaub zu machen.


Wie wirkt sich das Coronavirus auf das Freizeitverhalten aus?

Von der Krise profitieren insbesondere Unterhaltung, Medien und Telekommunikation. Aufgrund der derzeitigen Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus hat sich das Verhalten der Bevölkerung in ihrer Freizeit und damit auch die wirtschaftliche Situation vieler Branchen erheblich verändert. Drei Viertel der Deutschen (76 Prozent) bleiben laut Studie aufgrund des Coronavirus mehr als gewöhnlich zu Hause - insbesondere wenn es um Unterhaltung, Medien und Telekommunikation geht. 45 Prozent der Befragten geben an, in ihrer Freizeit mehr fernzusehen und 35 Prozent zu streamen. 44 Prozent nutzen das Internet häufiger. Neben der zunehmenden Nutzung sozialer Medien (33 Prozent) tätigt fast ein Drittel (32 Prozent) häufiger Anrufe. 29 Prozent geben an, häufiger als gewöhnlich zu kochen oder Bücher zu lesen (26 Prozent). Auch Spiele (25 Prozent), Brettspiele (20 Prozent), Sport zu Hause (23 Prozent) und das Lesen von Zeitschriften / Zeitungen (19 Prozent) nehmen zu.


Das veränderte Freizeit- und Verbraucherverhalten in der Corona-Krise

Die Deutschen kaufen mehr Bücher und Spiele. Veränderungen im Freizeitverhalten nach der Corona-Krise wirken sich auch auf das Kaufverhalten der deutschen Bevölkerung bei Non-Food-Artikeln aus. Unter den Befragten geben 13 Prozent an, mehr Bücher zu kaufen. Weitere angeforderte Produkte: Video- / Computerspiele (+ 11 Prozent), Unterhaltungselektronik (z. B. Fernsehen, Spielekonsolen) (+ 10 Prozent). Bücher und Brettspiele (+ 9 Prozent), Büromaterial (+ 6 Prozent) und Haushaltsgeräte (+3 Prozent) verzeichneten weitere Zuwächse. Der Forschungsbericht enthält auch Daten zu Veränderungen im Kaufverhalten von Lebensmitteln. Was wird mehr und was wird weniger gekauft? Apothekenartikel werden ebenfalls gesucht.


Coronavirus in Deutschland:
Bayern spielt eine besondere Rolle


Bayern spielt hier eine spezielle Rolle. Das Land war das erste, das einen dokumentierten Corona-Fall in Deutschland hatte. Aufgrund der raschen Verbreitung des Coronavirus ist das öffentliche Leben in Bayern in vielen Bereichen gelähmt.


Hinweis: Dies ist ein Artikel des Gastautors Reinhard Sch. für Schule-Studium.de



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