Die Wahlen zum deutschen Bundestag

Wahlarchiv der Tagesschau:
Ergebnisse der Bundestagswahlen 1949-2005

Die Wahlen zum deutschen Bundestag folgen nach Artikel 38 GG.:

  • Die Wahl muss allgemein sein; d.h. jeder Deutsche ab 18 darf an den Bundestagswahlen teilnehmen, gleichgültig welchem Geschlecht oder welchem Glauben er angehört.
  • Die Wahl muss unmittelbar sein; der Wahlberechtigte wählt seine Kandidaten direkt in den Bundestag (Erststimme)
  • Die Wahl muss gleich sein; d.h. dass die Stimme jedes Wählers gleich zählt.
  • Die Wahl muss geheim sein. Die geheime Wahl schützt die Freiheit des Wählers. Niemand darf dazu gezwungen werden, seine Wahlentscheidung zu verraten. (Wahlgeheimnis)
  • Die Wahl muss frei sein. Eine freie Wahl findet statt, wenn niemand zur Stimmabgabe gezwungen wird. Man soll wählen, muss aber nicht. "Frei" bedeutet auch, dass jeder ungehindert seine Stimme abgeben kann und dass es eine "freie Auswahl" unter verschiedenen Möglichkeiten gibt.


Merke:

Bei einer Bundestagswahl sind 598 reguläre Plätze zu vergeben. Jeder Wahlberechtigte Bürger hat 2 Stimmen. Mit der Erststimme wählt der Bürger einen Wahlkreisabgeordneten. Dabei entscheidet die einfache Mehrheit. Mit der Zweitstime entscheidet man sich für die Wahl einer Landesliste (Partei). 299 Abgeordnete (1/2 der Sitze) werden mit der Erststimme und ebenfalls 299 Sitze durch die Zweitstimme vergeben. Der 15. und jetzige Bundestag hat 5 Überhangmandate. Überhangmandate entstehen dann, wenn auf eine Partei in einem Bundesland mehr Direktmandate entfallen, als ihr nach dem Zweitstimmenanteil in diesem Bundesland zustehen. In diesem Fall erhöht sich die Gesamtzahl der Abgeordnetensitze.