Landtagswahlen Baden-Württemberg
Prognossen, Pressemeldungen, Wahlergebnisse



Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016

Mai 2016:
Gemäß dem jetzt vereinbarten Koalitionsvertrag erhalten sowohl Bündnis 90/ Grüne als auch die CDU 5 Ressorts. Zwei Ministerien, die es bisher in der Grün-Roten Regierung gab, werden wohl entfallen. Das Integrationsminis-terium, wird dem Bereich Soziales zugeordnet. auch wird es den Minister für Bundesratsangelegenheiten nicht mehr geben.

Die Grünen erhalten die Ministerien Finanzen, Umwelt- und Energie, Verkehr, Soziales sowie Wissenschaft. Die CDU erhält dagegen die Zuständigkeit für die Landwirtschaft, die Justiz, das Innenressort, ein durch Arbeit, Bauen und Wohnen aufgewertetes Wirtschaftsministerium sowie das Kultusministerium.

Zwar ist es dem Koalitionspartner CDU gelungen, mit 5 Ministerien auf Augenhöhe mit den Grünen zu sein, jedoch konnten sich die Christdemo-kraten nicht mit dem Verkehrsministerium durchsetzen, das sie ursprünglich für sich beanspruchten. Der bisherige Verkehrsminister Winfried Hermann von den Grünen wird wohl weiter dem Kabinett angehören und das Ressort leiten.


Verkehrspolitik:
In der Verkehrspolitik gab es starke Differenzen beim Stuttgart -21 Projekt, das noch immer nicht aus der Welt ist. Winfried Hermann (Grüne) und Nicole Razavi (CDU) haben sich nach zum Teil heftigen Streit darauf verständigt, das Projekt nicht weiter in Frage zu stellen, auf einen Kostendeckel zu verzichten, dafür aber der Bahn klar zu machen, dass das Land Baden-Württemberg nicht bereit sei, mehr als die vereinbarten 930,6 Millionen Euro zahlen zu wollen.


Windenergie:
Wegen der Windenergie gab es einen heftigen Streit zwischen den Koalitionspartnern, da die CDU einen Mindestabstand von Windrädern zu Wohnhäusern von 1000 m fordert. Die Grünen sind dagegen der Meinung, dass ein Abstand von 700 m ausreichend sei. Nun hat man sich auf eine Formulierung verständigt, dass beim Bau der Anlagen die Bauträger in dem Bemühen unterstützt werden sollen, 1000 Meter Abstand zu halten.


Innenpolitik:
In der Innenpolitik wird es nicht die Kennzeichnungspflicht für Polizisten bei Großeinsätzen geben, die die Grünen einführen wollten. Dafür soll es den von Grün-Rot beschlossenen Bürgerbeauftragten geben. Dieser soll sich um Beschwerden gegen Ordnungshüter kümmern.

CDU-Landeschef Strobl, der wohl Innenminister wird, konnte sich mit seiner Forderung nach 1500 zusätzlichen Polizeistellen und Mittel für eine bessere Ausstattung der Polizei im Koalitationsvertrag durchsetzen. Vereinbart ist auch der von der FDP heftig kritisierte Lauschangriff und eine Vorratsdaten-speicherung.

Auch hat man sich darauf verständigt, bei einer möglichen Abstimmung im Bundesrat einer Ausweitung der sicheren Herkunftsländer auf Nordafrika zuzustimmen – bei den Grünen sehr umstritten.


Burkaverbot:
Bei dem Burkaverbot konnten sich die Christdemokraten nicht durchsetzen. Ursprünglich hatten sie ein Verschleierungsverbot samt Androhung strafrechtlicher Konsequenzen gefordert. Stattdessen soll es den Hinweis geben, dass diese Art der Kleidung nicht erwünscht ist.


Schulpolitik:
Entgegen der ursprünglichen Forderung der CDU den Bau weiterer Gemeinschaftsschulen einzustellen, wird es nun doch weitere geben. Manche sollen sogar eine gymnasiale Oberstufe erhalten. Da hat die CDU ganz klar Federn lassen müssen. Auch bei ihrer Forderung nach Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 konnten sich die Christdemokraten nicht durchsetzen. Allerdings wird die Realschule weiterhin gefördert, was eine Forderung der CDU war.
Die CDU werden auch den künftigen Kultusminister stellen.


Familienpolitik:
In der Familienpolitik hatte die CDU ursprünglich gefordert, das letzte Kindergartenjahr für alle verpflichtend zu machen, doch die Grünen haben hier finanzielle Vorbehalte. Nun sollen Familien, die ihre Kinder im letzten Jahr vor der Grundschule in den Kindergarten schicken mit 75 Euro finanziell unterstützt werden.



Digitalisierung:
Bei der Digitalisierung wollen beide Parteien den Ausbau von Breitbandan-geboten weiter offensiv vorantreiben.


Wahlrecht:
Beim Wahlrecht soll es eine Änderung geben, denn bisher sah das Wahlrecht in Baden-Württemberg keine Landesliste vor. Die Einführung einer Landes-liste war für die CDU bislang nicht nötig, da die Christdemokraten bei voran-
gegangen Wahlen fast alle der 70 Wahlkreise immer direkt holte - zum
Nachteil anderer Parteien. Dies hat sich jedoch geändert. Bei der Wahl am
13. März 2016 gewann die CDU allerdings nur noch 22 Kreise, die Grünen
dagegen 46. Insofern ist der Weg frei für Landeslisten bei kommenden Wahlen.


Landtagswahl Baden-Württemberg, 13. März 2016
Stimmenanteile der Parteien in Prozent:

Landtagswahl Baden-Württemberg 2016, Stimmenanteile in Prozent



Landtagswahl Baden-Württemberg, 13. März 2016
Gewinne und Verluste der Parteien in Prozent:

Landtagswahl Baden-Württemberg 2016, Gewinn und Verlust der Parteien in Prozent



Landtagswahl Baden-Württemberg, 13. März 2016
Sitzverteilung der Parteien im Landtag in Prozent:

Landtagswahl Baden-Württemberg 2016, Sitzverteilung im Landtag

Im Mannheimer Stadtgebiet ist die AfD mit 18,2 Prozent der Wählerstimmen nur die viertstärkste politische Kraft – nach SPD (19,2), CDU (19,3 Prozent) und den Grünen (27,2 Prozent).

Rüdiger Klos aus Eppelheim gewinnt mit 23 % der Stimmen im Mannheimer Norden sogar ein Direktmandat.

Doch woher kommen die AfD Wähler in Baden-Württemberg ??

SPD 90.000 --> AfD
CDU 190.000 --> AfD
Grüne 70.000 --> AfD
FDP 18.000 --> AfD
Linke 22.000 --> AfD
Nichtwähler 209.000 --> AfD
Andere 151.000 --> AfD


Schaubilder/
Illustrationen
Schaubilder/
Illustrationen
Schaubilder/
Illustrationen
Schaubilder, Diagramme, Tabellen und Illustrationen zu Wirtschaft und Politik Schaubilder, Diagramme, Tabellen und Illustrationen zu Wirtschaft und Politik Schaubilder, Diagramme, Tabellen und Illustrationen zu Wirtschaft und Politik
Zahlenbilder Zahlenbilder Zahlenbilder
Die Verfassung des Landes Baden-Württemberg (06/2016) Landtagswahlen in Baden-Württemberg (06/2016) Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz (06/2016)


Absturz der CDU in Baden-Württemberg


Sonntagsfrage (03.3), Umfrage für Baden-Württemberg
Infratest dimap im Auftrag der ARD-«Tagesthemen»

Die Prognosen im Einzelnen nach Infratest dimap:

CDU 28,0 %
SPD 13 %
Grüne 32,0 %
Linke 4 %
FDP 8 %
AfD 13,0 %


Sonntagsfrage (26.2), Umfrage für Baden-Württemberg

Die Prognosen im Einzelnen nach Forsa:

CDU 30,0 %
SPD 16 %
Grüne 30,0 %
Linke 3 %
FDP 6 %
AfD 11,0 %


Sonntagsfrage (20.1), Umfrage für Baden-Württemberg

Die Prognosen im Einzelnen nach Infratest dimap:

CDU 35,0 %
SPD 13 %
Grüne 29 %
Linke 2,5 %
FDP 6,5%
AfD 11,5 %




Exkurs : Sonntagsfrage (14.1), Umfrage für Baden-Württemberg

Die Prognosen im Einzelnen nach Infratest dimap:

CDU 35,0 %
SPD 15 %
Grüne 28 %
FDP 6 %
Linke 3 %
AfD 10 %


Sechs Monate vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg stehen
die Zeichen für eine Fortführung der grün-roten Koalition unter der Führung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) eher schlecht.

Zwar hält sich die Partei der Grünen in Baden-Württemberg relativ stabil (derzeit 26 %), doch wenn an diesem Sonntag Landtagswahl wäre, käme die SPD nur noch auf 17 Prozent. Nach einer Infratest-Dimap-Umfrage“ liegen CDU (39 Prozent) und FDP (5%) deutlich vor der amtierenden Koalition. In der jüngsten Umfrage erreicht die AfD auch in Baden-Württemberg 5% der Stimmen und würde demnach in den Landtag einziehen.

Der Spitzenkandidat der CDU Guido Wolf ist bei den Bürgern in Baden-Württemberg noch relativ unbekannt. Chancen hat eine Koalition aus CDU/FDP nur dann, wenn es der AfD doch nicht gelingen sollte, in den
Landtag einzuziehen.

Die Zufriedenheitswerte der amtierenden Politiker haben sich der Infratest-Dimap-Umfrage nach Ende September durchweg verschlechtert.




Landtagswahl in Baden-Württemberg 2011


Vorfeld der Landtagswahlen in Baden-Württemberg:

Gemäß dem aktuellen Deutschlandtrend von Infotest dimap ist die Zustimmung für das Projekt Stuttgart -21 seit der Schlichtung durch Heiner Geisler von der CDU enorm gestiegen. Während noch im September unmittelbar nach den zum Teil gewaltsamen Demonstrationen 54 % der Baden-Württemberger STUTTGART-21 klar ablehnten, ist nun, Anfang Dezember, der Trend umgekehrt. Nun ist eine Mehrheit von
54 % für das Projekt STUTTGART-21. 38% der Bürger in Baden-Württemberg lehnen das Bauvorhaben aber auch im Dezember noch klar ab.

Wenn in Baden-Württemberg am Sonntag den 5. Dezember 2010 Wahlen wären, würden laut infratest dimap 39 % der Befragten die CDU, 18% die SPD, 5 % FDP und ebenso 5 % die Linken wählen, während noch immer 28% die Grünen wählen würden.

Für eine Partei, die noch vor nicht allzu langer Zeit um den Einzug in den Landtag bangen musste, ist dies ein herausragender Wert. Es bleibt aber abzuwarten, ob die Partei auch bis zur angesetzten Landtagswahl im März 2010 die guten Umfragewerte behalten kann.

Dominantes Thema bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg
war aufgrund der dramatischen > Ereignisse in Fukushima< die Atompolitik.
Der Streit um Stuttgart -21 und den Atomausstieg hatte viele Nicht-Wähler
in Baden-Württemberg dazu motiviert, an dem Wahlsonntag ihre Stimme abzugeben.

So musste die CDU herbe Verluste hinnehmen. Die Grünen konnten dagegen
ein grandioses Wahlergebnis erzielen und erdrutschartige Gewinne verzeichnen. Die CDU verlor 5,2 %, die SPD 2,0 % und die FDP musste 5,4 % einbüßen.

Die Grünen legten dagegen 12,5 Prozentpunkte zu. Die Linke verfehlte sowohl in Rheinland-Pfalz als auch in Baden-Württemberg den Einzug in den Landtag.

(s. auch Wahlarchiv der Tagesschau, Wahl Baden-Württemberg 2011)


Landtagswahl in Baden-Württemberg. Stimmenverteilung



Landtagswahl in Baden-Württemberg. Sitzverteilung

Atompolitik verdirbt Schwarz-Gelb die Laune (27.03.2011)





Landtagswahlen
(Westdeutschland)
Landtagswahlen in DeutschlandRheinland-Pfalz
      Ergebnisse und Analysen
Landtagswahlen in DeutschlandSaarland
      Ergebnisse und Analysen
Landtagswahlen in DeutschlandBaden-Württemberg
      Ergebnisse und Analysen
Landtagswahlen in DeutschlandSchleswig-Holstein
      Ergebnisse und Analysen
Landtagswahlen in DeutschlandNordrhein-Westfalen
      Ergebnisse und Analysen
Landtagswahlen in DeutschlandNiedersachsen
      Ergebnisse und Analysen
Landtagswahlen in DeutschlandBayern
      Ergebnisse und Analysen
Landtagswahlen
(Ostdeutschland & Städte)
Landtagswahlen in Deutschland Sachsen-Anhalt
Landtagswahlen in DeutschlandSachsen
      Ergebnisse und Analysen
Landtagswahlen in DeutschlandBrandenburg
      Ergebnisse und Analysen
Landtagswahlen in DeutschlandMecklenburg-Vorpommern
      Ergebnisse und Analysen
Landtagswahlen in DeutschlandBremen
      Ergebnisse und Analysen
Landtagswahlen in DeutschlandHamburg
      Ergebnisse und Analysen
Landtagswahlen in DeutschlandBerlin
      Ergebnisse und Analysen
Diagramme, Tabellen, Charts, Karten und Illustrationen

Zahlenbilder - Diagramme, Tabellen, Charts, Karten und Illustrationen


Zahlenbilder
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Landtagswahlen
in Hessen 2014

Zahlenbilder
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Landtagswahlen in Brandenburg (11/2014)

Zahlenbilder
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Landtagswahlen in Sachsen (12/2014)


Zahlenbilder
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Landtagswahlen in Thüringen (01/2015)

Zahlenbilder
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern (10/2011)

Zahlenbilder
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Landtagswahlen in Niedersachsen (02/2013)


Zahlenbilder
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Landtagswahlen in Bayern (11/2013)

Zahlenbilder
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Landtagswahlen im Saarland (05/2012)


Zahlenbilder
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Landtagswahlen in Schleswig-Holstein (06/2012)

Zahlenbilder
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen (07/2012)

Zahlenbilder
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Regierung und Opposition in den Bundesländern (01/2015)


Zahlenbilder
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Regierung und Opposition in den Bundesländern (01/2015)


Zahlenbilder
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Regierung und Opposition in den Bundesländern (01/2015)

Zahlenbilder
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Von der Wählerstimme zum Mandat (01/2008)

Zahlenbilder
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Der Parlamentarische Rat

Zahlenbilder
Zahlenbilder - Politik, Wirtschaft & Gesellschaft
Bündnis 90
Die Grünen

weitere Schaubilder
zum Thema
"ARBEIT & SOZIALES"


Bergmoser + Höller Verlag

Sozialkunde
Unterrichtsmaterial
Sozialkunde Arbeitsblätter
Politik betrifft uns
Ausgabe 2012/1
Wertekonflikte

Sozialkunde Arbeitsblätter
Politik betrifft uns
Ausgabe 2011/1
Gerechtigkeit
durch Politik


Sozialkunde Arbeitsblätter

Rechtsstaat BRD
(Arbeitsblätter)

Sozialkunde Arbeitsblätter

Von der Debatte
zum Gesetz
(Arbeitsblätter)


Sozialkunde Arbeitsblätter

Das Bundes-
verfassungsgericht
(Arbeitsblätter)


Sozialkunde Arbeitsblätter

Zur Lage in den
neuen Bundesländern
(Arbeitsblätter)


weitere Arbeitsblätter
von Bergmoser + Höller






Die Verlagsplattform für das Schulwesen/Sozialkunde & Politik

Unterrichtsmaterialien (Kopiervorlagen, Stundenblätter, Arbeitsmittel, fertige Unterrichtsstunden), Lernhilfen, Interpretationen, Lektüren, Unterrichtsfilme, Lehrmittel, Nahrungsergänzung

und vieles mehr...