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Bangladesch

Demonstrationen gegen die Zustände im Straßenverkehr
von Bangladesch


6. August 2018

In Bangladesch haben Tausende junge Menschen gegen die Zustände im Straßenverkehr protestiert. Auslöser der Proteste war der Tod zweier Jugendlicher, die von einem rasenden Bus erfasst wurden und wegen später verstaben. Leider sind nicht lizensierte Fahrer, unregistrierte Fahrzeuge und rasende Busse in Bangladesch fast schon normal. Bis zu 12.000 Menschen sterben jedes Jahr bei Verkehrsunfällen.

Die Demonstranten haben diese Zustände auf den Straßen von Bangladesch satt. Die Polizei warnt die Demonstranten zugleich den Bogen nicht zu überspannen.

Die Polizei in der Hauptstadt Dhaka feuerte Tränengas auf die protestierenden Schüler und Studenten ab. Die Rede ist auch von vermummten Männer mit Metallstangen oder Macheten, die auf den Straßen unterwegs sind und Demonstranten verprügeln. Wer dahinter steckt ist bislang unbekannt. Die Schlägertrupps, die sich immer wieder unter friedliche Demonstranten mischen, machen offenbar auch vor Journalisten, Fotografen und Kameraleuten nicht halt.

Im Dezember stehen in Bangladesch Parlamentswahlen an.
Die Regierungspartei ist daher überzeugt, dass die Opposition
die derzeitige Empörung für ihre Zwecke zu nutzen versucht.


Juni 2018
in Bangladesch verfolgt die Regierung eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Drogendealern. Nicht selten verschwinden Festgenom-mene nach Drogenrazzien spurlos. Verdächtige werden festgenommen und wenig später tot aufgefunden. Menschenrechtler sprechen daher von gezielten Tötungen.

Die Polizeibehörden in Bangladesch gehen davon aus, dass der größte Teil der Drogen aus dem benachbarten Myanmar ins Land geschmuggelt wird. Myanmar ist nach Afghanistan der zweitgrößte Opium-Exporteur der Welt und gilt als einer der Hauptproduzenten von synthetischen Drogen.


7. Juli 2016
Bei mehreren Detonationen in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, und einem anschließenden Feuergefecht sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Mindestens zwölf Menschen wurden verletzt. Der Anschlag geschah morgens ganz in der Nähe der größten Zusammenkunft zum islamischen Fest des Fastenbrechens in Bangladesch.


2. Juli 2016
Sieben bewaffnete Extremisten stürmen mit Pistolen, automatischen Gewehren und Granaten bewaffnet das Café Holey Artisan Bakery. Das Restaurant liegt im Diplomatenviertel Gulshan, das gerade bei Diplomaten und Ausländern sehr beliebt ist. Während sie "Allahu Akbar" rufen ("Gott ist groß"), zünden die Attentäter Sprengsätze und nehmen bis zu 40 Geiseln. 20 Menschen sterben bei der abscheulichen Tat, darunter neun Italiener - fünf Frauen und vier Männer. Auch sieben Japaner sind unter den Toten. Die meisten der Geiseln sind mit Macheten und Messern hingerichtet worden. Die Attentäter sollen Berichten zufolge die Geiseln aufgefordert haben, den Koran zu rezitieren. Wer einen oder zwei Verse aufsagen konnte, wurde verschont, die anderen wurden kaltblütig ermordet.



Interessante Artikel der Tagesschau zusammengefasst:

Hunderte Menschen noch vermisst (15.05.2014)
Bei einem Fährunglück in Bangladesch etwa 50 Kilometer von Dhaka sind mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Die Fähre war in einem Sturm gekentert und gesunken. Zu der Zahl der Passagiere gibt es allerdings widersprüchliche Angaben. Die Zahl könnte zwischen 200 und 350 liegen. Leider kommt es immer wieder in dem bitterarmen, dicht bevölkerten Land zu schweren Schiffsunglücken, weil sich niemand an die Sicherheitsregeln hält oder wesentlich mehr Passagiere aufgenommen werden als zulässig.


Blutige Unruhen überschatten Wahl (05.01.2013)
Trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen hat es bei der Wahl in Bangladesch gewaltsame Ausschreitungen gegeben. Mindestens 18 Menschen wurden getötet. Hunderte Wahllokale wurden angezündet. Zwar sind inzwischen die Urnen geschlossen, doch ein Ende der Gewalt ist nicht in Sicht. Die Opposition boykottiert die Abstimmung. Bürgerrechtler in Bangladesch bezeichnen die Wahl als Farce, denn zahlreiche Oppositionspolitiker sitzen im Gefängnis oder haben wie die Oppositionsführerin Khaleda Zia Hausarrest.


Schwere Krawalle in Bangladesch (29.12.2013)
Eine Woche vor der Wahl in Bangladesch hat es neue Proteste und Krawalle gegeben. Zias Nationalistische Partei ebenso wie die Oppositionspartei Dschamaat-e-Islami demonstrieren seit Wochen mit Blockaden und Generalstreiks gegen die Regierung. Seit Oktober wurden bereits 150 Menschen getötet. Die islamistische Partei Dschamaat-e-Islami möchte erzwingen, dass die von der Regierung durchgesetzte Strafverfolgung ihrer Spitzenfunktionäre wegen Verbrechen im Unabhängigkeitskrieg von 1971 beendet wird.


Textilarbeiter bekommen Entschädigung 24.12.2013)
Acht Monate nach dem verheerenden Unglück wird ein Entschädigungsfonds für die mehr als 1100 Todesopfer und deren Angehörige eingerichtet. Insgesamt sollen 40 Millionen Dollar - umgerechnet etwa 29,2 Millionen Euro - an die Hinterbliebenen der Toten und verletzte Arbeiter fließen. Der Hilfstopf wird von mehreren Firmen finanziert, darunter der spanische Einzelhändler El Corte Inglés, die britische Firma Bonmarche, der kanadische Konzern Loblaw und der in Dublin ansässige Textilkonzern Primark. Das bisher größte Industrieunglück in der Geschichte von Bangladesch hatte sich am 24. April in einem achtstöckigen Fabrikgebäude in der Nähe der Hauptstadt Dhaka ereignet.

Bangladesch ist nach China der zweitgrößte Produzent von Textilien weltweit. Die Textilfabriken des Landes, in denen überwiegend Frauen beschäftigt sind, produzieren rund 80 Prozent aller Exporte des Landes und erwirtschaften einen Umsatz von rund 20 Milliarden Dollar pro Jahr. Die Arbeitsbedingungen gelten jedoch als miserabel.
Der Lohn ist niedrig und lange Schichten an sechs Tagen die Woche sind keine Seltenheit. Zahreiche westliche Bekleidungsunternehmen, die in dem Land fertigen lassen, haben als Konsequenz des schrecklichen Unglücks ein Abkommen für mehr Gebäudesicherheit in den Produktionsstätten unterzeichnet.

Gewalttätige Proteste in Bangladesch (13.12.2013)
Nach der Hinrichtung des islamistischen Parteiführers Abdul Kader Mullah wegen Kriegsverbrechen ist es zu blutige Unruhen in Bangladesch gekommen. Die Aktivisten warfen Brandsätze auf Bahnhöfe, blockierten Straßen und setzten Geschäfte in Brand. Vier Menschen starben. Mullah war Mitte September wegen Kriegsverbrechen während des Unabhängigkeitskriegs gegen Pakistan 1971 zum Tode verurteilt worden. Mullah, dem "Schlächter von Mirpur" wird vorgeworfen, für Massenmorde und Vergewaltigungen in einem Vorort der Hauptstadt Dhaka verantwortlich zu sein.


Erste Festnahmen nach Fabrikeinsturz (27.04.2013)
Nun hat die Polizei zwei Manager der Textilfabrik wegen fahrlässiger Tötung verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, Angestellte zur Arbeit gezwungen haben, obwohl Risse im Gebäude deutlich zu sehen waren. Die Betroffenen und Angehörigen der Opfer sind zutiefst verärgert, gerade weil die Katastrophe hätte verhindert werden können.
Offenbar sind die Verantwortlichen den Forderungen der Polizei, das Gebäude wegen offensichtlicher Einsturzgefahr räumen zu lassen, nicht nachgekommen. Noch immer werden hunderte Menschen vermisst. Bangladesch ist der zweitgrößte Textilexporteur weltweit. 60 Prozent aller Textillieferungen gehen nach Europa. Erst im November vergangenen Jahres kamen bei einem verheerenden Brand in einer Fabrik mehr als 100 Menschen ums Leben. Auch hier ereignete sich das schwere Unglück in Dhakar. Wut und Trauer liegen eng beeinander. Einige der Demonstranten in Dhakar sind mit Schlag-stöcken und Steinen bewaffnet, um ihrer Wut Ausdruck zu verleihen. Die Polizei setzte Tränengas und Gummigeschosse ein. Die Wut richtet sich aber nicht nur gegen
die Fabrikbesitzer, sondern zunehmend auch gegen die Auftraggeber in Europa und anderswo, die bewusst solche Katastrophen in Kauf nehmen, nur um preiswerte Waren aus Bangladesh geliefert zu bekommen. Man fühlt sich ausgenutzt und als Arbeitstier ohne irgendwelche Rechte mißbraucht.


Mit Tränengas gegen den Aufstand der Näher (26.04.2013)
In Bangladesch hat der Einsturz einer größeren Textilfabrik viele Menschenleben gekostet. Die Zahl der Toten stieg nach offiziellen Angaben auf 291. Mehr als 2000 Menschen konnten nach den Berichten gerettet werden. Derzeit blockieren TAusende aufgebrachte Menschen wichtige Straßen und protestieren -teilweise gewalttätig - gegen
die verantwortlichen Inhaber der Textilfabrik. Die Polizei ermittelt inzwischen gegen den Besitzer des eingestürzten Hochhauses und gegen die Besitzer der Textilfabriken. Den Unternehmern wird vorgeworfen, Sicherheitswarnungen missachtet haben. Viele Textilfabriken in der Hauptstadt Dhaka sind vorrübergehend aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Drei Tote bei Protesten in Bangladesch (12.12.2010)

"Wer den Mund aufmacht, wird klein gemacht" (04.08.2010)

Textilarbeiterinnen fordern höhere Löhne (30.07.2010)



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