Konflikte der Sahelzone

Digitale Arbeitsmaterialien für den Sozialkundeunterricht



Afrika Konfliktherde

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Burkina Faso

16. Januar

Bei dem Al-Kaida-Attentat in der Hauptstadt Ouagadougou sind 28 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch viele westliche Ausländer. Terroristen hatten ein Restaurant sowie ein Hotel gestürmt und Geiseln genommen. Bei einer anschließenden Erstürmung der Gebäude am Samstagmorgen wurden 156 Geiseln befreit.



Algerien

Interessante Artikel der Tagesschau zusammengefasst:

Wrack des vermissten Jets entdeckt (25.07.2014)
Das vermisste algerische Flugzeug ist in Mali abgestürzt. Das Wrack der Maschine ist rund 50 Kilometer von der Grenze zu Burkina Faso entfernt in der Ortschaft Boulikessi gefunden worden. Der Pilot der Maschine hatte vor seinem Absturz noch um eine Kursänderung wegen eines Unwetters gebeten. Die über Mali abgestürzte Maschine gehörte der privaten spanischen Gesellschaft Swiftair und war nach Angaben des Unternehmens von der algerischen Airline gechartert worden. Französische Soldaten sind zur Absturzstelle unterwegs, um das Gebiet abzusichern und erste Informationen zu sammeln. An Bord des Flugzeuges sollen 110 Passagiere gewesen sein, darunter auch 50 französische und vier deutsche Staatsbürger. Die übrigen 24 Passagiere der Unglücksmaschine stammen aus Burkina Fasos, dem Libanon, Algerien, Kanada, Luxemburg, Mali, Belgien, dem Niger, Kamerun, Ägypten, der Ukraine, Rumänien und der Schweiz. Es ist ein Krisenzentraum laut französischem Außenministerium eingerichtet.


Algerisches Flugzeug verschwunden (24.07.2014)
Eine Maschine der Fluggesellschaft Air Algérie mit 116 Menschen an Bord ist spürlos verschwunden. Es war von Ouagadougou in Burkina Faso nach Algier unterwegs. Um 03.55 Uhr Mitteleuropäische Zeit und 50 Minuten nach dem Start, ist offensichtlich der Kontakt zu Flug AH5017 abgebrochen.


Was geschah in der algerischen Wüste? (20.01.2013)
Die algerische Regierung geht bislang von 55 Toten aus. Demnach kamen 23 Geiseln und 32 Terroristen ums Leben. Die Zahl der Toten könnte jedoch noch in den kommenden Tagen nach oben korrigiert werden. Nach wie vor werden noch Personen vermisst. Es werden noch 5 Norweger und 2 Personen aus Malaysia gesucht. Deutsche waren offensichtlich nicht unter den Geiseln. Die Regierungen Frankreichs, Großbritanniens und der USA haben sich hinter den Militäreinsatz der algerischen Spezialeinheiten gestellt, auch wenn Opfer unter den Geiseln zu beklagen sind.

Obama sagt Algerien Unterstützung zu (20.01.2013)
Die Geiselnahme in der Wüste Algeriens ist beendet worden. Algerische Spezialeinheiten haben offenbar gestern die Gasförderanlage in Amenas gestürmt. Dort hatten sich vier Tage lang islamistische Extremisten mit ihren Geiseln verschanzt. Die Erstürmung mit allen Risiken sei notwendig gewesen, da die Geiselnehmer damit gedroht hatten, ein Massaker anzurichten und die Gasförderanlage in die Luft zu sprengen. Unter den offiziell bestätig- ten Opfern waren bis zum Samstag mindestens je ein Amerikaner, Franzose, Brite und Rumäne sowie mehrere Algerier.

"Wir verhandeln nicht mit Terroristen" (18.01.2013)
Die extremistischen Kidnapper versuchen einen Gefangenaustausch mit den USA zu erreichen doch die US-Behörden lehnen jede Verhandlung ab. Nach Angaben eines algerischen Ingenieurs hätten es die Terroristen gezielt auf ausländische Arbeiter abgesehen gehabt. Insgesamt seien es 32 schwer bewaffnete Terroristen gewesen; von diesen seien bislang 18 durch algerische Sicherheitskräfte außer Gefecht gesetzt worden.

Dutzende ausländische Geiseln offenbar befreit (18.01.2013)
Algerischen Sicherheitskräften ist es offenbar gelungen, mehr als 65 ausländische Geiseln aus ihrer Gefangenschaft in der Gasanlage in Amenas zu befreien. Damit sind schätzungsweise die Hälfte der 132 ausländischen Geiseln in Sicherheit. Dennoch die genaue Zahl der Geiseln bleibt ungewiss. Den Angaben zufolge sind insgesamt 650 Geiseln aus den Händen der Islamisten befreit worden, der Großteil Algerier. Die islamistischen Geiselnehmer möchten offenbar derzeit einen Gefangenenaustausch erwirken. Der Drahtzieher der Geiselnahme, Moktar Belmoktar, verlangte in einer Videobotschaft die Freilassung von zwei in den USA inhaftierten Terroristen; einer davon soll der in den USA wegen des Anschlags auf das World Trade Center inhaftierte Omar Abdel Rahman sein. Die Gasförderung in Amenas wurde inzwischen aus Angst vor Explosionen stillgelegt. Die Islamisten drohen mit neuen Angriffen auf ausländische Einrichtungen in Algerien.

Viele Tote bei Angriff auf Geiselnehmer (17.01.2013)
Bei dem Versuch die Geiseln auf dem Erdgasfeld im Osten Algeriens zu befreien, hat es offensichtlich ein Blutbad gegeben. Mindestens 35 Geiseln und 14 Kidnapper sollen bei Luftangriffen der algerischen Luftwaffe getötet worden sein, darunter auch der für die Geiselnahme verantwortliche Anführer der Gruppe, Abu al Baraa. Die Armeeoperation dauert aber offensichtlich noch an. Rund 600 algerische Geiseln seien befreit worden. Auf der Anlage in der Wüste arbeiten rund 700 Menschen. Aber es ist unklar, wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt der Geiselnahme dort aufhielten. Ein Sprecher der Islamisten hat nun damit gedroht, auch die übrigen Geiseln zu ermorden, falls Bodentruppen zum Einsatz kommen.


Mali

20.November
Auf das Luxushotel Radisson Blu in Bamako in Mali ist ein schrecklicher Terroranschlag verübt worden. 21 Menschen kamen bei dem Angriff ums Leben, darunter auch viele russische Staatsbürger und Franzosen.

Der malische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian geht davon aus, das der für tot erklärte einäugige Al-Kaida-Veteran und Islamist Mokhtar Belmokhtar hinter dem Anschlag steckt.

Der UN-Sicherheitsrat hat sämtliche Mitglieder der Vereinten Nationen aufgefordert, alles Mögliche zur Eindämmung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu tun.



Interessante Artikel der Tagesschau zusammengefasst:

Regierungstruppen rücken weiter vor (5.06.2013)
Die malischen Streitkräfte rücken mit französischer Unterstützung weiter in Richtung der strategisch wichtigen Stadt Kidal vor. Mittlerweile ist auch der ursprünglich von Tuareg-Rebellen kontrollierte Ort Anefis eingenommen worden. Anefis ist ca. 110 km von Kidal entfernt, das als letzte Hochburg der Tuareg-Organisation MNLA gilt. Im März 2012 hatten Islamisten und Tuareg den Norden des Wüstenstaates nach einem Militärputschein eingenommen unter unter sich aufgeteilt. Die jetzige Übergangsregierung in Bamako hofft, den Norden Malis noch vor den Wahlen am 28. Juli wieder ganz unter Kontrolle zu bringen.


Mehr als drei Milliarden Euro für Mali (15.05.2013)
Insgesamt ist bei der Brüsseler Geberkonferenz für Mali ein Betrag von 3,2 Milliarden
Euro zusammengekommen. Malis Übergangspräsident Dioncounda Traoré dankte der Westafrikanischen Gemeinschaft, der Afrikanischen Union und der EU für die großzügige finanzielle Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus. Deutschland hatte auf der Konferenz 100 Millionen Euro zugesagt.

Turbo-Training für malische Rekruten (29.04.2013)
Im Rahmen der EU-Ausbildungsmission soll Malis desolate Armee fit gemacht werden für den Kampf gegen islamistische Milizen. Lerninhalte sollen unter anderem die Kommuni-kation, der Brückenbau und vor allem die Kampfmittelräumung sein, also der Umgang mit Munition, Minen und anderen Sprengfallen. Auch Menschenrechte gehören zum Lehrplan, da malische Soldaten auch Racheakte verübt haben sollen, vor allem an der arabischstämmigen Bevölkerung.


Der Konflikt in Mali. Extremisten in Mail

"Zurück auf Null - Schluss mit den Lügen" (13.03.2013)
Islamisten im Norden Malis leisten noch immer erbitterte Gegenwehr. Frankreich und andere internationale Geber verschärfen underdes den Druck auf die Übergangsregierung schon bald Neuwahlen abzuhalten. Doch große Teile der Bevölkerung hat ganz andere Sorgen und hält einen Wahlgang für verfrüht. Malis Probleme sind vielfältig. Man kämpft mit massiver Korruption, einem mafiösen Drogenhandel, der weiterhin ungelösten Tuareg-Frage und beklagt zudem einen Jobmangel und ein schlechtes Bildungs- und Gesundheitswesen. Das Vertrauen in die Politik ist gering. Möglicherweise erlebt Die Fassaden-Demokratie Mali derzeit eine echte Revolution. Überall wehen malische Fahnen. Eine Art Nationalgefühl ist erwacht. Es besteht die große Chance zu einer Art zweiten Staatsgründung, doch diese sollte nicht verspielt werden.


Frankreichs "klinisch sauberer Krieg" in Mali (19.02.2013)
Die malische Presse hat Schwierigkeiten Informationen von dem Kriegsgeschehen aus erster Hand zu erhalten. So ist die malische Berichterstattung angewiesen auf das was französische Agenturen schreiben und auf das, was "France 24" an Bildern liefert. Es fehlt das Geld Reporter mit Geländewagen und Satellitentelefonen loszuschicken, aber auch selbst wenn das Geld da wäre, malische Journalisten werden von den Kampftruppen nicht an die Fronten gelassen.

Letzte Hochburg der Islamisten erobert (30.1.2013)
Französische Streitkräfte haben die letzte Hochburg der Islamisten im Norden des Landes zurück erobern können. Offenbar ist es den französischen Streitkräfte gelungen, den Flughafen von Kidal einzunehmen. Die Operation in Kidal selbst dauert aber noch an.


Timbuktu ist eingekreist (28.01.2013)
Militäreinsatz in Mali
Französische und malische Truppen sind ins Zentrum der historischen Wüstenstadt Timbuktu vorgedrungen. Erneut sind von den Rebellen zahlreiche Kulturgüter zerstört worden. Bei der Einfahrt nach Timbuktu soll kein einziger Schuss gefallen sein. Unter den französischen Soldaten ist dennoch die Sorge vor Minen und Guerillakämpfen groß. Man traut dem schnellen Vormarsch nicht so wirklich.


Erst Gao, dann Timbuktu? (28.01.2013)
Die Rebellenhochburg Timbuktu ist das nächste Ziel der malischen und französischen Soldaten. In Gao landen tarnfarbene Transportmaschinen mit Soldaten aus dem Tschad und dem Niger. Sie kommen zur Verstärkung der französischen und malischen Truppen. In Gao am Fluss Niger hatten 9 Monate lang die selbst ernannten Heiligen Krieger der Gruppe Mujao das Sagen und terrorisierten die Bevölkerung. Zwar ist Gao durch französische und malische Soldaten erst einmal gesichert, doch eine gewisse Portion Angst vor einem eventuellen Guerillakrieg bleibt.

Deutsche Transall als afrikanischer Pendelbus (20.01.2013)
Die erste deutsche Transall-Maschine mit Soldaten aus den ECOWAS-Staaten ist gelandet. Eingetroffen sind die ersten Soldaten aus Benin und Togo. Dennoch laufen die Vorbereitungen für den Befreiungskrieg in Nordmali schleppend.


ECOWAS will 5000 Soldaten schicken (20.01.2013)
Sowohl die ehemalige Kolonialmacht Frankreich als auch die ECOWAS haben auf einem Gipfeltreffen vereinbart, mehr Truppen nach Mali zu schicken. Tschad möchte allein 2000 wüstenerfahrene Soldaten nach Mali entsenden, die afrikanische Staatengemeinschaft 3300 weitere. Nigeria hat die bedeutendste Armee der Region, sie stellt mit 900 Mann einen Großteil der Truppe und hat in letzter Seite einige Erfahrung im Kampf gegen Terroristen sammeln können. Auch Frankreich hat angedeutet, notfalls auch mehr als die geplanten 2500 französischen Soldaten nach Mali zu entsenden.


Westerwelle sagt Mali weitere Hilfe zu (20.01.2013)
Bundesaußenminister Guido Westerwelle ist im Kampf gegen die Islamisten in Mali zu weiteren Hilfe bereit. Während der Ex-Generalinspekteur der Bundeswehr, Kujat, einen deutschen Kampfeinsatz in Mali für angemessen hält,- auch um dem NATO Partner Frankreich militärisch zu unterstützen- distanziert sich Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel von einem solchen militärisches Engagement der Deutschen in Mali. Bundestagspräsident Lammert (CDU) hatte zuvor die deutsche Hilfe für den Mali-Einsatz als unzureichend kritisiert. SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück hält logistische Hilfe für angemessen, lehnt jedoch ein militärisches Eingreifen ab.


Diabali und Konna von Regierungstruppen zurückerobert (18.01.2013)
Einheimischen Regierungstruppen ist es offenbar gelungen mit Hilfe französischer Truppen die Stadt Diabali zurück zu erobern. Die Stadt war am Montag von islamistischen Rebellen eingenommen worden. Auch die strategisch wichtige Stadt Konna in der Landesmitte ist wieder in den Händen der Regierungstruppen. Seit Frühjahr 2012 sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) 230.000 Menschen innerhalb Malis und fast 150.000 in benachbarte Länder geflohen. Aus dem Norden Malis wird immer wieder über schwere Übergriffe von Islamisten auf Zivilpersonen berichtet. Die Vorwürfe reichen vom Abtrennen von Gliedmaßen bis zu Vergewaltigungen und Zwangsverheiratungen von Mädchen mit Dschihadisten.


Geiselnahme in Algerien - Ursachen in Mali (17.01.2013)
In Algerien haben islamische Extremisten ein Gasfeld unter ihre Kontrolle gebracht. Nach wie vor halten sie dort 41 Menschen gefangen. Unter den Geiseln sind Bürger aus Irland, Norwegen, Großbritannien, Japan und den USA, die für Ölfirmen arbeiten. Der Anschlag auf das algerische Gasfeld ist offenbar eine Vergeltungsmaßnahme gegen französische Luftangriffe auf den Norden Malis. Algerien hatte der französischen Luftwaffe erlaubt, seinen Luftraum für den militärischen Mali-Einsatz zu überfliegen. Erst gestern sind weitere französische Soldaten auf dem Flughafen von Bamako angekommen, um der malischen Übergangsregierung im Kampf gegen die Islamisten zu helfen. IN Mali sind bereits französische Bodentruppen im Einsatz. 400 Kilometer nördlich von Bamako in der Stadt Diabali soll es zu heftigen Bodengefechten gekommen sein. Deutschland will beim Transport der Soldaten nach Mali mit Transall-Maschinen helfen.

Erste Gefechte mit Islamisten in Diabali (16.01.2013)
Zur Zeit befinden sich rund 800 französische Soldaten in Mali. Die Truppenstärke soll jedoch nach und nach auf 2500 aufgestockt werden. Diabali gilt als wichtiger strategischer Ort nahe der mauretanischen Grenze. Diabali liegt im westlichen Korridor. Von hier aus könnten künftig französische Kampfjets starten und Transportflugzeuge landen. Daher versucht die französische Armee derzeit Diabali unbedingt zurück zu erobern. Wegen des Konflikts in Mali sind bereits 150.000 Menschen ins Ausland geflohen. Des weiteren gibt es aber auch 230.000 Vertriebene im Land selbst. Die Regionen um Kidal, Gao, Timbuktu und Diabali sind aktuell Ziele der französischen Truppen. 3300 afrikanische Soldaten aus mehr Zehn Nachbarstaaten, darunter auch Burkina Faso, Togo und Senegal haben Mali ihre militärische Unterstüzung im Kampf gegen die Islamisten zugesagt, doch sie stehen alle unter einem nigerianischen Generalstab. Insofern bleibt fraglich wie die Verständigung untereinander berwerkstelligt werden soll.

Islamisten und Tuareg im Norden Malis (15.01.2013)

Der Norden Malis ist seit April unter der Kontrolle mehrerer Extremisten- und Rebellengruppen. Sie alle sind gegenüber der Regierung in Bamako feindlich gesinnt. Derzeit ist der Norden Malis unter der Kontrolle folgender Extremisten:

- Ansar Dine (Verteidiger des Islam)

  Die islamistische Gruppe Ansar Dine, auch Verteidiger des Islam genannt, fordern Autonomie für den Norden und die Umsetzung des islamischen Rechts der Scharia. Hochburg dieser extremistischen Gruppe unter Frühung von Iyag Ag Ghaly ist die Region Kidal.


- Al Kaida im islamischen Magrehb (AQMI)
  Die AQMI Ist ein nordafrikanische Ableger des Terrornetzwerks Al Kaida. Die extremistische Gruppe wird von Algerien angeführt. Sie verfügt über mehrere Basen im Norden Malis. sie Derzeit haben die Extremisten, die immer wieder durch Anschläge und Geiselnahmen auf sich aufmerksam machen, sieben Franzosen in ihrer Gewalt.


- Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika (MUJAO)
  Die MUJAO wird von dem Mauretanier Hamada Ould Mohamed Kheirou angeführt und macht immer wieder durch Geiselnahmen auf sich aufmerksam. Ende Juni gelang es der MUJAO die MNLA aus Gao zu vertreiben.

- Nationale Bewegung für die Befreiung von Azawad (MNLA)

  Die säkular ausgerichtete Rebellengruppe MNLA kämpft für das Recht der Tuareg auf Selbstbestimmung in Azawad, ihrem Siedlungsgebiet im Norden Malis. Nach einem Mitärputsch in Bamako Ende März eroberten sie weite Teile des Nordens. Jedoch sind sie mittlerweile von Islamisten aus Gao, Kidal und Timbuktu vertrieben worden.



Sorge vor einer "Heimstatt des Terrorismus" (03.11.2012)
Außenminister Guido Westerwelle wirbt bei seinem Besuch in Westafrika für einen politischen Prozess zur Befriedung Malis. Er möchte den Versöhnungsprozess mit den einheimischen Tuareg im Norden des Landes vorantreiben. Die Tuareg hatten im Norden des Landes ihren eigenen Staat Azawad ausgerufen, haben sich jedoch zwischenzeitlich von islamistischen Kämpfern, die Al Kaida nahestehen, die Macht aus der Hand nehmen lassen, die dort nun ihr Unwesen treiben. Die westafrikanische Wirtschaftsunion möchte dem Land mit einer Einsatztruppe von mindestens 3000 Soldaten beistehen, doch Europäische Militärberater sind skeptisch, denn ohne Nigeria als stärkste Macht in der Region wird eine militärische Lösung wohl nicht durchsetzbar sein.

Nigeria selbst ist gerne bereit in dem Konflikt die Führungsverantwortung zu übernehmen, doch Mali möchte in jedem Fall den Einsatz leiten und bedarf dazu aber der logistischen Unterstützung und Ausbildung.


Säbelrasseln im Süden, Machtkampf im Norden (02.07.2012)
Ende März hat eine Militärjunta gegen Präsident Amadou Toumani Touré einen Putsch unternommen. Wenige Wochen später ist Mali faktisch geteilt. Nun haben Islamisten auch die strategisch wichtige Stadt Timbuktu eingenommen. Die islamistische Gruppierung Ansar Dine und die Dschihad-Bewegung MUJAO halten den Norden Malis fest in ihren Händen. Die haben längst das islamische Recht, die Scharia, ausgerufen und zerstören die Mausoleen muslimischer Heiliger - das Weltkulturerbe von Timbuktu.




Elfenbeinküste

Alle Hoffnungen ruhen auf den "Hyperpräsidenten" (11.04.2012)
Der neue Präsident der Elfenbeinküste Ouattara möchte neue Jobs schaffen, für Sicherheit sorgen und die Korruption im Land bekämpfen. Präsident Quattara hat für 45 Mrd. Francs Krankenhäuser neu ausgestattet und unzählige beschädigte Straßen reparieren lassen.
Auch der einstigen Vorzeigemetropole Abidjan - das "Manhattan am Golf von Guinea"- möchte er zu neuem Glanz verhelfen.


Regierungslager gewinnt mit 86 Prozent (16.12.2011)
Die Partei von Präsident Alassane Outtara hat die Parlamentswahl klar gewonnen. Die Regierungskoalition verfügt nun über 220 der 255 Parlamentssitze. Die Wahlbeteiligung lag bei rund rund 37 Prozent.


Friedlicher Boykott am Wahltag (12.12.2011)
In der Elfenbeinküste waren mehr als 25.000 Soldaten am Wahltag im Einsatz, um friedliche Wahlen zu garantieren. Unterstützt wurden sie von 7000 UNO-Blauhelmen.


EU hebt Sanktionen gegen Elfenbeinküste teilweise auf (09.04.2011)


Krise in Elfenbeinküste treibt Bewohner in die Flucht (Elfenbeinküste, 07.12.2010)

Elfenbeinküste hat zwei Präsidenten (04.12.2010)

Präsident der Elfenbeinküste trotz Niederlage vereidigt (04.12.2010)

Elfenbeinküste - Konflikt nach Präsidentenwahl

Es wird weiter gemordet (03.06.2011)

Ouattara als Präsident der Elfenbeinküste vereidigt (21.05.2011)

Twittern und mailen rettet hier Leben (15.04.2011)

Machtkampf ist entschieden - doch das Leid geht weiter (13.04.2011)

UN-Hubschrauber beschießen Gbagbos Truppen (10.04.2011)

Erste Attacke auf Gbagbo-Bunker scheitert (07.04.2011)

Kampf um ivorischen Präsidentenpalast (06.04.2011)

Sturm auf den Präsidentenpalast (05.04.2011)

Brutale Gewalt auf dem Weg zur letzten Schlacht (04.04.2011)

Caritas befürchtet 1000 Tote bei Massaker (03.04.2011)

Entscheidungsschlacht um Abidjan (03.04.2011)

Elfenbeinküste auf dem Weg zum Bürgerkrieg (29.03.2011)

Elfenbeinküste: UN plant härtere Gangart gegen Gbagbo (26.03.2011)

Elfenbeinküste:Mindestens 25 Tote bei Angriff der Gbagbo-Truppen (18.03.2011)

Elfenbeinküste:450.000 Menschen auf der Flucht (09.03.2011)

Elfenbeinküste:Gbagbo verstaatlicht Kakao-Exporte (08.03.2011)

Schweiz sperrt Konten von Ben Ali und Gbagbo (19.01.2011)

Elfenbeinküste:USA verschärfen Sanktionen gegen Gbagbo (07.01.2011)

Elfenbeinküste:Gbagbo gibt sich nun gesprächsbereit (04.01.2011)

Elfenbeinküste:Nur wenig Hoffnung für den neuen Vermittlungsversuch (03.01.2011)

Elfenbeinküste:UN-Botschafter warnt vor Völkermord (30.12.2011)

In der Elfenbeinküste regiert die Angst (28.12.2011)

Tausende Menschen fliehen aus der Elfenbeinküste (26.12.2010)

Westafrika droht Machthaber der Elfenbeinküste (25.12.2010)

UN-Resolution verurteilt Gewalt in der Elfenbeinküste (23.12.2010)

Bundesregierung rät von Reisen in die Elfenbeinküste ab (22.12.2010)

Elfenbeinküste:Machtkampf fordert Dutzende Todesopfer (19.12.2010)

Gbagbo will UN-Truppen rauswerfen
(Elfenbeinküste, 19.12.2010)

Mindestens zwölf Demonstranten erschossen (Elfenbeinküste, 16.12.2010)

Ein Leben in Angst - und im Hotel (11.12.2010)
Elfenbeinküste
Konflikt in Elfenbeinküste alarmiert Staatengemeinschaft (05.12.2010)

Südafrikas Vermittlung erreicht nichts (05.12.2010)

Armee der Elfenbeinküste schließt die Grenzen (03.12.2010)

Streit um den wahren Wahlausgang (03.12.2010)

Hass auf Fremde spaltet Afrikas einstiges Musterland (03.12.2010)

Gotteskrieger gegen einen zerfallenden Staat (05.01.2010)






Nigeria

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Nigeria auf dem Weg zur Schwellenland Die Rückkehr der Piraten Wird der Hunger besucht? Hauptströmungen des Islam (09/2011)
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Nigeria
(06/2013)
Die Rückkehr
der Piraten (04/2013)
Wird der Hunger besiegt? (10/2011) Hauptströ-
mungen des
Islam (09/2011)

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200 Tote in nicht mal einer Woche (21.02.2014)
Erneut hat die islamistische Gruppierung Boko Haram im Nordosten Nigerias gewütet.
Bei dem jüngsten Massaker starben wohl 98 Menschen; viele davon wurden geköpft oder bei lebendigen Leibe verbrannt. Die bewaffneten Kämpfer waren in den frühen Morgenstunden in die Kleinstadt vorgedrungen und hatten mehr als 1500 Häuser angezündet. Dabei wurden das Gebäude der Lokalregierung, zahlreiche Schulen, Wohnhäuser und Teile des Palastes des Königs von Bama zerstört. Der örtliche Stammesführer Kyari Ibn Elkanemi warf der fernen Regierung in Abuja ein mangelndes Interesse an dem Blutvergießen in der von den lukrativen Ölfeldern weit entfernten Region vor.

Vergangenen Sonntag hatten mutmaßliche Islamisten in dem Ort Izge im Bundesstaat Borno wahllos auf flüchtende Menschen geschossen. Bei dem Anschlag gab es insgesamt 106 Tote, unter ihnen viele Frauen und Kinder.

Die Gruppierung Boko Haram verübt seit 2009 immer wieder Anschläge meist auf Christen im muslimisch geprägten Norden des Landes. Die Islamisten wollen in der Region eine strenge Auslegung der Scharia durchsetzen


Mehrere Tote bei Attentat auf Kirche (28.10.2012)
Bei einem Selbstmordanschlag in Nigeria sind erneut viele Menschen ums Leben gekommen. Ein Selbstmordattentäter steuerte mit seinem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug in eine katholische Kirche und sprengte es dort in die Luft. Es gab wohl mehr als 100 Verletzte. Im Anschluss an den mörderischen Anschlag kam es in Kaduna zu Vergeltungsaktionen. Überwiegend junge Christen griffen aus Rache Menschen an, die sie für Muslime hielten.

Mindestens 16 Tote bei Angriff auf Kirche (07.08.2012)
Bei einem Angriff auf eine christliche Kirche in Nigeria sind mindestens 16 Menschen getötet worden. Die islamistische Gruppe Boko Haram hatte in der Vergangenheit mehrfach Anschläge auf christliche Kirchen verübt, vor allem im muslimisch dominierten Norden des Landes.

Mehr als 100 Tote bei Anschlägen in Nigeria
(09.07.2012)
Islamische Nomaden verüben immer wieder Angriffe auf christliche Dörfer. Bei einem Überfall auf eine Trauerfeier starben im Nordosten des Landes am Wochenende über 100 Menschen. Am Samstagmorgen haben offenbar mehr als 100 als Soldaten und Polizisten verkleidete Fulani-Nomaden mehrere von Christen bewohnte Dörfer nahe der Stadt Jos überfallen.


Mindestens sieben nigerianische Christen getötet (10.06.2012)
In Biu im Nordosten Nigerias haben Angreifer aus automatischen Waffen das Feuer auf die Mitglieder einer Kirchengemeinde eröffnet. Dabei sind viele Gläubige verletzt worden. Seit Mitte 2009 starben durch Anschläge von Boko Haram in Nigeria nach Behördenangaben mehr als tausend Menschen.


Mehr als 30 Tote bei Anschlag in Nigeria (03.05.2012)
Die islamistischen Sekte Boko Haram verübt regelmäßig Anschläge auf Polizei, Behörden und christliche Kirchen. Mit Sprengstoff und Gewehren bewaffnet haben unbekannte Täter auf einem Viehmarkt im Nordosten Nigerias Medienberichten zufolge mindestens 34 Menschen getötet.


Erneutes Attentat in Nigeria (29.04.2012)
Bei einem Attentat in der nigerianischen Stadt Jalingo im Osten des Landes sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Jalingo ist die Hauptstadt des überwiegend von Christen bewohnten Bundesstaates Taraba, der an Kamerun grenzt. Bei dem Bombenanschlag, der vermutlich dem örtlichen Polizeichef galt, wurde auch das Finanzministerium getroffen.


Islamisten töten mindestens 120 Menschen (21.01.2012)
Erneut haben Extremisten in Nigeria zugeschlagen. Bei einer Serie von Explosionen in der Stadt Kano kamen mehr als 120 Menschen ums Leben. Zu den Angriffen bekannte sich die islamistische Sekte Boko Haram.


Nigerias Präsident erklärt Ausnahmezustand (01.01.2012)
Nigerias Staatschef Goodluck Jonathan hat in mehreren Regionen im Norden seines Landes den Ausnahmezustand verhängt. Bei verschiedenen Anschlägen auf Christen in Nigeria sind an Weihnachten mindestens 49 Menschen getötet worden.



Entsetzen über Anschlagsserie in Nigeria (26.12.2011)
Auf mehrere meist christliche Kirchen sind an Weihnachten Anschläge verübt worden. Dabei kamen zahlreiche Menschen ums Leben. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte ein Ende der religiös motivierten Gewalt in dem Land.


Was ist die Sekte Boko Haram? (25.12.2011)
Die Terrorgruppe Boko Haram bezeichnet sich selbst als nigerianische Taliban. Selbst vor Anschlägen in Nigerias Hauptstadt Abuja schreckt sie nicht zurück. Bei einem Anschlag auf das dortige UN Gebäude gab es 20 Tote. Im Jahr 2009 verwickelte die Sekte die nigerianische Armee in wochenlange Gefechte. 800 Menschen wurden dabei getötet. Der Anführer der Sekte wurde schließlich durch die Polizei hingerichtet, doch seitdem führt Boko Haram einen Rachefeldzug gegen den nigerianischen Staat. Seitdem explo-dieren immer wieder Bomben vor Militäreinrichtungen, in Biergärten und vor Kirchen meist gläubiger Christen. Boko Haram will in ganz Nigeria die islamische Rechtsprechung der Scharia durchsetzen, ihre Anhänger sind fast ausschließlich junge Muslime, ohne Bildung und ohne Job.

Leider kommt der Erdölreichtum Nigerias nicht bei den Menschen an. Viele der Nigerianer ist ohne Arbeit, sie können weder lesen, noch schreiben, und die Korruption ist einfach atemberaubend. Präsident Goodluck Jonathan hat es bislang versäumt, mit politischen und wirtschaftlichen Reformen für Ruhe im Land zu sorgen. Die Extremisten lassen sich weder mit schnellem Geld kaufen, noch mit militärischen Mitteln besiegen.

Die Anschläge der Sekte Boko Haram werden immer professioneller, häufig sind es Selbstmordattentate mit selbstgebastelten Autobomben. Der Terrorexperte Mathieu Guidère ist überzeugt, dass Boko Haram von der Al Kaida im Islamischen Maghreb mit Waffen und Geld unterstützt wird. Der nigerianische Geheimdienst möchte herausge-funden haben, dass die Kämpfer der Boko Haram Terrorgruppe bereits 2007 in Terrorcamps in Afghanistan ausgebildet worden sind. Offenbar haben sie bei den Salafisten in Algerien und Mauretanien gelernt, Bomben zu bauen. Offensichtlich gibt es auch Kontakte zwischen Boko-Haram-Kämpfern und Somalias Terrorgruppe Al Shabaab - ebenfalls einem Ableger von Al Kaida.


Anschlagsserie auf Kirchen in Nigeria (25.12.2012)
Mehrere Kirchen in NIgeria sind Ziel von Bombenanschlägen geworden. In Mandalla nahe der Hauptstadt Abuja kamen bei einer Explosion vor einer Kirche 35 Menschen ums Leben.


Islamisten töten mindestens 69 Menschen (06.11.2011)

Radikale Islamisten auf dem Vormarsch (27.08.2011)

Neuer Präsident - alte Probleme (14.07.2011)

Mindestens 25 Tote bei Angriff auf Bierlokale (27.06.2011)

Wahl in Nigeria von Gewalt überschattet (09.04.2011)

Mindestens 70 Tote bei Kämpfen gegen Islamisten-Sekte (30.12.2010)

Anschlag am Unabhängigkeitstag in Nigeria (01.10.2010)

Wie dramatisch ist die Lage tatsächlich? (27.09.2010)

Tatsächlich herrscht große Verwirrung um die vermeintliche Flutkatastrophe in Nigeria. Korrespondenten rätseln über die Meldung der Nachrichtenagentur AFP, denn vor Ort lässt sich weder eine solch große Menschenmenge auf der Flucht ausmachen, noch sind größere Zerstörungen an Dörfern erkennbar. Es scheint so, als ob absichtlich
die Meldung in Umlauf gebracht worden sei, um Hilfsgelder locker zu machen. Fakt ist, dass wohl schon seit Wochen Teile des Nordens von Nigeria nach heftigen Regenfällen unter Wasser stehen.

Millionen Nigerianer fliehen vor Überschwemmungen (25.09.2010)
In Nigeria sind nach der Notöffnung von zwei Dämmen infolge extremer Regenfälle ca. 2 Millionen Menschen auf der Flucht. Die Menschen in den umliegenden Dörfern waren wohl weder vorher gewarnt noch evakuiert worden. Von den Fluten sind 5000 Dörfer betroffen. Schätzungen zufolgen wurden 90.000 Hektar Acker- und Weideflächen überschwemmt. Dabei entstand ein Schaden von ca. 22 Millionen Euro.

Überschwemmung in Nigeria


Gotteskrieger gegen einen zerfallenden Staat (05.01.2010)

"Hier war Terrorismus noch nie ein Problem" (28.12.2009)





Sudan

Mehr Blauhelme sollen in den Südsudan (24.12.2013)
Bei den Kämpfen und Unruhen im Südsudan mit mehreren Hundert Toten wollten die Vereinten Nationen weitere Blauhelmsoldaten in das afrikanische Land schicken. Derzeit stehen bereits 7000 Soldaten und Polizisten unter UN-Flagge in dem afrikanischen Staat. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon beantragte nun beim UN-Sicherheitsrat in New York eine Verstärkung der UN-Truppe um weitere 5500 Soldaten. Die Truppen sollen offenbar aus UN-Missionen in Kongo, Darfur, der Elfenbeinküste und Liberia abgezogen werden. Der UN-Sicherheitsrat soll darüber in einer Dringlichkeitssitzung entscheiden.
Nach Bans Angaben haben bislang 45.000 Zivilisten auf UN-Stützpunkten Schutz gesucht.

Angst und Anarchie im Südsudan (23.12.2013)
In Bor, der Hauptstadt der Provinz Jonglei und anderen Städten im Südsudan suchen immer mehr Menschen Schutz bei der UN.

Toby Lanzer, UN-Koordinator für humanitäre Angelegenheiten im Südsudan, sagte kurz nach einem Besuch in der Stadt, dass dort die nackte Angst herrsche. Es werde geplündert und vielerorts lägen Leichen herum. In den Straßen der Hauptstadt seien auch viele schwer bewaffnete Jugendliche unterwegs, die dort ihr Unwesen treiben würden. Allein in Jonglei gäbe es bereits mehr als 15.000 Flüchtlinge.
Die Rebellen erklärten unterdessen, dass sie die ölreiche Provinz Unity im Norden komplett kontrollieren. Rebellenführer Riek Machar möchte nach eigener Ausssage Präsident Salva Kiir stürzen


Obama warnt vor Armee-Putsch (22.12.2013)
US-Präsident Barack Obama warnt die Armeeführung im Südsudan ausdrücklich vor einem MIlitäreinsatz gegen die Rebellen. Stattdessen wollen sich die USA um eine friedliche Beilegung der Kämpfe im Südsudan bemühen.

Obama droht im Falle eines Militäreinsatzes der Armeeführung im Südsudan mit der Beendigung der langwährenden Unterstützung durch die Vereinigten Staaten und die internationale Gemeinschaft. Seit Ausbruch der Kämpfe vor einer Woche sind in der Hauptstadt Juba und anderen Städten mehrere Hundert Menschen gewaltsam ums Leben gekommen. Zehntausende sind auf die Stützpunkte der UN-Mission geflohen.


Neuer Kampf, alte Fronten (21.12.2013)
Der erst kürzlich gegründete Südsudan droht in einem Bürgerkrieg zu versinken. Seit Tagen bekämpfen sich rivalisierenden Einheiten der Armee. Es ist ein innenpolitischer Richtungsstreit um die Zukunft der regierenden Sudanesischen Volksbefreiungsbe-wegung SPLM. Salva Kiir, der Präsident des Südsudans hatte bei Amtsantritt einen versöhnlichen Kurs gegenüber Kritikern aus den eigenen Reihen eingeschlagen und sogar seinen stärksten Widersacher in der SPLM, Riek Machar, zum Vizepräsidenten ernannt gehabt.

Der Konkurrenzkampf zwischen Präsident Kiir und Machar begann als Kiir im Sommer seine Regierungsmannschaft, unter ihnen Vizepräsident Machar entließ und den Vorwurf der Korruption und Misswirtschaft erhob. Zwar reagierte Machar anfangs gelassen auf seine Entlassung, doch schon bald stellte sich heraus, dass der Schein trügte. Bei einer Sitzung der Führungsriege der SPLM Mitte Dezember, an der auch Machar teilnahm, eskalierten offensichtlich die parteiinternen Streitigkeiten. Machar verließ vorzeitig die Sitzung und noch am selben Abend kam es in einer Kaserne in Juba zu SChießereien, die tagelang andauerten.

Augenzeugen der blutigen Auseinandersetzungen sehen Beweise für einen ethnischen Konflikt. Kiir gehört der wichtigsten Volksgruppe im Südsudan, den Dinka, an während Machar Nuer ist. Augenzeugen berichten immer wieder, dass Regierungssoldaten vor allem Nuer angreifen würden. Im Bundesstaat Jonglei gehen Armee-Einheiten, die Machar nahe stehen, mit Gewalt gegen Angehörige der Dinka-Volksgruppe vor.

Bereits 1991 hatte sich Machar schon einmal wegen eines politischen Streites von der SPLM abgewandt. Es folgte ein erbittert geführter ethnischer Konflikt, der vielen das Leben kostete. Machar wird für ein Massaker an Dinkas in Bor noch im selben Jahr verantwortlich gemacht, bei dem allein mindestens 2000 Menschen getötet wurden. Bor ist die Hauptstadt des Bundesstaats Jonglei. Elf Jahre später hatte Machar zusammen mit dem damaligen SPLM-Chef John Garang ein Versöhnungsabkommen geschlossen, was jetzt wieder hinfällig geworden ist. Unter den Ausgeflogenen waren auch Franzosen, Schweizer und Niederländer.


Deutsche aus Südsudan ausgeflogen (21.12.2013)
Wegen der anhaltenden Kämpfe im Südsudan hat die Bundeswehr fast 100 Menschen von der Hauptstadt Juba aus nach Entebbe in Uganda geflogen. US-Präsident Barack Obama forderte die Konfliktparteien zum Dialog und zur Kompromissbereitschaft auf.
Washington hat rund 45 Soldaten zum Schutz von noch verbliebenen Landsleuten entsandt. Auch die USA, Großbritannien und andere Länder bringen die Tage ihre Bürger in Sicherheit. Ein Flugzeug der italienischen Luftwaffe brachte rund 50 Menschen nach Rom.


Folgende Artikel der Tagesschau sind leider nicht mehr online abrufbar:

Sudan. Flüchtlinge im afrikanischen "Land des Überflusses" (08.07.2011)

"Der Südsudan wird schwach und instabil sein" (23.06.2011)

Waffenstillstand für Darfur unterzeichnet (24.02.2010)

UNO ruft Nordsudan zum Rückzug aus Abyei auf (23.05.2011)

Nordsudan übernimmt umstrittene Stadt (22.05.2011)

Fast 99 Prozent stimmen für Unabhängigkeit (07.02.2011)

Kommt nach der Freiheit die Armut? (15.01.2011)

Vorfreude auf einen neuen Sudan (09.01.2011)

Abstimmung über eine ungewisse Zukunft (09.01.2011)

Tote und Verletzte bei Kämpfen im Südsudan (08.01.2011)

Träume zwischen Vertreibung und Armut (06.01.2011)

Mit Satelliten gegen einen drohenden Völkermord (30.12.2010)


Afrika. Ein Kontinent und seine Konflikte

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